Untermerzbach
Jahresempfang

Freistaat würdigt den Helferkreis

Auf Helfer, Vorreiter und Aktivisten in vielen Bereichen kann die Gemeinde Untermerzbach in vielen Bereichen bauen. Alle zwei Jahre hebt sie einige davon besonders heraus.
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Stolz zeigte Bürgermeister Helmut Dietz die Urkunde, welche die Gemeinde für die Gestaltung ihres Friedhofes in Memmelsdorf erhalten hat. Foto: Helmut Will
Stolz zeigte Bürgermeister Helmut Dietz die Urkunde, welche die Gemeinde für die Gestaltung ihres Friedhofes in Memmelsdorf erhalten hat. Foto: Helmut Will
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Im zweijährigen Rhythmus gibt es bei der Gemeinde Untermerzbach einen Jahresempfang. Am Freitag war es wieder soweit. Bürgermeister Helmut Dietz (SPD) konnte zahlreiche Personen in der Turnhalle der Grundschule als Gäste, "Mitgestalter" und Helfer der Gemeinde willkommen heißen.
"Wir wollen heute Menschen aus unserer Mitte würdigen und auszeichnen. Mitbürgerinnen und Mitbürger, die sich ehrenamtlich engagieren, die sich für andere einsetzen, die zum Gemeinwohl beitragen und ihre Heimatorte oder die gesamte Gemeinde fördern und unterstützen, damit etwas Bedeutendes leisten und die Gesamtgemeinde liebens- und lebenswert machen", sagte Dietz. Ohne die vielen Freiwilligen, die sich in der Gemeinde und ihren Vereinen einsetzen, wäre ein Gemeindeleben nicht möglich, fand er. Kreative und kulturelle Projekte könnten sonst nicht umgesetzt werden.
Dies sei nur möglich durch die Tatkraft und den Einsatz der Menschen, die hier leben, arbeiten und investieren.


Im karatesport vorn

Bürgermeister Helmut Dietz und seine Stellvertreter, Siegfried Kirchner (Bürgerblock/FW) und Dieter Reisenweber (CSU) würdigten Mitglieder des Karateverein Dojo Untermerzbach. Aus dem Schülerbereich waren diesMerle Keist, Nora Müller und Benedikt Bartelmann. Sie waren in den Jahren 2014 bzw. 2015 auf unterfränkischer und bayerischer Ebene mit vorderen Plätzen erfolgreich.
Bei der Jugend waren dies Patrick Schneider, Tim Bartelmann und Yannick Gemeinhardt. Max Rubeck war mit ersten bis dritten Plätzen neben unterfränkischen und bayerischen Erfolgen auch bei der Deutschen Meisterschaft und bei internationalen Turnieren erfolgreich.
Bei den Senioren konnten Nadine Firnstein, Jacqueline Böhm, Alexander Schmitt und Sebastian Morgenroth sehr gute bis gute Plätze auf allen Ebenen erringen. Garanten des Erfolgs sind Cornelia Bartelmann, Andreas Schmitt, Manuela Mölter, Alexander Bauer, Sebastian Morgenroth und Alexander Schmitt, welche als Trainer zur Verfügung stehen.


Bewährter Sänger

Barbara Koch vom Gesangverein Liederkranz Memmelsdorf ist seit 1989 Mitglied im Gesangverein und hat sich hier in vielfältiger Weise verdient gemacht. So war sie längere Zeit 3. Vorsitzende und ist immer dabei, wenn es gilt Hand anzulegen. Sie ist eine der "guten Seelen" im Verein, wie Vorsitzender Michael Dieckmann sagt. Der SV Memmelsdorf meldete Manfred Michel zur Ehrung. Er ist seit 1961 Mitglied, war über Jahrzehnte Spieler und längere Zeit auch Trainer. Seit 2015 hat er sich erneut in die Ausbildung der Schüler und Jugend eingebracht.
Von der BRK-Bereitschaft Untermerzbach wurde Peter Kachelmaier gewürdigt. Seit 1971 ist er dort aktives ehrenamtliches Mitglied und zeigt vor allem bei Blutspendeterminen und der Mittelbeschaffung großen Einsatz.
Vom VfL Untermerzbach wurde Hubert Müller zur Ehrung gemeldet. Seit 1980 ist er Mitglied und er legt viel Augenmerk auf die Pflege der Außenanlagen, ist Betreuer der AH-Mannschaft, war Fußballer und Beirat im Verein und wirkt als Helfer im Vereinsleben mit. Er wurde zusätzlichvon der Gemeinde geehrt, da er als Bauhofleiter zu jeder Tages- und Nachtzeit ein zuverlässiger Mitarbeiter sei.
Von der Gemeinde wurde auch Josef Grundler geehrt, der von 2002 bis 2008 Ortssprecher in Gereuth war und von 2008 bis 2014 dem Gemeinderat angehörte. Er habe sich, insbesondere für den Ortsteil Gereuth. Auch für das "Projekt Dorfladen Untermerzbach" hat er sich stark engagiert und die Seniorenarbeit habe ihm am Herzen gelegen. Für sie alle gab es die Ehrennadel der Gemeinde Untermerzbach.


