Stettfeld

Hartlieb geht für die CSU Stettfeld in die Kommunalwahlen

Die Stettfelder CSU steht hinter dem Bürgermeister. Der Rechtlerstreit ist Nebensache, es gibt Wichtigeres
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CSU-Bürgermeisterkandidat Alfons Hartlieb mit den Kandidaten, welche die CSU-Gemeinderatsliste anführen; von links Peter Frankenstein, Walfried Spath, Dorothea Simon, Helmut Schöpplein, Bürgermeister Alfons Hartlieb und Udo Busch. Günther Geiling
CSU-Bürgermeisterkandidat Alfons Hartlieb mit den Kandidaten, welche die CSU-Gemeinderatsliste anführen; von links Peter Frankenstein, Walfried Spath, Dorothea Simon, Helmut Schöpplein, Bürgermeister Alfons Hartlieb und Udo Busch. Günther Geiling

"Ich bin nun seit 14 Jahren Bürgermeister und wir haben seitdem rund 7,5 Millionen Euro an Investitionen getätigt. Vor allem waren die Baumaßnahmen rund um die Dorfstraße in den letzten Jahren immens, und nun sollen auch noch Klingenweg, Siedlungsstraße und Schulstraße mit einbezogen werden. Mit diesen Sanierungsplanungen haben wir im Gemeinderat weitere 2,2 Millionen Euro auf den Weg gebracht und das muss erst einmal abgearbeitet werden." Selbstbewusst ging Bürgermeister und CSU-Vorsitzender Alfons Hartlieb in die Nominierungsversammlung.

Gegenkandidatinnen gibt es

Bei der Kommunalwahl 2020 wird er diesmal zwei Gegenkandidaten haben. Es handelt sich um Melanie Kaufhold von der SPD und um Diana Galefske von der Dorfgemeinschaft.

Kredit ist abbezahlt, das gibt Luft

Bevor man neue Projekte angehen könne, so Hartlieb, müsse man den Haushalt konsolidieren. Er sieht sich auf gutem Weg, denn der Kredit für die Kläranlage (seit 2006) ist im nächsten Jahr abbezahlt. Immerhin waren das 1,3 Millionen Euro. Hartlieb zeigte sich darüber froh, denn nun können ab und zu Unterhaltungskosten getragen werden.

Hartlieb sieht die Auseinandersetzung wegen der Holznutzungsrechte mit den Rechtlern als Randerscheinung, auch wenn dieses Thema hochgespielt wird. Tatsächlich hat die Gemeinde ihm zufolge ganz andere Probleme. So gehe es seit 2016 um die Sanierung des Kindergartens. Mit der ersten Planung war Stettfeld bei der Regierung von Unterfranken gescheitert.

Finanziell ein dicker Brocken

Die Regierung habe Gemeinde und Verein aufgefordert, großzügiger zu denken. Doch die Kostenschätzung des Architekten (2,5 bis 3 Millionen Euro) sei selbst bei 635 000 Euro Fördermitteln für die Gemeinde nicht darstellbar.

Aufgabe ist es für Hartlieb auch, den Mittelteil des jetzigen Kindergartens zu ersetzen. Inzwischen gebe es sogar Überlegungen, den ganzen Kindergarten abzureißen. Alles Zukunftsvisionen, die in enger Abstimmung mit dem Kindergartenverein abgesprochen werden.

Im Blick auf den Hauptschulverband gehe es darum, erklärte der CSU-Vorsitzende, bei der Vermögensauseinandersetzung um das Grundstück und die Schulgebäude in der "Oberen Heuernte" einen Konsens zu finden. Ebelsbach bot an, Grundstück und Gebäude auf seinen Namen zu schreiben und im Gegenzug die Schulden von 1,2 Millionen Euro zu übernehmen - bei einer Gutschrift für die Gemeinde Stettfeld von etwas über 40 000 Euro. Dagegen habe sich die Gemeinde ausgesprochen. Das Grundbuchamt teilte jetzt mit, eine Umschreibung laufe nur mit einem einstimmigen Beschluss der beteiligten Gemeinden. Sonst führe der Weg über eine Feststellungsklage vor Gericht. Alfons Hartlieb führte aus, dass Stettfeld zehn Jahre früher als die übrigen Gemeinden dem Schulverband angehörte. Auch das sei ein Grund, warum der Bürgermeister von Stettfeld hier standhaft bleiben müsse.

Tatkraft zählt

Hartlieb lobte die konstruktive Zusammenarbeit im Gemeinderat, wo sowohl Anträge der CSU als auch von der SPD durchgingen. Von der "Dorfgemeinschaft" seien, so Hartlieb, so gut wie keine Ideen gekommen. Man könne nicht nur kritisieren, findet er.

"Wir machen weit mehr als nur die Tätigkeiten aus unseren Ämtern. Wo wir angegangen werden, engagieren wir uns. Gerade die letzten zwei Jahre hatten wir mit dem Ausbau der Ortsdurchfahrt viel Stress, haben aber versucht, das Beste herauszuholen und auch den Verkehr entsprechend zu regeln." Auch die vorübergehende Unterbringung der Lebenshilfe in der alten Schule von Stettfeld sei gut über die Bühne gegangen.

Hartlieb sagte zu der Liste, unter den 24 Kandidaten seien sehr kompetente Personen, auch Berufe und Generationen habe man gut abbilden können. "So hoffen wir, dass wir die Wahl gewinnen und mindestens wieder mit der bisherigen Anzahl von sechs Räten in das Gremium einrücken."

CSU-Vorsitzende und Bürgermeisterkandidat von Ebelsbach, Roland Metzner, sprach Hartlieb große Standhaftigkeit beim Einsatz für die Interessen seiner Gemeinde zu. Dies habe sich bei der Auseinandersetzung mit der Schule gezeigt. Anschließend wurde Alfons Hartlieb einstimmig zum CSU-Bürgermeisterkandidaten für die Wahl im März nominiert.

Auch die Kandidaten für die CSU-Gemeinderatsliste wurden einstimmig berufen: 1. Alfons Hartlieb, 2. Dorothea Simon, 3. Peter Frankenstein, 4. Udo Busch, 5. Helmut Schöpplein, 6. Walfried Spath, 7. Björn Weschenfelder, 8. Gerlinde Wuckelt, 9. Paul Simon, 19. Andrea Ullrich, 11. Michael Zehner, 12. Patrick Genslein, 13. Thomas Götz, 14. Melanie Meier, 15. Daniel Full, 16. Silvia Amend, 17. Felix Frankenstein, 18. Christopher Hümmer, 19. Ulrike Methe, 20. Christian Rübner, 21. Andreas Kohlhepp, 22. Cornelia Hartlieb, 23. Gebhard Then, 24. Stefanie Röthlein. Ersatzkandidaten sind: 1. Manuela Betz, 2. Rupert Strätz, 3. Sabina Spath.

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