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Haßfurt
Behandlung

Fachärzte im Landkreis Haßberge sind weiterhin bereit

Die Praxen des Medizinischen Versorgungszentrums im Kreis Haßberge sind für die Patienten da und wollen die Ansteckungsgefahr so gering wie möglich halten.
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"Wir sind weiter für Sie da!", lautet die Botschaft. Termine in der Chirurgischen Praxis des Medizinischen Versorgungszentrums in Haßfurt können weiterhin wahrgenommen werden. Foto: Haßberg-Kliniken/Praxisteam
"Wir sind weiter für Sie da!", lautet die Botschaft. Termine in der Chirurgischen Praxis des Medizinischen Versorgungszentrums in Haßfurt können weiterhin wahrgenommen werden. Foto: Haßberg-Kliniken/Praxisteam

Auch wenn das Coronavirus und seine Folgen unser aller Leben weiterhin fest im Griff haben, muss man auf den Besuch bei Fachärzten nicht verzichten. Darauf weist das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) hin. In den Praxen in Haßfurt, Ebern, Eltmann und Hofheim werden umfangreiche Vorsichtsmaßnahmen getroffen, um die Gefahr einer Infektion so weit wie möglich zu minimieren.

"Wir wollen Patienten die Angst nehmen", erklärt Wilfried Neubauer. In den vergangenen Tagen hatten immer wieder Gerüchte die Runde gemacht, in denen von möglichen Risiken oder gar von Praxisschließungen die Rede war. Diesen tritt der Geschäftsführer des Medizinischen Versorgungszentrums entschieden entgegen: "Wir erhalten die medizinische Versorgung der Bevölkerung aufrecht und tun alles dafür, die Ansteckungsgefahr so gering, wie es nur geht, zu halten." Dafür sei das MVZ aufgrund einer vorausschauenden Organisation durch das Hygieneteam um Peter Range und Eva-Maria Parissi, Hgyienebeauftragte des MVZ, bestens aufgestellt.

Termine bei den Fachärzten des MVZ in Haßfurt, Ebern, Eltmann und Hofheim könnten weiterhin abgesprochen und wahrgenommen werden. Allerdings müssten dabei einige Regeln und Sicherheitsmaßnahmen beachtet werden.

So läuft der Arztbesuch ab

"Wir bieten weiterhin die ambulante Versorgung in einem sicheren Umfeld durch geschultes medizinisches Personal, das mit der aktuellen Situation vertraut ist und mit Augenmerk auf die notwendigen Hygieneregeln und Vorsichtsmaßnahmen arbeitet", sagt Wilfried Neubauer.

Der Besuch beim Arzt laufe daher ein wenig anders ab als in normalen Zeiten. Das beginne schon im Vorfeld. Es sei wichtig, dass Patienten sich nicht einfach ohne Termin auf den Weg zum Facharzt machen, sondern in der jeweiligen Praxis anrufen, um einen Termin zu vereinbaren und die Mitarbeiter dort im Voraus zu informieren. Zum Arztbesuch selbst sollte man sich dann allein auf den Weg machen. Begleitpersonen, zum Beispiel Kinder oder Angehörige, dürften die Praxis nicht betreten. Diese sei alleine den Patienten, dem Personal und den Ärzten vorbehalten. Bei der Anmeldung in der Praxis werde dann ein sogenanntes Screening durchgeführt. Dabei werde bei den Patienten Fieber gemessen. Zudem würden mögliche Grippesymptome und Risikofaktoren abgefragt. "Es ist wichtig, dass die Fragen zuverlässig und wahrheitsgemäß beantwortet werden", setzt Eva-Maria Parissi auf das Verständnis und Verantwortungsbewusstsein der Besucher.

Die Mitarbeiter und Ärzte in den Praxen würden Mund- und Nasenschutz tragen. "Nicht, um den Patienten Angst zu machen", führt die Hygienebeauftragte des MVZ aus. "Ganz im Gegenteil: Es handelt sich um allgemeine Maßnahmen zum Schutz unserer Patienten und Mitarbeiter."

Sicherheitsmaßnahmen

Damit bei der Anmeldung der Mindestabstand von gut eineinhalb Metern eingehalten werden kann, steht vor den Theken in den Praxen ein zusätzlicher Tisch. In den Wartezimmern wird der Abstand dadurch gewahrt, dass zwischen den Patienten zwei Stühle frei gelassen werden müssen und nie mehr als vier Patienten gleichzeitig im Raum sein dürfen.

Für die radiologische Praxis des MVZ in Haßfurt und die chirurgische Praxis in Ebern, die sich in den Krankenhausgebäuden befinden, gelten die gleichen Regeln, die auch in den anderen Praxen des MVZ zur Anwendung kommen. Obwohl Krankenhäuser eigentlich nicht von Besuchern betreten werden dürfen, können Patienten, die einen vereinbarten Termin haben, problemlos zu den Ärzten gelangen. "Auch in diesen Praxen können Termine wahrgenommen werden", berichtet Wilfried Neubauer. Die Besucher durchlaufen dabei in der zentralen Patientenaufnahme in Haßfurt oder an der Krankenhaus-Pforte in Ebern das Screening, bekommen eine Behelfsmaske und können danach die Praxisräume aufsuchen.

Wer bereits Grippesymptome wie Husten, Schnupfen, Halskratzen, infektionsbedingte Atemnot, Fieber oder eventuell Durchfall hat oder Kontakt zu einer mit Convid-19 erkrankten Person hatte, der sollte besondere Vorsicht walten lassen und das Personal in den Praxen bereits bei der telefonischen Terminabsprache darüber informieren.

"Wenn es aber akute Probleme gibt, die eine Behandlung erfordern, dann darf man natürlich in die Praxis kommen", macht MVZ-Geschäftsführer Wilfried Neubauer klar.

Der Patient bekommt in diesem Fall ebenfalls eine Behelfsmaske und wird behandelt. "Danach empfehlen wir, dass er sich in freiwillige häusliche Quarantäne begibt und das weitere Vorgehen mit dem Bereitschaftsdienst der KVB bespricht", erläutert Eva-Maria Parissi und macht klar: "In unseren Praxen werden keine Corona-Tests vorgenommen und auch keine Abstriche genommen. Termine dafür gibt es ausschließlich über die KVB." Deren ärztlicher Bereitschaftsdienst könne unter der Rufnummer 116117 erreicht werden.red