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Ebern
Sicherheit

Halbschranke für Bahnübergang an der Hetschingsmühle

Das Andreaskreuz hat bald ausgedient: Der Bahnübergang an der Hetschingsmühle (Stadt Ebern) erhält 2014 Blinklichter und eine Halbschranke. Die Anlage kostet rund 600.000 Euro.
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Der Übergang an der Hetschingsmühle erhält im neuen Jahr eine Halbschranke. Foto: Ralf Kestel
Der Übergang an der Hetschingsmühle erhält im neuen Jahr eine Halbschranke. Foto: Ralf Kestel
Es klappert schon lange keine Mühle mehr am rauschenden Bach, an der Hetschingsmühle südlich von Ebern. Viel mehr tutet der Nahverkehrszug, der seit einigen Jahren im Stundentakt zwischen Bamberg und Ebern pendelt. Sehr zum Wohlgefallen vieler Bahnfahrer. Aber der Triebwagen rauscht keineswegs durch den Baunachgrund. Oftmals muss der Lokführer die Bimmelbahn abbremsen, weil es ihm vom Eisenbahnbundesamt aus Sicherheitsgründen so vorgegeben ist.

Lokführer muss bremsen

Aus Sicherheitsgründen? Vor Bahnübergängen ist Vor- und Übersicht angesagt. So muss der Lokführer vor den Bahnübergängen an der Hetschingsmühle, in Lind, in Gräfenholz und Treinfeld (Nord), stark abbremsen, um den Verkehr auf den querenden Ortsverbindungsstraßen beobachten und einschätzen zu können, Notbremsung eingeschlossen.
An höher eingestuften (Kreis-)Straßen, wie Treinfeld-Mürsbach oder Baunach-Daschendorf sind längst Signalanlagen installiert.

Dies soll nun auch an den übrigen Straßenübergängen passieren. Die Strecke wird ertüchtigt, auch wenn sie in den Jahren 2015/2016 wegen den geschlossenen Bahnhofs in Breitengüßbach (ICE-Ausbau) für mehrere Monate komplett lahm gelegt wird.

Planungen haben begonnen

Die Planungen an der Hetschingsmühle haben begonnen . Eine "Lichtzeichenanlage mit Halbschranke" wird's werden, teilte Bahnsprecher Anton Knapp aus München unserer Zeitung auf Anfrage hin mit. Die Umsetzung ist in 2014 vorgesehen Damit hätten das Andreaskreuz und die Lauschposten im Auto ausgedient.

600.000 Euro kostet so ein Übergang nach Schätzung der DB Netz als zuständiger Streckenbetreiber. Auch wenn Eberns Bürgermeister Robert Herrmann "nicht einsehen mag, was an so einem Übergang so teuer ist", hat die Stadt in ihrer Finanzplanung für 2014 200.000 Euro als Anteil für Signale, Kontaktgleise, Leitungsbau etc. stehen.
Teurer wird es für die Marktgemeinde Rentweinsdorf, die drei Schranken mitbezahlen soll. Zudem möchten viele Landwirte auf die bestehenden Feldwegübergänge, weitere "Zugbremsen", nicht verzichten, weil sie umständliche Anfahrten auf ihre Wiesen fürchten.

"Bei den zur Beseitigung vorgesehenen Bahnübergängen liegt uns zum Teil noch kein Bescheid vom Eisenbahnbundesamt vor bzw. stehen wir im Kontakt mit der Verwaltungsgemeinschaft Ebern zwecks Planung und Planungsvereinbarungen", teilte Bahnsprecher Knapp mit.

Im oberfränkischen Bereich der Strecke wurden die meisten Feldwegübergänge im Zuge der Flurbereinigung längst dicht gemacht und neue Wege gebaut.


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