Hofheim i. UFr.
Gebäude

Hofheimer Hallenbad ist sanierungsbedürftig

Der Ausschuss für Bau und Verkehr besichtigte das Hallenbad in Hofheim. Eine Generalsanierung ist angedacht.
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Die Mitglieder des Kreistagsausschusses für Bau und Verkehr verschafften sich im Hofheimer Hallenbad einen Überblick über den Zustand des Baus. Vor allem der Beckenkörper muss dringend erneuert werden. Fotos: Rebecca Vogt
Die Mitglieder des Kreistagsausschusses für Bau und Verkehr verschafften sich im Hofheimer Hallenbad einen Überblick über den Zustand des Baus. Vor allem der Beckenkörper muss dringend erneuert werden. Fotos: Rebecca Vogt
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Das Hofheimer Hallenbad ist sanierungsbedürftig. In der Schwimmhalle und dem Umkleidetrakt sind auf den ersten Blick zwar keine größeren Mängel zu erkennen, im Untergeschoss des Hallenbads jedoch wird der Handlungsbedarf schnell sichtbar. Aus den Wänden tropft es.

Der Ausschuss für Bau und Verkehr des Kreistags verschaffte sich am Donnerstag bei einem Vor-Ort-Termin einen Überblick über die Situation im Hallenbad. Ralf Röckelein vom Hochbauamt des Landkreises führte die Ausschuss-Mitglieder durch das Hallenbad.

Probleme bereitet demnach vor allem das Schwimmbecken. Dessen Folie ist von Löchern durchsetzt, sodass Wasser in die Bereiche hinter der Folie eindringt. Röckelein sprach in diesem Zusammenhang von einer "Tropfsteinhöhle". Auch die Duschanlagen weisen Handlungsbedarf auf, obwohl diese erst vor 15 Jahren erneuert wurden - was bei den Ausschussmitgliedern die Frage nach der Halbwertszeit einer Generalsanierung aufwarf. Wird das Schwimmbad trotz Generalsanierung in 15 Jahren wieder einen Zustand wie aktuell aufweisen?

"Man muss generell sagen, dass ein Schwimmbad immer sehr wartungsintensiv ist", sagte Röckelein. Es gebe inzwischen aber auch eine verbesserte Technik und neue Produkte. So hätten zum Beispiel die Edelstahl-Bauteile eine andere Qualität als vor 20 Jahren. In den vergangenen Jahren sei bereits immer wieder ins Schwimmbad investiert worden. "Sonst wäre es jetzt in einem ganz anderen Zustand."

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Auf der anschließenden Sitzung des Ausschusses im Interkommunalen Bürgerzentrum in Hofheim erklärte Röckelein: "Wir halten eine Generalsanierung für erforderlich." Der Betrieb des Hallenbades lasse sich sonst nicht mehr lange aufrecht erhalten.

Sanierung oder Neubau?

Aktuell ist ein Architekturbüro damit beschäftigt, ein Sanierungsgutachten zu erstellen. Dieses soll bis Mitte/Ende Oktober vorliegen und Aufschluss über die Kosten geben. Landrat Wilhelm Schneider erklärte hierzu: "Wir gehen davon aus, dass eine Generalsanierung wesentlich günstiger ist als ein Neubau." Bei einem Neubau würde zudem ein kleineres Bad entstehen - mit einem gut 16 Meter langen Becken. Bei einer Generalsanierung hingegen könnte die jetzige Doppelübungsstätte mit ihrem 25-Meter-Becken erhalten bleiben.

Auch die Förderung für einen Neubau würde geringer ausfallen. Das einfache Becken wäre mit 2,4 Millionen Euro förderfähig, das Doppelbecken mit der doppelten Summe. Zunächst soll nun das Ergebnis des Gutachtens abgewartet werden.

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