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Gleusdorf
Ungewöhnliche Wahl

Gleusdorf stimmt im Freien ab

Norbert Lohneiß hat sich gegen zwei Mitbewerber durchgesetzt und bleibt sechs weitere Jahre Ortssprecher in Gleusdorf.
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Große Abstände und unter freiem Himmel: Die Ortssprecherwahl in Gleusdorf erinnerte eher an einen Freiluftgottesdienst. Helmut Will
Große Abstände und unter freiem Himmel: Die Ortssprecherwahl in Gleusdorf erinnerte eher an einen Freiluftgottesdienst. Helmut Will

Ein ungewöhnlicher Tag und ein ungewöhnlicher Ort zu ungewöhnlichen Zeiten: Am Samstag fand die Wahl des Ortssprechers in Gleusdorf unter freiem Himmel neben dem Feuerwehrgerätehaus statt. Norbert Lohneiß, der in der letzten Wahlperiode Ortssprecher für Gleusdorf und Hemmendorf war, setzte sich gegen zwei weitere Bewerber im ersten Wahlgang durch und vertritt die Ortsteile auch in den kommenden sechs Jahren.

Bürger fordern ihr Recht ein

Bürgermeister Helmut Dietz (SPD) begrüßte die Bürgerinnen und Bürger und gab bekannt, dass Ortschaften, die vor 1952 selbstständig waren, das Recht hätten, einen Ortsprecher zu wählen. Aber nur, wenn ein Drittel der Wahlberechtigten das durch ihre Stimme kundtun. "Es sind 96 gültige Stimmen eingegangen, die für die Wahl eines Ortssprechers votierten", sagte der Bürgermeister. Er würdigte die bisherige Arbeit von Norbert Lohneiß, der als absolut zuverlässig und kompetent gilt und sich in einzigartiger Weise als Ortssprecher im Gemeinderat Untermerzbach sachkundig einbracht hätte.

Drei Kandidaten zur Wahl

Vorgeschlagen wurden zur Wahl: Marion Häfner, Norbert Lohneiß und Frank Wohlleben, die alle drei erklärten, im Falle ihrer Wahl das Ortssprecheramt anzunehmen. Die Wahl wurde geheim durchgeführt, 39 Personen waren stimmberechtigt und gaben ihre Stimmzettel in die Urne ab. Eine Person enthielt sich der Stimme, 38 Stimmen waren gültig.

Große Mehrheit für Lohneiß

Davon entfielen auf Norbert Lohneiß 20, auf Marion Häfner zwölf und auf Frank Wohlleben sechs Stimmen. Somit wird Norbert Lohneiß, dem mit Beifall gedankt wurde und der auch die Glückwünsche von Bürgermeister Helmut Dietz entgegennehmen konnte, für weitere sechs Jahre im Gemeinderat mitwirken.

Lohneiß bedankte sich bei den Wählern für deren Vertrauen und sicherte zu, sich mit ganzer Kraft dem Amt zu widmen und sich zum Wohle der Bürger einzusetzen. Der Ortssprecher hatte die unterfränkische Gemeinde schon durch schwere Zeiten begleitet, wie beim Pflegeskandal in der Seniorenresidenz oder den Diskussionen um einen Solarpark in Buch.