Rauhenebrach
Punktlandung

Gemeinde Rauhenebrach präsentiert sich nun mit einer modernen Verwaltung

Die Rathaussanierung in Untersteinbach ist abgeschlossen. Wie geplant konnten die Verwaltungsmitarbeiter ihre neuen Büros zum Ferienbeginn beziehen.
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Stefanie Adam (links) und Heike Pfrang sind die Verwaltungsleiterinnen in Rauhenebrach. Sie freuen sich über ihr neues, helles Büro. Ob die Fenster Vorhänge bekommen, darüber denken sie noch nach.Sabine Weinbeer
Stefanie Adam (links) und Heike Pfrang sind die Verwaltungsleiterinnen in Rauhenebrach. Sie freuen sich über ihr neues, helles Büro. Ob die Fenster Vorhänge bekommen, darüber denken sie noch nach.Sabine Weinbeer
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Ziemlich viel Bewegung hatten die Aktenordner der Gemeindeverwaltung Rauhenebrach in den letzten Monaten, aber jetzt sind sie - und alle Mitarbeiter - endgültig wieder an ihrem Platz. Das Rathaus in Untersteinbach präsentiert sich jetzt energetisch saniert, mit behindertengerechtem Zugang und einem ganz neuen inneren Erscheinungsbild, wie es einer modernen Verwaltung entspricht.
Rechts vom Eingang des Rathauses der Gemeinde Rauhenebrach ist das alte Schulhaus von Untersteinbach, links neben dem Eingang wurde in den 70er Jahren ein Bürotrakt angebaut und im Untergeschoss die Feuerwehr untergebracht. Dort zog später der Gemeindebauhof mit seiner Werkstatt ein.


Maßnahmen für die Barrierefreiheit

Schon lange hatte man sich im Gemeinderat mit dem Wunsch befasst, das Rathaus zu modernisieren. Als es Bürgermeister Matthias Bäuerlein gelang, in das Kip, das Kommunale Investitionsprogramm, aufgenommen zu werden, gab es einen hohen Zuschuss für zwei Teile der Sanierung: für die energetische Verbesserung und für Maßnahmen für die Barrierefreiheit. Für gehbehinderte Besucher wurde jetzt der rückwärtige Eingang so angelegt, dass der Zugang zur Verwaltung direkt vom Behindertenparkplatz aus möglich ist, und auch eine Behindertentoilette wurde errichtet.
Im Keller arbeitet (derzeit eher weniger) eine moderne Pelletsheizung, auf dem Dach produziert eine Photovoltaikanlage Strom. Neue Fenster isolieren besser und haben eine integrierte Lüftung. Das alles war mit rund 355 000 Euro veranschlagt. Annähernd 90 Prozent davon übernimmt der Freistaat.
Von Beginn an planten Bürgermeister Matthias Bäuerlein und sein Gemeinderat aber einen zweiten Bauabschnitt, denn auch innen waren allerhand Umbauten nötig. "Unser Bauhof hatte keine vernünftigen Sozialräume, die Büros waren eng, die Möbel abgenutzt. Mit neuen Fenstern war es da nicht getan", erklärt Bürgermeister Bäuerlein bei einem Rundgang.


Karrierechance trotz Teilzeit

Eine offene, moderne Verwaltung präsentiert sich da jetzt. Der Besucher erkennt gleich, dass er von Peggy Leiste an der offenen Service-Theke erfährt, wo er mit seinem Anliegen richtig aufgehoben ist.
Natürlich kann nicht die ganze Verwaltung so offen gestaltet sein, denn in einem Rathaus wird auch mit sensiblen Daten gearbeitet, und vertrauliche Gespräche sind zu führen. Deshalb hat beispielsweise das Büro von Kämmerer Burkhard Wengel eine Tür, die er allerdings nur bei Bedarf schließt - und ein Schalter-Fenster.
Gleich nebenan sitzen sich Heike Pfrang und Stefanie Adam gegenüber. Die beiden jungen Mütter teilen sich die Geschäftsführung - auch ein Zeichen einer modernen Verwaltung. Beide sind hervorragend ausgebildet, in Rauhenebrach fest verwurzelt und freuten sich über die Karrierechance trotz Teilzeit. Weil die Gemeinde mehreren Mitarbeitern Teilzeitregelungen ermöglicht, wurden insgesamt zwölf Arbeitsplätze geschaffen, so dass in der Regel jeder seinen eigenen Schreibtisch hat.
Beim Mobiliar und der Beleuchtung "haben wir sehr auf Ergonomie geachtet", erklärt Bürgermeister Bäuerlein, denn es liegt ihm am Herzen, dass das Arbeitsumfeld passt, und "ein guter Stuhl ist viel günstiger als ein Mitarbeiter, der ständig von Rückenschmerzen geplagt wird". Da hat er selbst seine Erfahrungen gemacht.


Mitarbeiter sind sehr zufrieden

Die Mitarbeiter sind denn auch sehr zufrieden mit ihrem neuen Arbeitsumfeld. Ohne Murren hatten sie das Übergangs-Domizil im Sitzungssaal unter dem Dach bezogen, alle Schränke, Schreibtische und Akten hinauf geschleppt und jetzt wieder zurück. Während unten die Bohrhämmer arbeiteten, lief die Verwaltung im Provisorium wie am Schnürchen. Nur manchmal waren Telefonate ein bisschen schwierig. Aber echte Pannen blieben aus.
Die Sozialräume für den Bauhof sind noch nicht fertig, "aber insgesamt kann man sagen, dass wir zeitlich eine Punktlandung hingelegt haben. Alle beteiligten Firmen und der Bauhof haben reibungslos Hand in Hand gearbeitet", freut sich der Bürgermeister. Und das Budget von 400 000 Euro dürfte auch genügen.
Dafür spart die Gemeinde nun im Dauerbetrieb: Mindestens 20 Prozent weniger Heizkosten hat der Planer im Vorfeld prognostiziert - und eine entspannte, freundliche Atmosphäre im Rathaus ist ohnehin nicht mit Geld zu bezahlen.


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