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Haßfurt
Kinder

Erziehen nach dem Motto "Eltern-Mut tut Kindern gut"

"Mehr Freude - weniger Stress". Unter diesem Motto steht der Kurs "Kess erziehen" für Eltern mit Kindern von drei bis zwölf Jahren. Inzwischen organisierte die Caritas-Erziehungsberatung das Seminar zum 25. Mal und es kommt gut an.
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In 25 Kursen haben 290 Teilnehmer vom Caritas-Erziehungsberatungskurs "Kess erziehen" profitiert. Gerhard Lutz, Leiter der Beratungsstelle (links), bedankte sich mit einem blumigen Präsent bei der Referentin Annerose Simon. Foto: Christiane Reuther
In 25 Kursen haben 290 Teilnehmer vom Caritas-Erziehungsberatungskurs "Kess erziehen" profitiert. Gerhard Lutz, Leiter der Beratungsstelle (links), bedankte sich mit einem blumigen Präsent bei der Referentin Annerose Simon. Foto: Christiane Reuther
An fünf Kursabenden können sich Eltern mit Hilfe von Impulsen, Übungen und im Erfahrungsaustausch mit anderen Eltern ihre Fertigkeiten und Kompetenzen in der Erziehung vertiefen. Als Referentin vermittelt Annerose Simon (Knetzgau) den respektvollen Umgang mit den Kindern.

"Kess" seit 2005

Gerhard Lutz, Leiter der Caritas-Erziehungsberatung für den Kreisverband, nahm den Abschluss des 25. erfolgreichen Kurses zum Anlass, der Referentin einen besonderen, blumigen Dank auszusprechen. Gerhard Lutz verwies auf den Anfang des Kurses, der am 29. September 2005 zum ersten Mal unter "Kess" initiiert worden war. Gemeinsam mit dem Familienbund der Katholiken in der Diözese Würzburg hatte die Erziehungsberatungsstelle der Caritas das Angebot in der Region gestartet.

"In diesem Kurs werden die Erziehungsinhalte ansprechend für die Eltern vermittelt", sagt Gerhard Lutz. Eine Teilnehmerin beschreibt es so: "Das Wichtigste für mich ist, die Kinder nicht mehr als untergebene Personen anzusehen, über die ich bestimme, sondern als eigenständige Persönlichkeiten."

Tragende Säulen

In Absprache mit Elisabeth Amrhein vom Familienbund der Katholiken ist die Erziehungsberatungsstelle auf Annerose Simon als "Kess"-Referentin in der Region aufmerksam geworden. Als Erzieherin, die zehn Jahre in verschiedenen Kindergärten arbeitete und danach die eigenen Kinder erzogen hatte, nahm die heute 54-Jährige aus Knetzgau die Herausforderung freudig an. Auch als Hospizbegleiterin ist Annerose Simon im Einsatz. Daher passen beide Bereiche gut in ihre persönliche Überzeugung, die lautet: "Der Anfang und das Ende des Lebens sind die tragenden Säulen".

Die Referentin kann sich noch gut an den ersten Kurs erinnern, der mit 15 Teilnehmern ausgebucht war: "Der Bedarf war da und das Konzept mit fünf Abenden wurde gut angenommen." Der Kurs ist laut Gerhard Lutz ein hervorragendes Angebot für Eltern, auch von finanzieller Seite. Er findet auch nach dem 25. Kurs im "Julius-Echter"-Caritashaus in Haßfurt in der Oberen Vorstadt jeweils im Frühjahr und Herbst statt. Im Jahre 2007 habe man das Umfeld überregional erweitert und in Kooperation mit der Caritas auch Kurse in Ebern angeboten. Die Inhalte des Kurses möchten laut Lutz die Eltern stärken, um zu erfahren, welche sozialen Grundbedürfnisse ein Kind hat und was es zur positiven Entwicklung seines Selbstwertgefühles braucht.

Grenzen und Lösungen

Den respektvollen Umgang miteinander stärken, eigenständige, verantwortungsvolle und lebensfrohe Kinder heranziehen stehen im Mittelpunkt. Ebenso geht es darum, Strategien für Konfliktlösungen zu vermitteln, Grenzen zu setzen, Regeln aufzustellen sowie sich selbst in den Blick zu nehmen und dabei einfach Spaß zu haben.
In den 25 Kursen haben sich 290 Teilnehmer in ihrer Erziehung bestärkt und bestätigt gefühlt, wie Annerose Simon berichtet. Viele Eltern seien positiv überrascht über die Wirkung und Veränderung der gesamten Erziehungssituation. Eigene Kompetenzen annehmen und umsetzen sei genauso wichtig für die Teilnehmer wie die Unterstützung im Gespräch mit anderen Eltern, ohne deren Verhalten zu kritisieren, sagte die Expertin.

Noch sind es überwiegend Mütter, die die durchschnittliche Zahl von 14 Teilnehmern ergeben. "Aber auch bei Vätern gibt es ein Umdenken in punkto Erziehungsfragen, die mittlerweile großes Interesse an dem Kurs zeigen", erklärt Annerose Simon. Sie sieht sich als "Überzeugungstäterin", die sich über die Rückmeldungen der Eltern freut und meint: "Da merke ich, dass die Inhalte auf fruchtbaren Boden gefallen sind".

Treffen nach dem Kurs

Das Handbuch, das bei jedem Kurs ausgereicht wird, sei als Wegweiser sehr hilfreich für die Eltern, um sich mit der Thematik auseinander zu setzen. Bei einem Ermutigungsabend, der ein paar Monate nach dem eigentlichen Kurs angeboten wird, können die Teilnehmer noch einmal Revue passieren lassen, was sie weitergebracht hat, wo noch Fragen sind und was bereits umgesetzt werden konnte. Denn nach dem Motto "Eltern-Mut tut Kindern gut" könne man die positive Seite sehen, die der Kurs bewirkt habe.

Auf der Homepage des Caritas-Kreisverbands kann man sich genau über den Kurs informieren. Der nächste Kurs beginnt am Donnerstag, 26. September im Caritashaus "Julius Echter" in Haßfurt. In Ebern findet der nächste Kurs am Dienstag, 5. November, in den Räumen der Beratungsstelle (frühere Kaserne) statt.

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