Eltmann
Wettbewerb

Eltmanner "Wallburg-Express" on the Top

Die Schülerzeitung der Eltmanner Mittelschule kam in Berlin unter 1900 Teilnehmern auf den Thron.
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Dass die Arbeit als "Schüler-Redakteurin" Spaß macht, zeigen Christina, Emilia und Sophie (von links) an ihrem Arbeitsplatz.
Dass die Arbeit als "Schüler-Redakteurin" Spaß macht, zeigen Christina, Emilia und Sophie (von links) an ihrem Arbeitsplatz.
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Vor einigen Wochen landete die Schülerzeitung "Wallburg-Express" der Georg-Göpfert-Mittelschule Eltmann in Bayern ganz vorne und erhielt einen "Premium-Preis" ausgezeichnet. Nicht genug: Nun wurde sie von einer Jury des Schülerzeitungswettbewerbs der Bundesländer auf den Olymp gehoben. Die Eltmanner gestalten "Deutschlands beste Schülerzeitung" in der Kategorie Mittelschule.

1900 Teilnehmer hatten sich hier beworben. Die Freude beim Redaktionsteam war natürlich riesig.

Der Wettbewerb wird seit 2004 unter dem Titel "kein Blatt vor dem Munde" von der Jugendpresse, den Ländern und der Kulturministerkonferenz empfohlen, wobei Hauptpartner der Bundesverband der Deutschen Zeitungsverleger ist.

Es geht um Meinungs- und Pressefreiheit

Bei der Siegerehrung sagte Schirmherr Bundesratspräsident Daniel Günther: "Schüler und Schülerinnen haben enorm viel zu sagen. Schülerzeitungen sind ihr Sprachrohr, egal, ob online oder gedruckt. Sie verkörpern Meinungs- und Pressefreiheit an Schulen und sind dadurch ein wichtiger Baustein in der demokratischen Meinungsbildung. Wir brauchen junge Menschen, die mit Informationen verantwortungsbewusst und kritisch umgehen. Und gerade deshalb brauchen wir Schülerzeitungen."

Für das Redaktionsteam des "Wallburg-Express" war diese Fahrt zur Preisverleihung nach Berlin ein besonderes Erlebnis. Christina aus Theinheim meinte: "Die Preisverleihung auf bequemen Stühlen im Bundesrat war schon außergewöhnlich. Das war ein Erlebnis, das man nie mehr vergisst." Emilia aus Eltmann wurde noch deutlicher. "Ich bekam richtig Herzflattern, als der Name unserer Zeitung aufgerufen wurde für unseren Auftritt auf der Bühne."

Dabei war es ja nicht das erste Mal, denn der "Wallburg-Express" ist inzwischen in Deutschland in aller Munde, zumal er seit Jahren immer wieder als beste Schülerzeitung in Bayern und sogar in Deutschland (Mittelschule) prämiiert wurde.

Der Beginn

Den "Wallburg-Express" gründete einst Lehrer Siegbert Mantel 1985 mit mehreren kleinen Ausgaben pro Jahr. Als Lehrer Richard Künzel 1997 an die Georg-Göpfert-Mittelschule versetzt wurde, kam der "Wallburg-Express" nach einer Pause wieder in Fahrt. Der computerbegeisterte Richard Künzel, eigentlich studierter Gymnasiallehrer, hatte in der Computerbranche gearbeitet, wo er Programme auch für Lehrer aufbereitete und zuletzt als Marketingleiter wirkte. Zurück im Schuldienst flossen seine Erkenntnisse aus der Öffentlichkeitsarbeit in die Schülerzeitung ein. Künzel steht hinter der Arbeitsgemeinschaft Schülerzeitung und hat ein Händchen für talentierte Schreiber. Er macht aus ihnen "Zeitungsmacher".

Da ist der Rote Faden

"Natürlich stehe ich für die Organisation, sammle die Infos und halten den roten Leitfaden in der Hand", stapelt Richard Künzel doch etwas tief. Auf jeden Fall bekam der "Wallburg-Express" schon 2010 und 2011, 2015, 2017 und 2019 Auszeichnungen in Berlin. "Wenn wir in manchen Jahren nicht dabei waren, dann lag dies daran, dass man nach einem ersten Platz in Bayern immer ein Sabbatjahr einlegen und aussetzen muss."

2011 durften die Eltmanner zwei Tage an einem Wettbewerb des "Spiegel" in Hamburg teilnehmen. Heuer gab es als Premium-Preis einen "Digitalen Tag" mit Redakteuren der Süddeutschen Zeitung.

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