Haßfurt
Konzert

Es gab mächtig was auf die Ohren in Haßfurt

Drei Bands trumpften bei der ersten Rocknacht in der Haßfurter Stadthalle auf.
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Die Rocknacht "Rock the Hall" des Kulturamtes Haßfurt live in der Stadthalle in Haßfurt eröffnete die Band  "Looking down the Barrel" mit (von links) Joshua Zettelmeier aus Sand (Bass, Gesang), Simon Hochrein aus Humprechtshausen (Schlagzeug), Jule Feldner aus Haßfurt (Gesang, Gitarre) und Nina Hahn (Leadgitarre) aus Obertheres.  Ulrike Langer
Die Rocknacht "Rock the Hall" des Kulturamtes Haßfurt live in der Stadthalle in Haßfurt eröffnete die Band "Looking down the Barrel" mit (von links) Joshua Zettelmeier aus Sand (Bass, Gesang), Simon Hochrein aus Humprechtshausen (Schlagzeug), Jule Feldner aus Haßfurt (Gesang, Gitarre) und Nina Hahn (Leadgitarre) aus Obertheres. Ulrike Langer
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Drei unterschiedliche Musikrichtungen der Rockmusik hat das "Rock the Hall"-Festival in der Stadthalle Haßfurt angesprochen. Denn Petra Zirkler vom Kulturamt Haßfurt live hatte drei ganz unterschiedliche Bands eingeladen, die vom Grunge, Alternative und Punk-Rock über eine Mischung aus Rock, Punk, Funk und Hip Hop bis hin zum Metal ein wahres musikalisches Feuerwerk aufboten. "Ich bin mit der ersten Rocknacht zufrieden. Wir haben ein ganz ungewöhnliches, junges Publikum gehabt, was zeigt, dass man auch mal etwas Neues ausprobieren muss. So werden wir nächstes Jahr am 13. April wieder eine Rocknacht veranstalten", sagte Petra Zirkler. Für sie hat sich der Aufwand, der vor allem auch für die große Ton- und Lichtshow nötig war, gelohnt. Auch wenn sie hofft, dass im kommenden Jahr noch mehr Besucher kommen werden.

Natürlich hatte jeder der 120 Gäste seine ganz besonderen Vorlieben, was die Musik beziehungsweise die Bands betraf. So waren die 17 bis 19 Jahre alten Freundinnen Elena Kittel und Luisa Dukorn aus Westheim sowie Marie Kirchner aus Obertheres vor allem wegen der Band "Looking Down the Barrel" aus dem Haßbergekreis gekommen. Die Coverband machte auch den Auftakt und zeigte ihr Potenzial mit Songs von Nirvana, den Beatles, Blink, Green Day, The Cranberries, Rage Against The Machine, Billy Talent und Royal Blood. Jule Feldner aus Haßfurt überzeugte als starke Sängerin und Gitarristin, während die Leidenschaft für das Gitarrenspiel bei Nina Hahn aus Obertheres als Leadgitarristin offen zu Tage trat. Joshua Zettelmeier aus Sand wusste einen sehr groovenden Bass zu zupfen und Simon Hochrein aus Humprechtshausen weckte durchaus Bewunderung für sein Schlagzeugspiel.

Den drei Freundinnen hat der Auftritt, der erst mit zwei Zugaben endete, sehr gut gefallen. "Die Liedauswahl war sehr gut und die ganz Band hat super gespielt", lautete ihr Fazit. Dominik Eckart aus Obertheres, eigentlich großer Metalfan, war ebenfalls "voll begeistert". "Die Sängerin war körperlich voll da, so wie alle Musiker eine tolle Körpersprache gezeigt haben, auch die Gitarrenriffs haben mich total überzeugt und das Covern der Songs fand ich sehr gelungen", sagte er. "Auch wenn sie anfangs noch etwas schüchtern waren und bedauerlicherweise auch wegen des Ausfalls einer Sicherung eine Zeitlang im Dunkeln spielen mussten, haben sie sich sehr gut präsentiert." Andreas Binder aus Obertheres, ergänzte: "Die Band hat was! Die jungen Musiker wurden von Stück zu Stück immer besser und haben gezeigt, dass sie noch ausbaufähig sind."

Mit der zweiten Band "nulldB" bekamen die Zuhörer anschließend mächtig was auf die Ohren. Wer denkt, dass null Dezibel total leise sind, hat sich geirrt. "Wir haben noch als Band mit dem Namen Bullettproofed bei Studioaufnahmen erfahren, dass null Dezibel den höchsten Ausschlag, also die größte Lautstärke, bedeuten", erzählte der Sänger und Gitarrist Frank Kühnlein. "Also haben wir uns später danach benannt." Zusammen mit Mischa Matveev (Vocals und Gitarre), Matze Hottinger (Bass und Vocals) und Fabi Angermüller (Drums) lieferte Franz Kühnlein einen beeindruckenden Metal-Sound und eine perfekte Show ab. Seine röhrende Rockstimme und die enthusiastische Hingabe aller Musiker waren bestens dazu geeignet, neben der Musik alles andere zu vergessen.

"Sprachlose Begeisterung", offenbarte dementsprechend Dominik Eckart. "Jedes Mal, wenn ich die Band höre, haut sie mich um, und das war heute nicht anders. Sie spielen nach dem Grundprinzip der Neuen Deutschen Härte und haben ehrliche direkte Texte, die sie mit ordentlichem Rhythmus und Lautstärke verpacken, so dass ich mich bei ihrer Musik total vergessen und abschalten kann", schwärmte er. Weiter freute er sich, das er wie einige andere Fans auch einen Drumstick und drei Plektrons überreicht bekam." Auch Andreas Binder war beeindruckt. "Die Band ist absolut professionell und hat mir gut gefallen, auch wenn ich kein Metal-Fan bin", betonte er.

Den Abschluss der Rocknacht, die auch zum Tanzen rege genutzt wurde, bildete die tschechische Band "Paprikacze", die mit Titeln aus den Jahren 1987 bis 2004 der kalifornischen Rockband "Red Hot Chili Peppers" aufwartete. Die drei Musiker an Gitarre, Bass und Schlagzeug legten sich zusammen mit dem Sänger Stanislaw "Stanley" Kvapil mächtig ins Zeug, um einen möglichst authentischen Sound zu erreichen. Für die Fans des Originals war die Interpretation der facettenreichen Musik aus Elementen des Rock, Punk, Funk und Hip Hop und die Performance der Musiker genau das Richtige zum Abhängen. "Sie haben sehr nah am Original und professionell gespielt, haben eine gute Ausstrahlung und eine gelungene Mischung aus ruhigen und schnellen Titeln präsentiert. Für die Freunde dieses Genres war der Auftritt sicher eine Freude. Auch wenn diese Musik nicht ganz meinem Geschmack entspricht, war die Band dennoch gut", erzählte Dominik Eckart.
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