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Ebelsbach
Investition

Gemeinderat stoppt Verfall des Sportgeländes

Rund 100 000 Euro will das Gremium für die Sanierung der Sportstätte in Ebelsbach in die Hand nehmen und die Anlage wieder auf Vordermann bringen.
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Blick auf das großzügige Sportgelände mit Fußballplatz und Leichtathletikanlagen in Ebelsbach. Die Laufbahnen sind aber teilweise als rote Aschenbahnen kaum mehr zu erkennen und von Gras und Unkraut durchwuchert. Hier soll eine Sanierung erfolgen.Günther Geiling
Blick auf das großzügige Sportgelände mit Fußballplatz und Leichtathletikanlagen in Ebelsbach. Die Laufbahnen sind aber teilweise als rote Aschenbahnen kaum mehr zu erkennen und von Gras und Unkraut durchwuchert. Hier soll eine Sanierung erfolgen.Günther Geiling
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Das großzügig angelegte Sportgelände in Ebelsbach, an dem der Zahn der Zeit nagt, soll saniert werden. Diesen Beschluss fasste das Gremium unter Leitung von Bürgermeister Walter Ziegler (BNL) einstimmig.
Bürgermeister Ziegler erinnerte daran, dass das Sportgelände vor etwa 40 Jahren an dieser Stelle neu errichtet und seit dieser Zeit außer kleineren Unterhaltungsmaßnahmen auch nicht viel investiert worden sei. Besonders auf den Laufbahnen und Segmenten hinter den Toren schreite die "Verunkrautung" voran, die durch den Schotteraufbau gehe und nicht aufzuhalten sei. Dies sei ein dynamischer Vorgang.
Mit dem Bauausschuss habe eine Besichtigung stattgefunden und Sanierungs- und Unterhaltungsmaßnahmen seien erörtert worden. Außerdem habe die Bauverwaltung dann noch einmal mit den Gemeinderäten Martin Horn (SPD) und Roland Metzner (CSU) diese Maßnahmen auf die notwendigen Bedürfnisse für den Vereins- und Schulsport angepasst.
Folgende Arbeiten sollten demnach ausgeführt werden: Sanierung der 100-Meter-Laufbahn und der 400-Meter-Rundlaufbahn, Begrünung der Kreissegmentflächen hinter den Fußballtoren, Sanierung und Umbau des Allwetterplatzes, Anschaffung einer neuen Hochsprungmatte sowie die Herausnahme von Pflasterflächen.
Namens des SV Rapid Ebelsbach berichtete Gemeinderat Tobias Ziegler (BNL) aus einer Besprechung, dass für den Verein die Sanierung der Laufbahnen höchste Priorität habe. Auch die Kreissegmente sollten begrünt und vielleicht auch die Diskusanlage entfernt werden, da sie die letzten 20 Jahre nicht genutzt worden sei. Der Hartplatz sei im Moment für den Sportbetrieb ausreichend. Allerdings müssten die Weit- und Hochsprunganlage ausgebessert werden.
Eine Überlegung wäre noch, den Pflasterweg zu entfernen und damit das Ausweichspielfeld so zu erweitern, dass man den Platz sowohl quer als auch längs bespielen könnte. Das würde den Platz während des Jahres an verschiedenen Stellen schonen. Um ein vollwertiges Spielfeld zu erhalten, müsste man auch die Flutlichtanlage erweitern. Die Kugelstoßanlage solle erhalten bleiben, und es stelle sich die Frage, ob man nicht auch ein Volleyballfeld integrieren könnte, sofern die Kugelstoßanlage verlegt wird.
Gemeinderätin Hedi Kraft (CSU) warf die Frage auf, ob bei diesen Überlegungen auch die Schule mit einbezogen worden sei. Bürgermeister Walter Ziegler vertrat die Meinung, dass sich die Situation für die Schule durch diese Sanierung nicht verschlechtere und alles gemacht werde, was gebraucht wird. Dennoch werde er noch die Schulleitung darüber informieren.
Auch die Frage nach einer eventuellen Bezuschussung wurde angesprochen. Eine solche sei ja nur über den BLSV möglich, und hier habe er mit BLSV-Bezirksvorsitzendem Günther Jackl gesprochen. Erste Voraussetzung wäre, dass der SV Rapid Ebelsbach dann Bauträger wird. Ein zweiter Punkt wäre die Art und zeitliche Nutzung der Anlage, die mit sechs Stunden in der Woche angegeben sei. Mit dieser geringen Nutzung scheide aber eine Fördermöglichkeit über die Leichtathletik aus.
Die Räte gingen dann noch einmal die einzelnen Bereiche für eine Sanierung durch. Gemeinderat Christian Zehendner (CSU) sprach den Allwetterplatz an, der nur ausgebessert werden solle. Er stellte in den Raum, ob nicht eine komplette Sanierung sinnvoller wäre. Dabei wurden die Kosten in die Waagschale geworfen, die schon für die Hälfte des Platzes mit rund 90 000 Euro veranschlagt sind. Der ganze Platz käme nach den Worten von Gemeinderat Martin Horn (SPD) wohl auf mindestens 130 000 Euro. Diese Maßnahme zog man deswegen nicht in die Überlegungen ein. Als Kompromiss wollte das Gremium nur eine einheitliche Beschichtung darüberziehen.
Der Gemeinderat sprach sich abschließend einmütig dafür aus, ein Sanierungspaket in Höhe von 100 000 Euro zu schnüren. Dies würde ausreichen, um die Sportanlage wieder in einen besseren Zustand zu versetzen.


