Maroldsweisach
Gemeinderatssitzung

Handlungsbedarf bei der Ortsdurchfahrt

Es stand nicht auf der Tagesordnung, aber Gemeinderat Dieter Hepp (CSU) sprach es an: "Die Ortsdurchfahrt der B 279 in Maroldsweisach ist restlos fertig."
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Die B 279 in der Ortsdurchfahrt Maroldsweisach, hier die Steigung am Rathaus (links), in Richtung Ebern gesehen, weist an vielen Stellen Setzungen auf.Helmut Will
Die B 279 in der Ortsdurchfahrt Maroldsweisach, hier die Steigung am Rathaus (links), in Richtung Ebern gesehen, weist an vielen Stellen Setzungen auf.Helmut Will
Eine Ausbesserung der Ortsdurchfahrt der B 279 in Maroldsweisach duldet nach Meinung von Gemeinderat Dieter Hepp (CSU) keinen Aufschub und müsse schnellstmöglich angegangen werden. Bürgermeister Wolfram Thein (SPD) erklärte dazu bei der Sitzung des Marktgemeinderates am Montag im Rathaus, dass auch das Straßenbauamt Schweinfurt mit dem dort zuständigen Baudirektor Manfred Rott das schon "auf dem Schirm" habe. Er könne aber noch nicht sagen, wann und wie die Ortsdurchfahrt ertüchtigt wird.
Dazu sagte Rott auf Nachfrage, dass es außer Frage stehe, dass die Ortsdurchfahrt erneuert werden muss. "Dort sind schon längere Zeit Schäden vorhanden, die auch entstanden sind, weil die Straße wegen Kanal- oder Wasserleitungsbau an mehreren Stellen offen war." Handlungsbedarf sieht der Baudirektor: "Am Geld liegt es nicht, und der Ausbau wird in den nächsten drei Jahren erfolgen, vielleicht auch schon im Jahr 2019", sagte er, aber das sei noch nicht sicher.


Änderung von Gebühren

"Es ist nur eine Formsache", sagten Bürgermeister Wolfram Thein und Geschäftsleiter Renè Schäd. Gemeint sind damit formelle Änderungen des kommunalen Kostenverzeichnisses. Danach sind Kommunen berechtigt, ihre Verwaltungskosten für Amtshandlungen im eigenen Wirkungsbereich festzulegen. "Diese müssen dem staatlichen Kostenverzeichnis angeglichen werden", sagte Schäd. Er nannte drei Abweichungen, die angepasst werden müssen: Bei der Anmahnung rückständiger Beiträge werde ein Spielraum von fünf bis 150 Euro Gebühren eingeräumt; bisher waren es bei der Gemeinde Maroldsweisach fünf Euro, zum Beispiel für eine erste Mahnung. Außerdem betrifft es Genehmigungsfreistellungen für Bauanträge und Befreiungen von der Festsetzung des Bebauungsplanes. Hierfür konnte die Gemeinde bisher jeweils 25 Euro erheben, künftig können es bis zu 40 Euro sein.
Die Gemeinderäte Günter Freß (FW) und Zweiter Bürgermeister Harald Deringer (CSU) sehen das als "Gummiparagrafen" (Freß), und eine Erhöhung sollte nicht erfolgen, meinte Deringer. Dazu stellte Geschäftsleiter Renè Schäd fest, dass Richtzahlen festgelegt seien, nach denen zu verfahren sei. Bei einer Gegenstimme wurde der Beschlussvorschlag der Gemeindeverwaltung angenommen, die Beträge gemäß dem kommunalen Kostenverzeichnis anzupassen.
Behandelt wurde der Bauantrag der Firma Treiber aus Altenstein, die eine Werkhalle mit einer Kranbahn und einem Verbindungsbau im Gewerbegebiet in Altenstein am Lichtensteiner Weg errichten möchte. "Es gibt aus Sicht der Verwaltung keine Versagungsgründe", sagte Geschäftsleiter Schäd, und Bürgermeister Wolfram Thein sieht eine Weiterentwicklung von Firmen positiv.
Gemeinderat Nikolaus Schober (FW) hatte nachgefragt, was mit den Sandsteinen wird, die beim Abbruch der ehemaligen Schule in Pfaffendorf angefallen sind. Dazu sagte der Bürgermeister, dass Sandsteine, die noch zu verwenden sind, am Bauhof in Maroldsweisach gelagert worden seien.
Klären will Wolfram Thein auf Frage von Gemeinderat Rupert Fichtner (CSU), ob in Birkenfeld in einem Anwesen, das nun frei wird, eine Station für kostenloses WLAN geschaffen werden kann.
Die Spielothek in Maroldsweisach sei eröffnet, sagte der Bürgermeister auf Nachfrage von Gemeinderat Helmut Berwind (SPD).
Gemeinderätin Melanie Gräbner (CSU) vertrat die Meinung, dass der Lichtensteiner Weg südlich des Freibades in Altenstein ausgebessert werden müsse. "Egal was mit dieser Straße einmal passiert, es muss was gemacht werden, weil sie im Winter viel gelitten und hat und Gefahrenstellen vorhanden sind", sagte Gräbner. Der Bürgermeister will sich darum kümmern.
Zweiter Bürgermeister Harald Deringer beklagte, und das mit einem unterschwelligen Vorwurf an die Gemeindeverwaltung, dass im Kernort Maroldsweisach in letzter Zeit hinsichtlich neuer Bauplätze nicht viel passiert sei. "Warum können wir nicht, wie es andere Ortschaften tun, Schilder aufstellen, die auf Bauplätze in unserer Gemeinde hinweisen?", fragte er. Dabei wurde er von Gemeinderat Helmut Berwind unterstützt.
Neue Bauplätze in Maroldsweisach auszuweisen, sei nicht ganz einfach, sagte Verwaltungsleiter Schäd, und Bürgermeister Wolfram Thein meinte, dass noch genügend vorhanden seien. Wie man darauf aufmerksam machen kann, werde überlegt.
Das Kernwegenetz sei angemeldet, sagte der Bürgermeister auf Frage seines Stellvertreters. Dazu erläuterte Renè Schäd die Problematik wegen Fördermöglichkeiten.
Melanie Gräbner bat zu prüfen, ob die Homepage der Gemeinde nicht ertüchtigt werden könne, um noch besser und schneller über das gesamte Geschehen in der Gemeinde informiert zu werden.
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