Haßfurt
Bildung

"Es war eine sehr schöne Zeit"

Die beiden Abiturienten Tamara Klopf und Tony Oehm blicken auf ihre Schulzeit und in die Zukunft.
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Die Abiturienten am Regiomontanus-Gymnasium Haßfurt mit Schulleiter Max Bauer (rechts). 179 junge Leute haben die Prfüungen absolviert.Alexandra Weber
Die Abiturienten am Regiomontanus-Gymnasium Haßfurt mit Schulleiter Max Bauer (rechts). 179 junge Leute haben die Prfüungen absolviert.Alexandra Weber
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179 Abiturientinnen und Abiturienten am Regiomontanus-Gymnasium Haßfurt erhielten aus den Händen von Oberstudiendirektor Max Bauer das Zeugnis der Reifeprüfung und wurden in die "Freiheit" entlassen. Wie sie ihre Schulzeit erlebten und was nach dem Abitur kommt, haben stellvertretend für alle Absolventen Tamara Klopf (Knetzgau) und Tony Oehm (Sylbach) im Gespräch mit unserer Zeitung verraten.

"Die freie Zeit genießen", so lautet der Kommentar bei vielen Abiturienten. Auch Tamara Klopf will erst einmal etwas reisen, die Zeit mit Freunden genießen, ein bisschen feiern, etwas Schlaf nachholen und sich mehr Zeit für ihre Hobbys nehmen. Die Abiturprüfungen waren für die 17-Jährige eine Herausforderung, weil sie nicht wusste, was da genau auf sie zukommt. Bei den Lieblingsfächern ging die Jugendliche aus Knetzgau noch recht gelassen in die Prüfungen. "Während mir bei den anderen Prüfungen schon mal das Herz in die Hose rutschte", gab die Abiturientin zu. Im Nachhinein habe sich der Aufwand gelohnt und die aufregende Abiturphase könne sie nun beruhigt hinter sich lassen.


Viel Spaß

Die Schule an sich hat Tamara Klopf sehr viel Spaß bereitet, wie sie berichtet. Tolle Erlebnisse, wie etwa der Schüleraustausch oder eine Studienfahrt, haben ihrer Meinung nach den Schulalltag zusätzlich bereichert. "Ich bin das Lernen und den Unterricht eher mit Leichtigkeit angegangen und die Pausen habe ich immer sehr gerne mit meinen Freunden verbracht", sagte die 17-Jährige, die Mathematik und Sporttheorie zu ihren Lieblingsfächern zählt. Ab Oktober wird Tamara Klopf ein duales Studium im Landratsamt Haßfurt beginnen.

"Es war eine sehr schöne Zeit", reflektiert Tony Oehm aus Sylbach seine Schullaufbahn. Für den 18-Jährigen war zwischen den Prüfungen noch genügend Zeit, sich mit Freunden zu treffen und den eigenen Hobbys nachzugehen. In der Oberstufe lag der Fokus auf den Kernfächern sowie den selbst gewählten Fächerkombinationen. Eine besondere Vorliebe hat der junge Mann für die naturwissenschaftlichen Fächer wie Mathematik, Chemie und Physik, welche für ihn viel mit logischem Denken oder grundlegenderen Zusammenhängen zu tun haben. Tony Oehm hat jährlich an der Matheolympiade und an "Jugend forscht" teilgenommen. Der Abiturient hat seine Facharbeit, die sogenannte W-Seminararbeit, für den Dr.-Hans-Riegel-Fachpreis 2018 an der Universität Erlangen eingereicht und den ersten Preis in Physik erhalten, worüber er sich besonders freut. Aber auch Sozialkunde zählte zu den Lieblingsfächern, da der Abiturient dort sein politisches Wissen und seine Interessen nutzen und sich in Debatten einbringen konnte.

Direkt nach dem Abi wird natürlich erst mal gefeiert und die Zeit genutzt, um mit Freunden in Urlaub zu fahren. Aber der "Ernst des Lebens" holt ihn noch früh genug ein, da er bereits in der letzten Augustwoche mit einem International Management Studium beginnt.



Stabiles Wissen hilft auch in Zeiten des digitalen Wandels

"Sich feiern lassen und den Abschluss würdig genießen." So lautete das Motto für 179 Abiturientinnen und Abiturienten am Regiomontanus-Gymnasium Haßfurt. Die jungen Frauen und Männer standen am Freitagnachmittag während einer großen Abschiedsfeier im Rampenlicht. Im "Silberfisch", dem Ganztagsgebäude des Schulzentrums, wurden sie nach zwölf Jahren Schulzeit offiziell entlassen. Im Beisein von zahlreichen Gästen überreichte Oberstudiendirektor Max Bauer die Zeugnisse mit dem Abschluss der Allgemeinen Hochschulreife.