Kinderspielplatz als Hundeklo

Diskussionen gab es dann zu dem Kinderspielplatz gleich im Anschluss an das Sportgelände. Gemeinderat Helmut Schöpplein (CSU) störte sich daran, dass der Spielplatz "ziemlich verkotet" sei, und das obwohl Vorrichtungen für ein Hundeklo bereitstünden. Dieser Weg durch den Spielplatz werde auch von vielen Hundebesitzern genutzt, die ihren Hunden freien Lauf lassen. Er warf die Frage auf, ob man nicht am Rande einen extra Fußweg, abgetrennt vom Spielplatz, anlegen könnte.
Gemeinderat Florian Mayer (BNL) brachte die Einzäunung der beiden Spielbereiche ins Gespräch, aber zu einer abschließenden Lösung kam es nicht. Bürgermeister Ziegler schlug deswegen eine Besichtigung bei einer der nächsten Sitzungen vor.


Ausbau der Dorfstraße in Steinbach

Diskussionen gab es auch um den Ausbau der Dorfstraße in Steinbach, die verschiedentlich von Gemeinderat Christian Zehendner (CSU) bei einem Gespräch mit Tiefbauleiter Alfons Schanz (Landratsamt) angemahnt worden war. Nun sei in dieser Woche vom Kreisausschuss für Bau und Verkehr der notwendige Beschluss gefasst und ein Ingenieurbüro mit der Planung der Maßnahme beauftragt worden.
Wie Bürgermeister Walter Ziegler erläuterte, werde das Pflaster herausgenommen und die Straße mit einer Bitumendecke versehen. Die veranschlagten Baukosten von 100 000 Euro verteilten sich auf den Landkreis Haßberge mit 60 000 Euro und die Gemeinde Ebelsbach mit 40 000 Euro. Im Vorfeld wolle man noch eine Kanalbefahrung vorsehen und die Notwendigkeit eines Austausches von Schiebern für die Wasserversorgung prüfen.
Gemeinderätin Hedi Kraft (CSU) ging auf das Zukunftsprojekt der Umgehungsstraße in Richtung Stettfeld ein und fragte nach, ob man hier der Straße entlang auch einen Radweg vorgesehen habe. Wenn nicht, sollte man das auf jeden Fall mit einbeziehen oder zumindest prüfen.
Ortssprecherin Anette Kutzner (BNL) aus Schönbach meinte allerdings, dass die Radfahrer doch die Straße durch den Ort nutzen könnten, während Gemeinderat Helmut Schöpplein (CSU) auf den Radweg von Stettfeld nach Ebelsbach verwies, der dann diese Straße kreuzen müsste. Da wäre es schon sinnvoll einen neuen Radweg bis zum Bahnhofgelände anzulegen. Man kam überein, dies in der Planung auf jeden Fall zu prüfen.
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