Haßfurt
Zeichenkunst

Haßfurter Kinder werden zu Mangakas

Dominik Rupp zeichnet Mangas. Kinder und Jugendliche hingen ihm in einem Workshop an den Lippen. Japanische Schönheitsvorstellungen beherrschen diese Art von Zeichnungen.
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Dominik Rupp zeichnet den Kopf. Für den perfekten Blick braucht es die richtigen Augenbrauen. Foto: Stefanie Gleixner
Dominik Rupp zeichnet den Kopf. Für den perfekten Blick braucht es die richtigen Augenbrauen. Foto: Stefanie Gleixner
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Asterix und Obelix kennt jedes Kind, Spiderman hängt in vielen Kinderzimmern. Comics gehören zur Jugendkultur. Auch in Japan gibt es sie. Dort sind sie aber in einer Sonderform unter dem Namen Mangas bekannt. Große Augen und wilde Frisuren sind für sie charakteristisch.

Daraus entstand eine eigene Szene, die sich über die ganze Welt verbreitet hat und auch im Landkreis Haßberge ihre Fans besitzt. Das Bibliotheks- und Informationszentrum (Biz) in Haßfurt hatte jetzt den Kinderbuchillustrator Dominik Rupp zu Gast. Er zeichnet seit seiner Jugend Mangas und gab seine Leidenschaft gerne an die Buben und Mädchen weiter, die zu seinem Workshop gekommen waren. Schritt für Schritt leitete Rupp das muntere Dutzend an. Die perfekte Mangafigur? Sie ist geprägt von den Schönheitsidealen der Japaner. Große Kulleraugen und ein wuscheliger Schopf drücken die Gefühle aus. Beim Zeichnen bilden geometrische Formen die Grundlage für jeden Mangazeichner (Mangaka).

In neun Schritten wird jeder zum perfekten Mangaka:

Das Grundgerüst für Mangafiguren besteht aus geometrischen Formen. Dominik Rupp sagt:

1. Zeichne einen Kreis als Basis für den Kopf. 2. Setze unten an den Kreis ein Dreieck. Es ist später das spitzere Kinn der Figuren. 3. In die Mitte des Kreises kommt die erste Hilfslinie für die Augen. In die untere Hälfte des Kreises kommen noch einmal zwei kleine Hilfslinien; sie sind für Nase und Mund. 4. Charakteristisch sind große Augen. Jeder Mangazeichner hat seinen eigenen Stil und damit seine eigenen Augen.

5. Nachdem die Augen sitzen, werden die Konturen angeglichen; die Gesichter sind nicht immer kugelrund. 6. Die Nase kommt auf die obere der beiden kleinen Hilfslinien. Sie ist wie bei Asiaten sehr klein. Man zeichnet sie als Dreieck. 7. Mund: auf der untersten Hilfslinie. Je nach Gesichtsausdruck ist er groß oder klein. 8. Haare: zeigen Temperament und ein Schönheitsideal (Japaner haben nur glattes Haar). 9. Am Ende kommen die Ohren an die Seite.

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