Haßfurt
Parents for Future

Für den Erhalt der Natur und eine Umkehr

Rund 150 Demonstranten setzten sich in Haßfurt lautstark und entschieden für den Klimawandel an.
Artikel drucken Artikel einbetten
Um die 150 Menschen der Haßfurter Parents-for-Future-Bewegung setzten sich mit einem Marsch zum Marktplatz für den Klimaschutz ein. Christian Licha
Um die 150 Menschen der Haßfurter Parents-for-Future-Bewegung setzten sich mit einem Marsch zum Marktplatz für den Klimaschutz ein. Christian Licha
+7 Bilder

Mit einen rund zwei Kilometer langen Marsch vom Schulzentrum bis zum Marktplatz machten am Freitag um die 150 Menschen im Rahmen der Haßfurter Parents-for Future-Bewegung auf ihre Forderungen für einen raschen Klimawandel aufmerksam. Ausgestattet mit einem Sarg, einer Weltkugel und zahlreichen Transparenten zogen die Kinder, Eltern und Großeltern quer durch die Kreisstadt, angelehnt an die bisherigen Fridays-for-Future-Aktionen.

An einer Zwischenstation packte die Schülerin Moesha-Shiva Nitzold vor den versammelten Demonstranten das große Klimapaket aus und war sichtlich enttäuscht, als sie den Inhalt zutage förderte. Ein kleines Paketchen, etwa so groß wie eine Hand, kam zum Vorschein, das die Enttäuschung der Klimaschützer symbolisieren sollte.

Für knapp zehn Minuten wurde auch der Verkehr an Haßfurts Knotenpunkt, dem Ezo-Kreisel, lahmgelegt. Hier malten die Aktivisten neben Parolen wie zum Beispiel "Kapitalistische Kackscheiße" auch Blumen mit Kreide auf die Straße.

Auf dem Marktplatz ergriff der 88-jährige Künstler Herman de Vries aus Eschenau das Wort. Mit seinen Worten beschrieb er, wie die Menschen dabei sind, die Lebensgrundlage Natur zu zerstören, und forderte eine Umkehr. Die Angebote der Politik solle man kritisch sehen, sagte de Vries und rief die Teilnehmer dazu auf, durchzuhalten und weiterzumachen: "Kunst ist das, was wir aus unserem Leben und der Welt machen. Also seid ihr alle Künstler!"

Auch zahlreiche Jugendliche ergriffen das Wort. Frieda Göbel und Moesha-Shiva Nitzold ernteten großen Beifall für ihr selbstgedichtetes Lied für den Klimaschutz. Im Anschluss gab es für jeden Interessierten die Möglichkeit, auf die Bühne zu gehen und seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen.

"Wir sind verwöhnt von der letzten Veranstaltung", sagte Organisator Christoph Appel in Bezug auf die Teilnehmerzahl. Dennoch zeigte er sich angesichts der kalten Witterung zufrieden mit dem Verlauf der rund zweistündigen Demonstration.

Auch aus Sicht der Polizei lief alles in geordneten Bahnen. Mit mehreren Beamten und Streifenwagen sorgte die Polizeiinspektion Haßfurt für ein sicheres Vorankommen des Demonstrationszuges.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren