Breitbrunn
Weidmanns-Tradition

Hörnerklang in Breitbrunn zu Ehren von Hubertus

Der Kreisverband der Jäger erinnerte in einer Messe in der St. Matthäus-Kirche in Breitbrunn an den Schutzpatron und bekundete Ehrfurcht vor der Natur und der Tierwelt.
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Mitglieder der Jagdhornbläsergruppe des bayerischen Jagdverbands, Kreisgruppe Haßberge, unter Hornmeister Reinhard Lößlein bei der die traditionelle Hubertusmesse in Breitbrunn. Auch zwei Damen blasen die Naturtöne auf dem Instrument. Foto: Günther Geiling
Mitglieder der Jagdhornbläsergruppe des bayerischen Jagdverbands, Kreisgruppe Haßberge, unter Hornmeister Reinhard Lößlein bei der die traditionelle Hubertusmesse in Breitbrunn. Auch zwei Damen blasen die Naturtöne auf dem Instrument. Foto: Günther Geiling
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Die Orgel war stumm, dafür ertönte der Schall der Parforce- und Jagdhörner in der St. Matthäus-Kirche Breitbrunn, wo am Sonntag die Jagdhornbläsergruppe der Kreisgruppe Ebern in Bayerischen Jagdverband (BJV die traditionelle Hubertusmesse gestaltete. Viele Jäger im charakteristischen Sonntagsstaat waren unter den Gottesdienstbesuchern.

An Legende erinnert

Die Hubertusmesse wurde eigentlich seit dem 19. Jahrhundert zu Ehren von Hubertus, dem Schutzpatron der frei lebenden Tiere, aber auch der Jäger gefeiert. Natürlich wurde bei dieser Gelegenheit an die Legende des Heiligen Hubertus erinnert. Sie erzählt von einem Adeligen, der im Überfluss gelebt und den menschlichen Freuden übermäßig gefrönt haben soll.
Dazu zählte auch die Jagd.

Als er an einem hohen kirchlichen Feiertag wieder einmal zügellos jagen wollte, erschien ihm ein weißer Hirsch mit einem Kreuz zwischen den Geweihstangen.

Dieses Erlebnis brachte ihn zur Vernunft, Hubertus änderte sein Leben und wurde im Jahr 705 Bischof von Lüttich. Seit diesem Ereignis stehen die Einsicht und Umkehr des Hubertus für waidgerechte Jagd.

Respekt vor der Schöpfung

Die Jäger wollen mit der Verehrung ihres Schutzpatrons zeigen, dass nicht nur Abschuss oder Beutemachen ihre Motivation sind. Sie zeigen, dass die Ausübung der Jagd auch Respekt vor der Schöpfung und Verantwortungsbewusstsein für die anvertraute Tierwelt bedeutet. Die Jäger sehen es als Aufgabe der Gesellschaft, insbesondere der Jagdrechtsinhaber und Jäger, sich verantwortungsvoll um die Wildtiere zu kümmern.
Dies Anliegen unterstrich auch Pfarrer Martin Wissel in seiner Ansprache.
Mit dem Jagdsignal "Begrüßung" marschierten die Jagdhornbläser (Leitung Hornmeister Reinhard Lößlein) in den Altarraum und spielten den "Introitus" (Eingang). Dem folgten das "Kyrie" und das "Gloria", die Gottesverehrung Sehr getragen wurde der "Parforcehorn-Choral" vorgetragen.

Die großen Parforcehörner sind Blechinstrumente, die ursprünglich als Signalinstrumente für die Parforcejagd dienten. Sie haben wie die Jagdhörner keine Klappen und Ventile und der Tonumfang ist entsprechend eingeschränkt. Es wird mit Naturtönen geblasen, die in der Gruppe eine besondere Virtuosität und Klangfülle erzeugen.

Die Jagdhornbläser spielten dann noch Stücke wie "Sanktus", das "Agnus Dei" oder das "Großer Gott, wir loben dich".

Mit dem großen "Halali" und dem "Hubertusmarsch" endete der Gottesdienst. In der ehemaligen Schule gab es nach dem Gottesdienst Wildbratwürste.
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