Haßfurt
Fasching

Haßfurter Narren in Topform

Die "Elf Weisen Hasen" und ihr knapp 80-köpfiges Narrenteam zeigten in der Haßfurter Stadthalle, dass jede Menge Klamauk-Erfahrung in ihnen steckt.
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Altbürgermeister Rudi Eck trat heuer mit seinem Enkel Emil Lenhardt auf. Alle Fotos: Ulrike Langer
Altbürgermeister Rudi Eck trat heuer mit seinem Enkel Emil Lenhardt auf. Alle Fotos: Ulrike Langer
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Ulrike LangerDas war Spitze! Die Premieren-Büttensitzung der "Elf Weisen Hasen" in der Stadthalle hielt wieder einmal, was sie versprach. Denn die "Elf Weisen Hasen", die sich für einen sozialen Zweck in der Pfarrei St. Kilian engagieren, haben zusammen mit den knapp 80 Akteuren im Alter zwischen fünf und 70 Jahren ein spannendes und lustiges Programm erarbeitet. Das Feuerwerk aus Tanz, Wortwitz, Musik und Gesang sorgte für eine tolle Stimmung unter den Gästen und wurde entsprechend bejubelt.

"Blaue Bohnen - Weise Hasen" ist das Motto der diesjährigen Veranstaltungen und so spielt sich im wunderschönen Saloon das närrische Geschehen ab. Daher verkündete Sitzungspräsident Martin Eck nach dem Einzug der Elferräte respektive der elf Cowboys: "Im Wilden Westen ist heut Partytime mit Büttenreden, Witz und Tanz. Die ,11-Weisen-Hasen' laden ein zu einer Show mit Glimmer und Glanz!" Diese Show wurde vom Duo con brio" begleitet, das auch dem Publikum immer wieder einheizte und zum Schunkeln einlud.

Da die "Elf weisen Hasen" die Nachwuchspflege ernst nehmen und jungen Talenten gerne die Bühne überlassen, können sie sich stets auch ein wenig "verjüngen". Dem Publikum angetan hatten es beispielsweise die "Bugs Bunnys", die heuer als Indianer zum "Trainingscamp" zusammen kamen und sich schließlich zum "Regentanz" formierten. Aber auch die "Hasenhüpfer", Kinder, die beim TV Haßfurt in der Sparte "Tanzen für Kinder" trainieren, wussten durch einen ausgeklügelten Auftritt zu erfreuen. Sie nahmen selbstbewusst und mit sehr viel Witz die "Müll-Sammlungsproblematik" aufs Korn und präsentierten die Lösung: "Ab jetzt dörf mer alles, was mehr nix mehr braucht, in so a gelbe Tonne neischmeiß!" Dazu zeigten sie einen mitreißenden Tanz, der von den Zuschauern mit sehr viel Applaus bedacht wurde.

Die Geistlichen und der Himmel

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Einer der vielen Höhepunkte war der Auftritt des Schirmherrn, Pfarrer Stephan Eschenbacher, zusammen mit Diakon Manfred Griebel und Gemeindereferent Markus Fastenmeier. Als Teufel, Petrus und Engel bereiteten sie dem Publikum ein "himmlisches Vergnügen". In gewohnt kritischer Manier hielten sie der Gesellschaft den Spiegel vor, prangten Missstände an und "schockten" die Zuschauer mit der Aussage, dass es für den Himmel eine "Obergrenze" gibt. Getreu dem biblischen Grundsatz: "Nach dem Maß, mit dem ihr messt und zuteilt, wird euch zugeteilt werden." Die Stadt Haßfurt, "ohne scharfes S, dafür mit'm Herzla", hatte sie zu dem Lied "Weus'd a Herz hast, in dei'm Namen, zwischen A und F, schau hie, steh i auf di" angeregt. Gleichzeitig ließen sie es sich nicht nehmen, auf "Eigenheiten" der Stadt singend hinzuweisen: "Weu dich ä Has' im Wappen grüßt, ihr über's Pflaster hoppeln müsst".

Osten oder Westen?

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Mit der Frage, wo es schöner ist, im Westen oder Osten der Republik, beschäftigte sich die Musik- und Gesangsgruppe "Hasenblech" in ihrer Show "Go West or East". Auch ihre satirische Liebeserklärung an Haßfurt kam bei den Zuhörern gut an. "Es ist egal, ob du im Osterfeld wohnst oder sogar vielleicht im Himmelreich thronst, an der Nassach ist's schön, da kanntste 's Hochwasser sehn - doch ins Kino musst du nach Zeil gehn", hieß es darin.

