Haßfurt

Endspurt für die Dorferneuerung Wülflingen

Der Haßfurter Bauausschuss schaute sich im Stadtteil Wülflingen um. Grünes Licht gab es für den Bau der Sporthalle am TV-Gelände.
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Der Bachlauf der Wässernach wurde eingefasst. Der Haßfurter Bauausschuss schaute sich in Wülflingen um. Martin Schweiger
Der Bachlauf der Wässernach wurde eingefasst. Der Haßfurter Bauausschuss schaute sich in Wülflingen um. Martin Schweiger
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Die Dorferneuerung im Haßfurter Stadtteil Wülflingen geht auf die Zielgerade. Projektleiter Dietmar Will von der Stadt Haßfurt erklärte bei einer Ortsbesichtigung des städtischen Bau- und Umweltausschuss am Dienstagnachmittag die durchgeführten Maßnahmen.

Schräg stehende Bäume im Bereich des Wässernach-Baches mussten gefällt werden, zumal sie sich in der Nähe eines Fußwegs befanden. Zurzeit werden Büsche und Pflanzen im Bachbett zurückgeschnitten. In einem halben Jahr seien sie wieder auf einen halben Meter Höhe gewachsen, meinte Will. Das Altgras wurde weitgehend im Bach gelassen. Das Bachbett wird zweimal jährlich gemäht. Fische, der Eisvogel und die Wasseramsel hätten hier eine Heimat gefunden, erläuterte Will. "So muss ein Bach aussehen", sagte er.

Die Straßen wurden bereits weitgehend saniert und neu gepflastert. Nur ein rund 100 Meter langes Teilstück der Wässernachstraße muss noch saniert werden. Auch eine positive Mitteilung hatte Will im Gepäck: Der sogenannte Räth-Platz an der Wässernachstraße wird ebenfalls staatlich gefördert.

Insgesamt wird Wülflingen durch die Dorferneuerung aufgewertet: Speed-Pipes für schnelles Internet wurden verlegt und die Hausanschlüsse an das Kanalnetz wurden erneuert. Die Arbeiten an den Randbereichen der Straßen werden im Frühjahr fortgesetzt und auch ein neuer Dorfbrunnen wird den alten ersetzen, der nicht mehr frostsicher war. Der Künstler Michael Scholl aus Limbach gewann den dafür ausgeschriebenen Wettbewerb. Auch die Bürger waren bei der Gestaltung des Brunnens gefragt worden.

Der Neubau der Einfachsporthalle neben dem Vereinsgelände des TV Haßfurt hat eine weitere Hürde genommen. Der Bauausschuss genehmigte den Bauantrag mit drei Gegenstimmen. 17 Stellplätze für Autos sind vorgesehen. Stadtrat Jürgen Kehrlein monierte, dass die Stadt die Halle zusammen mit dem Turnverein in einer Bauherrengemeinschaft baue und somit "auch der Bürger geradestehen" müsse.

Die geplante Turnhalle ist die "abgespeckte" Variante für den Sportpark Eichelsee, den der TV hatte realisieren wollen. Wegen unwägbarer Risiken (wie das Hochwasser) und hoher Kosten hatte der Verein nach Jahren der Vorbereitung und Planung das Millionenprojekt aufgegeben.

Der Bauvoranfrage zum Umbau einer Gaststätte in der Zeiler Straße in eine Spielothek erteilte der Bauausschuss hingegen eine Absage. In das vorhandene China-Restaurant sollte auf einer Teilfläche von 208,5 Quadratmetern eine Spielothek eingebaut werden. Eine Fläche von 100 Quadratmetern sei jedoch maximal möglich, da das Gebäude in einem Mischgebiet liegt, sagte Sachbearbeiter Marco Ruck. Zudem müsse "Schank und Speise" im Vordergrund stehen. "Wir haben hier rechtlich keinen Spielraum", begründete Bürgermeister Günther Werner (WG) die Ablehnung.

Die bestehende Bäckereifiliale im Haßfurter Bahnhofsgebäude weicht einem Versicherungsbüro. Stadtrat Norbert Geier vertrat die Ansicht, dass eine Bäckerei besser in den Bahnhof passen würde, auch weil das Bahnhofsumfeld attraktiv bleiben solle. Bei der geplanten Neugestaltung des Bahnhofsgeländes werde dies wohl berücksichtigt werden.

Der Bauausschuss nahm Bedenken der Waldorfschule Haßfurt zur Kenntnis, wonach 15 Parkflächen im Hafen wegfallen, wenn der Stadtstrand dort errichtet wird. Bürgermeister Werner verwies darauf, dass an anderer Stelle dafür zusätzliche Parkflächen entstehen. Zudem sei der Stadtstrand nur von Mai bis August geöffnet. In diese Zeit fallen sechs Wochen Schulferien.

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