Gereuth
Jubiläum

"Feuerwehr Gereuth ein Paradebeispiel für bürgerschaftliches Engagement"

Die Feuerwehr Gereuth feierte ihr 125-jähriges Bestehen und den Gemeindefeuerwehrtag mit einer Spritzenweihe.
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Personalreferent Markus Lüttke weihte die Tragkraftspritzen der Feuerwehren Gleusdorf, Obermerzbach und Recheldorf ein.Helmut Will
Personalreferent Markus Lüttke weihte die Tragkraftspritzen der Feuerwehren Gleusdorf, Obermerzbach und Recheldorf ein.Helmut Will
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Gleich dreimal Grund zum Feiern gab es am Wochenende in Gereuth: Die hiesige Wehr konnte auf ihr 125-jähriges Bestehen zurückblicken, den Gemeindefeuerwehrtag ausrichten und gleich drei neue Tragkraftspritzen einweihen.
Am Samstagabend wurden die Spritzen eingeweiht. Pfarrerin Sonja von Aschen gestaltete mit Personalreferent Markus Lüttke einen lebendigen, auch feuerwehrbezogenen Gottesdienst im Festzelt vor dem Feuerwehrhaus. Im Anschluss wurden die Tragkraftspritzen für die Feuerwehren in Gleusdorf, Obermerzbach und Recheldorf eingeweiht. Die für Gereuth konnte nicht rechtzeitig zum Jubiläum geliefert werden. Bürgermeister Helmut Dietz versprach, auch diese einzuweihen.
"Die Feuerwehr Gereuth blickt mit Stolz auf ihre 125-jährige Geschichte zurück", sagte Kommandant Sebastian Meixner in seiner Begrüßungsrede. Schon um 1820 habe es in Gereuth eine Pflichtwehr gegeben. Meilensteine in letzter Zeit seien der Bau des Feuerwehrgerätehauses gewesen, das 2011 fertiggestellt wurde, und ein neues Löschfahrzeug im Jahr 2014.
Meixner machte deutlich, dass Feuerwehrdienst kein Hobby sei, sondern den ganzen Mann oder die ganze Frau erfordere. "Die Feuerwehren arbeiten ganz ohne Gegenleistung. Lasst uns heute uns einmal selbst feiern", sagte er.


Einsatzbereitschaft gewürdigt

"Besonders stolz macht mich als Kommandanten das Engagement und die Einsatzbereitschaft meiner Feuerwehrleute, die nicht nur bei Einsätzen Gesundheit und vielleicht auch Leben für den Nächsten einsetzen, sondern auch viel Freizeit für Übungen, Instandhaltung von Gerät, Bauarbeiten am Haus sowie für Vereinstätigkeiten eingebracht haben und einbringen", freute sich Sebastian Meixner.
Stolz war auch Bürgermeister Dietz. Die Feuerwehren im Gemeindegebiet seien wichtig, auch für das Gesellige in den Ortschaften. Die Gereuther Wehr könne stolz auf das Erreichte sein, verfüge sie doch über modernes Gerät, ein schönes Feuerwehrhaus, ein LF 8/6, einen neuen Mannschaftstransporter und eine Atemschutzgruppe. "Die Gemeinde hat in die Feuerwehr Gereuth viel investiert und ist auf alle ihre Feuerwehrkräfte stolz", sagte Dietz.
Die Personalsituation habe sich bei den Wehren im Gemeindegebiet verbessert, alle Wehren seien auf einem guten Stand. "Wir haben 214 Aktive in unseren acht Feuerwehren, 30 mehr als im Vorjahr, zudem 23 Jugendliche in der Jugendfeuerwehr und seit einem Jahr eine Kinderfeuerwehr", freute sich Helmut Dietz. Insgesamt habe Untermerzbach in seine Wehren 166 000 Euro investiert.
Der oberste Dienstherr der Feuerwehren im Landkreis, Landrat Wilhelm Schneider, führte aus, dass die Feuerwehr Gereuth ein Paradebeispiel für bürgerschaftliches Engagement sei. Der Landrat ging auf den Wandel bei den Feuerwehren in den letzten 125 Jahren ein. Die Anforderungen an Ausbildung und Einsatzspektrum seien enorm gestiegen. "Die Arbeit der Feuerwehren für die Bürger in allen erdenklichen Notsituationen verdient unsere Anerkennung und Respekt."
Der Landrat lobte auch die Jugendarbeit, die in Gereuth und im Gemeindegebiet Untermerzbach geleistet wird.
Kreisbrandrat Ralf Dressel dankte den Feuerwehrleuten von Gereuth. Das 125-jährige Bestehen sei Beweis dafür, dass sich in dem Dorf schon viele Generationen für die Feuerwehr eingebracht haben und einbringen. Hilfsbereitschaft sei auch in Zukunft nötig, weil die Anforderungen und Erwartungen an die Wehren größer denn je seien.


Verdiente Feuerwehrleute geehrt

Mit Landrat Schneider ehrte Kreisbrandrat Dressel verdiente Feuerwehrleute. Für 40 Jahre Dienst wurde Wilfried Schmidt aus Recheldorf, der dort auch einige Jahre Kommandant war, mit dem Feuerwehrabzeichen in Gold und einer Urkunde des bayerischen Innenministeriums geehrt. Für 25 Jahre Dienst erhielt Udo Schwappach aus Untermerzbach, der auch für die Jugendarbeit der Feuerwehren im Gemeindegebiet zuständig ist, eine Würdigung. Zwei Damen, Kerstin Wendler und Anita Karl aus Wüstenwelsberg, sind ebenfalls seit 25 Jahren bei der Feuerwehr aktiv.
Neben dem Landrat und dem Kreisbrandrat gratulierten den Geehrten auch Bürgermeister Helmut Dietz, Feuerwehrreferentin Sandra Schramm, Kreisbrandinspektor Thomas Habermann und Kreisbrandmeister Ralph Morgenroth.

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