Nach einem Jahr "Winterschlaf" war auch der "Hasenbär", alias Sebastian Sahlender, wieder mit einem tollen Film über das vergangene Jahr in der Kreisstadt zu Gast. Er nahm den "grünen Strom" des Stadtwerks zum Anlass, mit einigen Tänzern der Balletschule On Point im abgedunkelten Saal einen Tanz aufs Parkett zu legen und durch grün leuchtende Streifen auf den schwarzen Kostümen einen tollen Effekt zu erzielen.

Das Programm, das die Wünsche des Narrenvolks mehr als erfüllte, war geprägt von sehenswerten Auftritten der Hasengarde, der Häschengarde, des Funkenmariechens Emma Kitzinger, des Männerballetts "Spitzbuam" und der Jongleure Aaron und Elias Krapf. Zu den hörenswerten Akteuren zählten Benedikt Wolf, Altbürgermeister Rudi Eck und sein Enkel Emil Lenhardt, Armin Poeschl sowie die Mitglieder der "Mottenkiste".

Die Mitwirkenden

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Hasengarde: Julia Stapf, Celine Karg, Sandra Suckfüll, Maja Mühlfeld, Samira Müller, Tiffany Ketz, Luca Sandner, Sophia Lenhardt, Anna Ullrich, Lena Dippold, Ellena Hirt. Choreographie und Training: Nadine Böllner

Funkenmariechen: Emma Kitzinger. Choreographie und Training: Franziska Eck

"Wise-Wine-Farmer": Benedikt Wolf

Hasenbär: Sebastian Sahlender, Kamerafrau Annabell Helbling, Fallschirmzentrum Haßfurt, Reitsportbedarf Christina Will, Bürgermeister Günther Werner, die Stewardessen von der Ballettschule On Point, Polizeichef Norbert Mohr, die Polizisten Franziska und Max Reitz, Hausmeister Josh Stühler, Norbert Zösch vom Stadtwerk Haßfurt und die Tänzer/innen Marie Sophie Bühl, Lorraine Bühl, Alica und Yannick Reuß.

Bugs Bunnys: Hannes Grümpel, Till Amthor, Jakob Eck, Johanna Rinner, Emma Kaufmann, Lena Muck. Idee, Text und Training: Barbara Rinner, Martina Grümpel, Thomas Amthor.

Hasen-Hüpfer: Hanna Beinke, Leona Beck, Julia Bierlein, Ida Friedrich, Emma Friedrich, Laura Geubig, Fiona Heinisch, Selina Hierling, Lukas Hußlein, Julia Karg, Luisa Karg, Annika Kitzinger, Carla Mateo, Luise Maruschke, Marlene Pfeuffer, Pauline Rohrmüller, Emily Roth, Frieda Wiener, Sarah Zeiß. Training und Choreographie: Barbara Maruschke, Katja Rohrmüller.

Opa und Enkel: Altbürgermeister, Ehrenpräsident der "Elf Weisen Hasen" und 1. Vorsitzender des "Elf Weise Hasen Vereins", Rudi Eck, und Emil Lenhardt.

Jonglage: Aaron und Elias Krapf.

Hasenblech: Martin, Sonja und Klaus Eck, Christine und Jochen Huppmann, Markus Wolf, Jürgen Bätz.

Männerballett "Spitzbuam": Willi Geuppert, Freddy Rumpel, Johannes Pfau, Klaus Grümpel, Mihael Schleicher, Christian Stühler, Andreas Bierlein, Christian Meisch. Choreographie und Training: Martina Grümpel, Jessica Gössler.

Häschengarde: Franziska Eck, Jule Büchner, Louisa Schilling, Lea Schramm, Nele Ferreira, Hannah Vollert, Katharina Pfennig. Trainerinnen: Claudia Krapf, Barbara Maruschke.

Alkoholgegner: Armin Poeschl.

Himmlisches Vergnügen: Schirmherr Pfarrer Stephan Eschenbacher, Diakon Manfred Griebel, Gemeindereferent Markus Fastenmeier.

Haßfurter Mottenkiste: Fabian Vollert, Sandra Lohs, Benedikt Wolf, Ludwig Wolf, Jürgen Bauer, Hannah Vollert.

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