Haßfurt
Bedrohung

Haßfurt: Streit am Drive-in-Schalter eskaliert - Ungeduldiger Golffahrer droht mit Schusswaffe

Es konnte ihm wohl nicht schnell genug gehen: Ein 28-Jähriger hat in Haßfurt drei junge Männer zunächst beleidigt und anschließend mit einer Waffe bedroht.
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Ein Streit zwischen einem ungeduldigen Golffahrer und den Insassen eines vorausfahrenden Auto ist an einem Drive-in in Haßfurt am Samstagabend eskaliert. Laut Polizei beleidigte ein 28-Jähriger seine Kontrahenten zunächst und bedrohte sie daraufhin mit einer Schusswaffe. Die Haßfurter Polizei war schnell vor Ort und nahm den Tatverdächtigen vorläufig fest.

Gegen 22.30 standen drei junge Männer im Alter zwischen 19 und 21 Jahren mit ihrem Auto an einem Drive-in-Schalter in der Straße "Am Sterzelbach". Hinter ihnen wartete der wohl ungeduldige Golffahrer, der laut Zeugenaussagen fortlaufend hupte. Als der Fahrer des vorausfahrenden Pkw daraufhin die Scheibenspritzanlage betätigte, fühlte sich der Golffahrer offenbar derart provoziert, dass er ausstieg und die drei Pkw-Insassen mit unterschiedlichen Schimpfwörtern betitelte.


Bedrohte können Polizei verständigen


Dem Sachstand nach ging der Golffahrer während des folgenden Streits zurück zu seinem Fahrzeug und holte aus dem Innenraum eine Schusswaffe. Damit bedrohte er die drei Männer aus dem anderen Fahrzeug. Einem davon gelang es, mit seinem Handy den Notruf zu wählen.

 


Als kurz darauf die Streifenbesatzungen der Haßfurter Polizei an dem Schnellrestaurant eintrafen, saß der Beschuldigte bereits wieder in seinem Pkw. Die Beamten dirigierten den Mann mit ihren gezogenen Dienstwaffen aus dem Fahrzeug und nahmen ihn vorläufig fest. Bei einer Durchsuchung des Golfs stellten die Polizisten die mutmaßliche Tatwaffe sicher, wobei es sich um eine ungeladene Schreckschusspistole handelte.

Bei dem Festgenommen handelt es sich um einen 28-Jährigen aus dem Landkreis Haßberge, der nicht zum Führen einer Schreckschusswaffe berechtigt ist. Gegen ihn wird nun wegen Bedrohung, Beleidigung und eines Verstoßes nach dem Waffengesetz ermittelt.
Symbolbil: Daniel Karmann/dpa

 



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