Entwicklung

Der Schulleiter ging auf den Prozess des Erwachsenwerdens ein, an dem die Schule seiner Meinung nach keine unerhebliche Rolle spielt. Dem Auftrag gemäß solle in der Schule für das Leben gelernt werden, sie sei aber auch eine Art Schonraum und elternfreie Zone, in die man sich zurückziehen könne. Zum Erwachsensein gehört laut Bauer, die richtige Balance zu finden zwischen Spaß und Ernsthaftigkeit des Tuns. Dies bedeute: Schwierigkeiten und Rückschläge des Lebens als Herausforderung ansehen, Gelerntes reflektieren und vernetzen, um eine Wissensbasis zu schaffen, auf der Neues entstehen kann. Das Wissen müsse, so Bauer, in den Köpfen vorhanden sein und nicht auf externen Festplatten oder bei Wikipedia. Als Beitrag zum Erwachsenwerden biete die Schule eine Vielzahl von Reibungsflächen bieten, wie etwa in der Auseinandersetzung mit Mitschülern oder den Lehrkräften. Dies eröffne dank der Altersmischung und der unterschiedlichen Handlungsfelder für die Entwicklung sozialer Kompetenzen hervorragende Übungsmöglichkeiten, sagte er.
Gymnasiale Bildung, die eine intellektuelle Begabung voraussetze, kann aus Sicht des Schulleiters nur erfolgreich sein, wenn man nicht vergisst, dass ein stabiles und gefestigtes Wissensfundament nur durch Üben und Wiederholen erreicht werden kann. So könne die gymnasiale Bildung im Zeitalter der digitalen Revolution nur gelingen, wenn das Gymnasium junge Menschen auch in Zukunft befähige, sich gegenüber ihrer Umwelt eigensinnig und kritisch zu verhalten, betonte Max Bauer.


Appell des Landrats

"Erfolg ist, wenn man auf viele Entscheidungen zurückblickt und sich dabei ein breites Grinsen in seinem Gesicht manifestiert." Mit einem Zitat des Unternehmensberaters Alexander Kissel gratulierte Landrat Wilhelm Schneider nicht nur den Abiturientinnen und Abiturienten zum bestandenen Abitur, sondern auch den Eltern. Sie hätten in den letzten Wochen mitgezittert und Freude und Enttäuschung geteilt sowie in den vergangenen Jahren viel Kraft, Freude und Liebe investiert, um sich nun stolz auf Tochter oder Sohn zu zeigen, die ihr Abiturzeugnis erhielten.
Mit dem Abiturzeugnis in der Tasche sind die jungen Frauen und Männer nach Meinung des Landrats nun bestens für die "Reise in die Zukunft" gerüstet. Schneider warb dafür, dass sie in der Region bleiben. Der lebenswerte und familienfreundliche Landkreis sei auch ein florierender Wirtschaftsstandort.


Auszeichnungen

Für die besten Abiturienten und Leistungen gab es Preise. Gleich zwei Abiturientinnen legten ihre Abiturprüfungen mit der Traumnote 1,0 ab. Dies sind Fabienne Göpfert aus Junkers-dorf und Paula Wunderlich aus Sulzbach. Milena Enders aus Zeil und Leonie Rauschmann aus Haßfurt lagen mit 1,1 und Celine Freiberger mit 1,2 nur knapp dahinter. Alle fünf Schülerinnen bekamen den Preis des Elternbeirats für die beste Gesamtleistung sowie teilweise weitere Preise für besondere Leistungen in bestimmten Fächern: Fabienne Göpfert (Mathematik und Latein), Paula Wunderlich (Mathematik, Wirtschaft und Recht, Latein), Milena Enders (Deutsch und Mathematik), Leonie Rauschmann (Deutsch).

Weitere Preisträger wurden: Alena Hirschlein (Hofheim): Preis des Herrenhofbundes für die beste Leistung in den modernen Fremdsprachen.
Ferdinand Horch (Greßhausen): Preis des Herrenhofbundes für die beste Leistung in den Naturwissenschaften.
Laura Schumann (Kottenbrunn): Preis des Herrenhofbundes für die beste Leistung im gesellschaftswissenschaftlichen Bereich.
Luisa Dotzel (Gädheim) sowie Lena Prasser (Sylbach): Preis des Herrenhofbundes für die beste Leistung im musischen Bereich.
Anke Kretowicz (Sailershausen): Preis der Sparkasse für herausragende Leistungen in den Abiturprüfungen in Wirtschaft und Recht.
Marina Schemmel (Ottendorf): "Sur-Preis" des Elternbeirates (von der Gemeinschaftspraxis für Kinderheilkunde Behdjati-Lindner/Rein).