Selbsthilfe in Mememlsdorf

Stolz zeigte sich Bürgermeister Helmut Dietz auf die im Jahr 2008 gegründete Initiative in Memmelsdorf "Wir machen mit, wir machen weiter." Er nannte die Projekte der Initiative: Platzgestaltung an der Kreuzung Dorfmühle-Alsterweg, Schulhof, Platz an der Kreuzung Geiersbach, Martergasse und Kempfengasse, Friedhof Memmelsdorf. Für dieses außergewöhnliche bürgerliche Engagement zum Wohl ihres Heimatortes hätten die memmelsdorfer auch noch eine landesweite Auszeichnung der Gemeinde Untermerzbach erhalten. Der Dank ging an: Ute Schulze, Heinz Jahn, Siegfried Nestmann, Klaus und Hedwig Absmann, Angelika und Winfried Kremer, Jürgen Sippel, Manfred Michel, Uwe Zetzmann, Elke Schulz, Ingrid Dietz, Barbara Koch und Ewald Baetz. "Auch der Bürgermeister selbst legte bei manchen Projekten mit Hand an", ergänzte Zweiter Bürgermeister Siegfried Kirchner. Für die fleißigen Helfer gab es Gutscheine.
Musikalisch wurde die Feierstunde von der Fränkischen Volksmusikgruppe Gereuth begleitet. Zum Frankenlied und der Bayernhymne erklangen die Stimmen der Gäste, bevor das Buffet "gestürmt" wurde.
"Schauen wir zurück, machen wir uns unsere Gegenwart bewusst und gehen wir mit unseren Gedanken nach vorne in die Zukunft", sagte der Bürgermeister. Er warf einen Blick weit zurück bis zu Beginn der Weltkriege und zeigte den Weg zu einer demokratischen Zivilgesellschaft auf.


Voller Bedenken

"Laut einem Artikel gelten die Deutschen bei ihren Nachbarn als ein Volk der Bedenkenträger, das von Existenzängsten getrieben ist und Veränderungen hasst. Dies ausgerechnet in einem Land mit robuster Wirtschaft, geringster Arbeitslosigkeit und einem immer noch soliden Sozialsystem die Zukunftsängste grassieren, mag manchen verwundern", so Dietz. Terroranschläge sowie die Kriege in Syrien und der arabischen Welt, den Bürgerkriegen, lösten große Verunsicherung bei den Menschen aus. Vor allem aber die durch Terror und Krieg ausgelöste Flüchtlingswelle haben die Bürger unseres wohlhabenden Landes die Realität erleben lassen. "Hunderttausende; die bei uns Zuflucht suchen; zeigen uns, dass wir uns vor den Folgen von Krieg und dessen humanitären Folgen nicht abschotten können."
Man sollte, wie er meinte, lernen, vernünftig mit den Ängsten umzugehen, wie es s in der Gemeinde Untermerzbach der Helferkreis mit den der Gemeinde zugewiesenen Flüchtlingen vormache und -lebe. "Zwölf asylsuchende Frauen, Männer und Kinder leben seit August in der Gemeinde, von hier aus ein großer Dank an Sie, liebe Freiwillige des Helferkreises", sagte der Bürgermeister.


Wechsel am Ratstisch

Mit der Kommunalwahl im Jahr 2014 gab es Veränderungen am Ratstisch. Verdiente Gemeinderäte haben sich nicht mehr aufstellen lassen oder konnten die notwendigen Stimmen nicht mehr erreichen. Es kamen neue Gesichter, auch junge Gesichter, mit neuen Ideen und Gedanken dazu. Es ist für ein Gemeinderatsgremium gerade in unserer schnelllebigen Zeit wichtig, sich auf neue Herausforderungen einzustellen und einzulassen.
Dietz ging auf die neu aufgestellte Allianz mit den Verwaltungsgemeinschafen Baunach und Ebern und dem Markt Maroldsweisach ein, sprach die Initiative Rodachtal an, stellte die Synergieeffekte heraus, ging auf die eigene Wasserversorgung als wichtiges Glied der Versorgungssicherheit ein und sprach die Breitbandversorgung an.


Mittelpunkt aufgewertet

"Wichtige Mosaiksteine für unsere Infrastruktur sind gesetzt", so Dietz. Ein großes Projekt im vergangenen Jahr sei die energetische wie auch bauliche Sanierung des Rathauses gewesen. "Die energetische Sanierung baut auf unser Energiekonzept auf. Die bauliche Sanierung im Erdgeschoss mit neu angelegtem Eingangs- und Sanitärbereich und räumlicher Erweiterung der Büros war den beengten Arbeitsplätzen geschuldet. Zusammen mit der Überarbeitung der Außenfassade ist unser historischer Mittelpunkt der Gesamtgemeinde mit seiner neuen Ausstrahlung ein gelungenes Objekt und wird die Gemeinde viele Jahre repräsentieren."
Auch die laufenden Bürgerprojekte mit "Bürger helfen Bürgern", oder die Nahversorgung mit dem "Mio-Dorfladen" seien gut etabliert. Man müsse "am Ball" bleiben und sich für die Zukunft rüsten.
"Bürgerinitiativen zeigen, dass die Menschen gerne bei uns in der Gemeinde Untermerzbach leben und sich für deren Entwicklung, die Entwicklung ihres Umfeldes, interessieren", sagte Dietz. Erfreulich sei die Geburtenentwicklung der letzten beiden Jahre. "Sehen wir mit Mut in die Zukunft, nehmen wir die Dinge in die Hand, gehen wir auch einmal ein Risiko ein, das macht es auch, den Anforderungen der Zeit gerecht zu werden", schloss der Bürgermeister.

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