Unterpreppach
Kegeln

Horst Keeß auf der Jagd nach dem 1000. goldenen Abzeichen

Horst Keeß wurde beim KSV Waldeck in Unterpreppach (Stadt Ebern) als "Sportler der Superlative" geehrt. Er hat das Goldene Sportabzeichen schon 940 Mal geschafft.
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Für 300 Spiele und sein Engagement beim KSV ehrte der scheidende Vorsitzende Karl Josef Räder (rechts) den 72-jährigen Horst Keeß. Räder sprach von einem "Sportler der Superlative". Foto: Dietz
Für 300 Spiele und sein Engagement beim KSV ehrte der scheidende Vorsitzende Karl Josef Räder (rechts) den 72-jährigen Horst Keeß. Räder sprach von einem "Sportler der Superlative". Foto: Dietz
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Mit Horst Keeß haben die Kegler des KSV Waldeck in Unterpreppach ein besonderes Aushängeschild. Nicht, weil er mit seinen 72 Jahren noch zu den Leistungsträgern der zweiten Mannschaft gehört. Ebenfalls nicht allein deswegen, weil er das Trikot seines Vereins schon 300 Mal bei Mannschaftsspielen trug und sich auch sonst als unermüdlicher Helfer bewährt.

Vor allem mit seinen mittlerweile 940 goldenen Sportabzeichen setzt der Senior Zeichen. "Die 1000 krieg ich locker voll," sagt der Eberner: "Auf jeden Fall, "das sind ja bloß noch 60 Mal." In seiner Altersklasse muss Keeß für das "Goldene" 360 Schub spielen, "nur noch" , sagt er, doch aus persönlichem Ehrgeiz macht er jeweils die 400 Schub voll. Das bedeutet etwa drei Stunden Dauer-Kegeln, eine Energieleistung, vor der viele im Verein den Hut ziehen würden.


Eine wahre Passion

1978 war Keeß erstmals zum Leistungsabzeichen angetreten und inzwischen ist eine große Leidenschaft daraus geworden. Zumal da er bei seiner zweiten Passion, den Biker-Touren quer über den Erdball, den Motor inzwischen drosseln musste. "Mit über 70 ist man halt doch nicht mehr der Jüngste", sagt Keeß, gesteht aber, schon wieder neue Streckenpläne zu schmieden.

80 Mal hat Keeß nach eigenem Bekunden allein im vergangenen Jahr seinen persönlichen "Gold-Kurs" auf den Kegel-bahnen verfolgt und war dabei bis nach Augsburg, Günzburg und Prien gefahren. "Ein ganz schöner Aufwand," gibt er zu, aber es macht halt riesig Spaß. Und hält fit.

Sieben Jahre pausiert

Keeß ist froh darum, seinem Sport wieder so viel Energie widmen zu können, hatte es doch vor Jahren so ausgesehen, als würde ein Bandscheibenvorfall ihn endgültig aus der "Kegel-Bahn werfen" . Sieben Jahre musste er pausieren, doch nun läuft's für ihn beim KSV "Waldeck" wieder richtig rund. Und vielleicht übertrumpft Keeß eines Tages doch noch die Leistung seines bekannten aus Karlstadt, der jetzt definitiv aufhören will. Nach 1500 Abzeichen in Gold.

Bei der Jahresversammlung des KSV Waldeck wurde Keeß mit stürmischem Applaus gefeiert. Der scheidende Vorsitzende Karl-Josef Räder würdigte ihn als "Mitglied der Superlative", das auf allen Gebieten sein Bestes gebe. Er war Gründungsvorstand, Vergnügungswart, Hausmeister und schlupfte für seinen KSV auch schon mal in die Rolle des Nikolaus.

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