Haßfurt
Verkehrsprobleme

Haßfurter Marktplatz als Spielstraße ins Gespräch gebracht

Dieses Thema könnte den Haßfurter Stadtrat noch öfter beschäftigen: Zu schnell fahrende Autos gefährden auf dem Marktplatz spielende Kinder.
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Stadtrat Hachem Farmand bemängelte in der Sitzung des Gremiums, dass Autofahrer in Haßfurt zu schnell von der Hauptstraße in den Marktplatz einfahren würden, obwohl dort Tempo 20 vorgeschrieben ist. Da immer wieder Kinder an der Wasserrinne spielten, seien sie durch die Autos gefährdet.Ulrike Langer
Stadtrat Hachem Farmand bemängelte in der Sitzung des Gremiums, dass Autofahrer in Haßfurt zu schnell von der Hauptstraße in den Marktplatz einfahren würden, obwohl dort Tempo 20 vorgeschrieben ist. Da immer wieder Kinder an der Wasserrinne spielten, seien sie durch die Autos gefährdet.Ulrike Langer
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Verkehrsprobleme am Marktplatz waren Thema in der Stadtratssitzung am Montagabend. Hachem Farmand bemängelte, dass Autofahrer zu schnell von der Hauptstraße in den Marktplatz einfahren würden. Dort spielten immer wieder Kinder an der Wasserrinne, die dadurch gefährdet seien.
Bürgermeister Günther Werner (FW) betonte, dass immerhin Tempo 20 auf dem ganzen Marktplatz herrsche und dass es schwierig sei, eine Lösung zu finden.
Annette Marquardt war der Meinung, dass der Marktplatz sowieso "in Angriff genommen" werden müsste. Eventuell sei eine Spielstraße die bessere Lösung.
Werner sagte zu, sich Gedanken zu machen.


"Unmut unter den Bürgern"

Eva-Maria Schwach gab ein erschreckendes Erlebnis vor der Sitzung wieder: So wollte sie, vom Parkplatz am Landratsamt kommend, die Treppe zum Vorplatz der Stadthalle hochgehen, als ihr ein Mountainbiker entgegenkam, der die Stufen herunterschoss. "Es besteht Unmut unter den Bürgern, die das schon öfter beobachtet haben", sagte sie. Als Georg Hiernickel meinte, das sei doch nicht so schlimm, forderte sie ihn auf, die Sache nicht ins Lächerliche zu ziehen.
Der Bürgermeister betonte, dass die Stadt keine Handhabe habe, da der Platz vor der Stadthalle als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen worden und Fahrradfahren erlaubt sei.
Manfred Stühler monierte, dass Jugendliche auch auf den Figuren des Marktplatzes herumturnten.
Jürgen Baum erklärte, dass Bürger auf keinen Fall gefährdet werden dürften. Auch die Eltern der Jugendlichen stünden hier in der Pflicht.


Förderprogramm verlängert

2013 hatte die Stadt Haßfurt ein Fünf-Jahres-Förderprogramm für Investitionen zur Erhaltung, Erneuerung, Verbesserung und Neuschaffung von Bausubstanz zur Wohnnutzung in den Altorten der Stadtteile aufgelegt. Da in den letzten Jahren immerhin elf Anträge positiv beschieden worden waren und weitere fünf Anträge in Bearbeitung sind, beschloss der Stadtrat eine Verlängerung um weitere fünf Jahre.
Wie Bürgermeister Werner mitteilte, wurden bis Mai dieses Jahres insgesamt 104 724 Euro an Fördermitteln ausbezahlt. Bezuschusst wurden damit Sanierungen, Abbrucharbeiten und Ersatzbauten sowie der Kauf von Anwesen. "Es zeigt sich immer mehr, dass dieses Förderprogramm tatsächlich einen Anreiz schafft, sich in den Altorten nach alten, leer stehenden Anwesen umzusehen und über den Kauf oder eine Baumaßnahme nachzudenken", sagte er.
An der Förderrichtlinie, die Zuschüsse von maximal 10 000 Euro pro Anwesen vorsehe, müsse nichts geändert werden. Lediglich die Geltungsbereiche in den Altorten der einzelnen Stadtteile seien in geringem Umfang anzupassen.
Norbert Geier, dessen CSU-Fraktion das Förderprogramm 2013 beantragt hatte, freute sich über den großen Zuspruch. Positiv bewertete er auch, dass die Verwaltung die Bürger immer wieder auf dieses Programm anspreche. Einstimmig genehmigt der Stadtrat dann die Verlängerung um weitere fünf Jahre.


"Eigennutzer"-Regelung aufgehoben

Nachdem sich die Standesbeamtin Bianca Baum seit Ende Mai im Mutterschutz befindet und anschließend in Elternzeit sein wird, bestellte das Gremium Susanne Bravo zum 1. Juli zur Standesbeamtin für den Standesamtsbezirk Haßfurt. Sie war von Oktober 2015 bis heute beim Standesamt Ebern als Standesbeamtin tätig.
Kaum haben die Erschließungsarbeiten für das neue Baugebiet "Westlich der Sailershäuser Straße" in Haßfurt begonnen, sind die Grundstücke auch schon verkauft, zumindest fast alle. Denn zwei Bauplätze, auf denen Doppelhaushälften vorgeschrieben sind, finden keine Käufer.
Bürgermeister Werner begründete dies damit, dass es zwei Schwierigkeiten gebe: Zum einen habe der Stadtrat vorgegeben, dass auch Doppelhaushälften von den Eigentümern selbst genutzt werden müssen. Zum anderen brauche jeder Baubewerber einer Doppelhaushälfte einen zweiten Baubewerber, der ein genau gleiches Haus spiegelverkehrt bauen will. Andererseits gebe es mehrere Anfragen von Bauträgern und Investoren. Daher schlug Werner vor, die "Eigennutzer"-Regelung für die beiden Doppelhausbauplätze aufzuheben. Die Doppelhäuser könnten dann sowohl von Bauträgern als auch von Investoren, die die Hälften verkaufen oder vermieten könnten, bebaut werden. Dem schloss sich der Stadtrat einstimmig an.


Verkehrsprobleme am Marktplatz

Norbert Geier fragte an, ob im neuen Friedhof in Haßfurt nicht kleine Vogeltränken aufgestellt werden könnten. Außerdem regte er an, hinter dem Kindergarten St. Barbara in Haßfurt einen Behälter mit Tüten für Hundekot aufzustellen. Denn die Grünfläche sei regelmäßig mit Hundekot verschmutzt.
Georg Hiernickel beantragte, dass der Stadtmanager Marc Heinz in einer der nächsten Sitzungen einen Bericht über seine Tätigkeit abliefern sollte.
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