Sie haben das Abitur

Aidhausen: Sofia Fambach und Pauline Leicht
Donnersdorf: Theresa Hoch
Ebelsbach: Alisa Eisenacher, Linda Eisenacher, Isabell Hirsch, Johannes Kunzelmann, Celina Lengenfelder, Jan Lengenfelder, Maike Rautner
Eltmann: Lea Baumann, Luis Kremer, Hanna Reitz, Andrej Steinbeck, Eva-Maria Stößel, Alec Tanner, Florian Zier
Ermershausen: Anna-Lena Reinhart, Julia Then
Gädheim: Tobias Burger, Luisa Dotzel, Jonas Erickson, Ferdinand Horch, Marina Schemmel, Julia Sterlings
Haßfurt: Hanna Albert, Marie Appel, Simon Brand, Jessica Burger, Emely-Sophie Diem, Nele Engert, Carl-Philip Fischer, Joshua Fleischmann, Celine Freiberger, Maximilian Frey, Eleni Geus, Jari Geus, Timo Götz, Lukas Griebel, Isabel Grohe, Pauline Herterich, Eva Hertinger, Simon Heumann, Tom Höfler, Emma Hömerlein, Selina Hübschmann, Johanna Kampmann, Leonie Kampmann, Annkathrin Körner, Sharon Kozlik, Felix Kramer, Manuel Kraus, Anke Kretowicz, Lea Kretowicz, Jana Kurz, Alica Lenhardt, Daniela Lentz, Annkathrin Lurz, Fabian Mader, Niklas Markert, Giuliano Montana, Marius Mühlfeld, Aaron Neugebauer, Petra Nguyen, Tony Oehm, Lena Prasser, Leonie Rauschmann, Catharina Rein, Alicia Reuß, Madita Rieger, Julia Rieß, Jakob Röder, Lisa-Marie Sarré, Leon Scheming, Laura Schebak, Hanna Schmitt, Gabriel Schober, Maren Schneider, Hannah Schraudner, Sophie Schweßinger, Jule Scholz, Eva Trapper, Selina Uhl, Paula Welsch, Annika Wich, Dominik Wolf, Lea Zirkler, Aurora Zoeller Lopez
Herlheim: Sophie Walter
Hofheim: Robert Amend, Lisa Ebert-Baumann, Sarah Eiring, Lukas Grein, Alena Hirschlein, Hanna Holzheid, Viktoria Kipke, Amelie Lang, Katrin Klarmann, Leonie Müller, Carolin Neumeier, Anna-Lena Rödel, Jonas Schimmer, Vivienne Weinkauf, Paula Wunderlich, Lucas Wagner
Knetzgau: Michelle Beppler, Dominik Betz, Sophie Binder, Jakob Boardman, Judith Gütlein, Luca Hepp, Leonie Issing, Tamara Klopf, Stefan Kraus, Sabrina Mantel, Maria Philippov, Luca Schiavo, Samuel Schmidt, Raisa Seelmann, Angela Vogel, Cornelia Vogt, Tobias Wächter
Königsberg: Pia Becker, Carmen Eckert, Fabienne Göpfert, Lea Hofmann, Marie Kober, Niclas Krug, Christoph Liebender, Jannik Scheller, Isabel Schubert, Janik Bisevac, Lisa Krug, Laura Schumann
Maroldsweisach: Martina Marschallek
Oberaurach: Florian Genslein, Sonja Parissi
Riedbach: Jonas Bayer, Leon Berthold, Maximilian Diem, Emma Krug, Dustin Zschocke
Sand: Bastian Berthold, Lea Hammer, Lena Kotsalos, Lisa Magdalener, Johannes Rippstein, Katharina Ullrich
Theres: Sophie Bähr, Svenja Hahn, Marie Schäflein, Janne Schneider, Jana von Marklowski, Lina Winter, Antonia Zink
Wonfurt: Elias Ankenbrand, David Diem, Nynke Jaehrling, Raphael Joos, Lea Spannheimer, Katharina Volk, Dominik Wallenwein, Patrick Werb
Zeil: Aysa Alakbarli, Celine Attrot, Anja Aumüller, Paula Böhnlein, Milena Enders, Philipp Grädler, Franziska Gehring, Julian Kopf, Anna Günther, Nele Moritz, Cara Schäfer, Lisa Scheuring, Sarah Melerski, Gino Mirschberger, Lena Schneider und Isabella Hehn.
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