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Gädheim
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Gibt es Anbau-Alternativen für den Kindergarten?

In der Gemeinde Gädheim zeichnet sich ein Bürgerentscheid wegen der Erweiterung des Kindergartens ab. Jetzt wurden weitere Möglichkeiten besprochen.
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Baulich umsetzbar wäre ein Anbau an das bestehende Gebäude (rechts), wozu die Holzkonstruktion (links) jedoch  abgerissen und ebenfalls neu aufgebaut werden müsste. Die Kosten würden erheblich steigen. Christian Licha
Baulich umsetzbar wäre ein Anbau an das bestehende Gebäude (rechts), wozu die Holzkonstruktion (links) jedoch abgerissen und ebenfalls neu aufgebaut werden müsste. Die Kosten würden erheblich steigen. Christian Licha
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Vor dem Hintergrund des bevorstehenden Bürgerentscheids in Gädheim, mit dem der Anbau des Kindergartens verhindert werden soll, der eine Ortsstraße zur Sackgasse machen würde, traf sich Bürgermeister Peter Kraus (CSU) vor Ort mit über 50 Bürgern und vielen Gemeinderäten. Zweck des Termins war, Alternativen vorzustellen, damit die Straße "Am Kindergarten" weiterhin befahrbar bleiben kann.

Bürgermeister Kraus stellte eine Variante vor, die Architekt Rainer Kitzinger erarbeitet hatte. Demnach wäre ein Anbau im Norden grundsätzlich baulich umsetzbar, wozu aber zusätzlich ein bisher bestehender Gebäudeteil in einer Holzkonstruktion abgerissen und neu gebaut werden müsste. Zum Innenausbau gab es insgesamt drei Vorschläge, wobei die einzelnen Räume der Kinderkrippe und Regelgruppen jeweils anders angeordnet sind.

Für die bisherige Planung, die kleine Ortsstraße zu überbauen, wurden bereits 400 000 Euro in den Haushalt der Gemeinde eingestellt. Nach groben Schätzungen des Architekten würden sich die Kosten bei dem Alternativvorschlag deutlich erhöhen und um die 650 000 Euro betragen.

Nadine Henneberger, die Leiterin des Kindergartens, nahm aus pädagogischer Sicht Stellung zu den Planungen. Der seinerzeit vom Gemeinderat beschlossene Anbau im Süden sei die einzig sinnvolle Lösung. Hier seien alle Räume perfekt angeordnet, so dass ein sinnvoller Arbeitsablauf erfolgen kann.

Außerdem störten die Bauarbeiten nicht, die außerhalb des Kindergartengeländes stattfinden, so Henneberger. Bei einem Anbau im Sinne des Alternativvorschlages hätte man die Baustelle mitten im Hof beziehungsweise auf dem Spielplatz, was nicht optimal sei und viele Einschränkungen bedeute.

Gleichwohl ist ein Anbau nach ihrer Aussage dringend notwendig, da man bereits vier Jahre mit einer Notlösung lebe. Die Kindertagesstätte habe schon zwei Kindern für das kommende Kindergartenjahr wegen Platzmangels absagen müssen, beschrieb sie den Handlungsbedarf.

"Wir werden unsere Hausaufgaben machen", versprach Bürgermeister Peter Kraus. Mit der Regierung von Unterfranken sei bereits abgestimmt, dass die neuen Pläne umgehend auf Machbarkeit geprüft werden. Bis zur nächsten Gemeinderatssitzung im März soll eine Stellungnahme der Behörde vorliegen.