Der von Bürgern und vor allem von Geschäftsleuten geforderte Bau einer zweiten Zufahrt zum Gewerbegebiet Ost in Haßfurt (Godelstatt) wird nun Wirklichkeit. Am Donnerstagnachmittag vollzog Bürgermeister Günther Werner (FW) zusammen mit den Verantwortlichen für Planung und Bau den ersten Spatenstich für die Verbindungsstraße.

"Was lange währt, wird endlich gut." Mit diesen Worten begann der Bürgermeister seine kurze Ansprache. Auch wenn man es fast nicht glauben möchte, der Grunderwerb habe wesentlich länger gedauert als die eigentliche Planungsphase. Die Landwirte verkauften nicht gerne ihre Äcker und wollten lieber Tauschflächen, sagte er. Diese habe die Stadt Haßfurt aber nur in einem begrenzten Umfang, so dass sich die Verhandlungen hinzogen.

Im Juli dieses Jahres war laut Werner schließlich alles unter Dach und Fach. Dann sei es flott gegangen. Anfang August war den Angaben zufolge die Ausschreibung und bereits drei Wochen später die Vergabe an die Baufirma Glöckle aus Schweinfurt. Die Planungen habe das Haßfurter Ingenieurbüro Baur Consult übernommen, welches die Anforderungen der Wirtschaft und des Umweltschutzes sehr gut verwirkliche, führte das Stadtoberhaupt weiter aus.

Als die Sprache auf die Baukosten kam, war von Wolfgang Hömer ein kleiner Seufzer zu hören. Denn trotz 550 000 Euro Zuschuss vom Freistaat Bayern muss der Kämmerer der Stadt noch ein schönes Sümmchen locker machen. Die Gesamtkosten inklusive Grunderwerb belaufen sich auf 1,4 Millionen Euro; davon kostet allein die Brücke über den Sterzelbach 300 000 Euro. Dieses Bauwerk ist notwendig, um dem Umweltschutz Rechnung zu tragen. Denn es sollen auch Tiere, die nicht schwimmen können, die Möglichkeit haben, auf die andere Straßenseite zu gelangen.

Die neue Anbindung läuft mit einer kleinen Biegung auf die Prappacher Straße zu. Hier wird dann künftig das Ortseingangsschild stehen, so dass ein Tempolimit von 50 Stundenkilometern gilt. Die Entlastungsstraße wird genauso breit wie der bereits bestehende Abschnitt, nämlich 6,50 Meter. Die Länge des neuen Teilstücks beträgt 364 Meter.

Wenn alles planmäßig läuft und die Witterung entsprechend mitspielt, sollen in diesem Jahr noch die vorbereitenden Erdarbeiten und die Betonarbeiten der Brücke über die Bühne gehen. Nach der Winterpause wird dann zügig weitergearbeitet, so dass nach jetziger Planung Ende Juni 2018 die Einweihung gefeiert werden kann.