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Eltmann wehrt sich gegen Werbetafel

Der Bauausschuss lehnte ein beidseitig beleuchtetes Reklameschild erneut ab. Es wird wohl vergeblich sein.
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Immer wieder sitzen Busse auf, wenn sie aus dem Parkplatz am Schulzentrum Eltmann ausfahren. Über eine Lösung grübelte am Montag der Bau- und Umweltausschuss des Eltmanner Stadtrates. Sabine Weinbeer
Immer wieder sitzen Busse auf, wenn sie aus dem Parkplatz am Schulzentrum Eltmann ausfahren. Über eine Lösung grübelte am Montag der Bau- und Umweltausschuss des Eltmanner Stadtrates. Sabine Weinbeer

Auch wenn wohl das Landratsamt Haßberge in Haßfurt anders entscheiden wird: Der Bau- und Umweltausschuss des Stadtrates Eltmann bleibt bei seinem Nein zu einer beleuchteten Werbetafel in der Bamberger Straße in Eltmann. "Die Sinnhaftigkeit dieser Werbetafeln erschließt sich mir absolut nicht", sagte Bürgermeister Michael Ziegler (CSU), und das gesamte Gremium schloss sich dieser Meinung in der Sitzung am Montag an.

Schon im September hatte der Bauausschuss die Werbetafel abgelehnt. Die soll auf einem Grundstück der Telekom an der Bamberger Straße entstehen - im Gegensatz zu bereits bestehenden Tafeln (etwa an der Einmündung zur Mainhalbinsel) beidseitig beleuchtet. Vor allem daran störten sich die Nachbarn, deren Einwände der Bauausschuss im September behandelt hatte. Allerdings ist die Beleuchtung eine Immission - und die beurteilt das Landratsamt. Die Stadt hat nur baurechtlich ein Mitspracherecht. Das war dem Ausschuss auch durchaus bewusst, dennoch lehnte er die Tafel ab.

Nun kam ein Brief aus dem Landratsamt. Die Behörde informierte darüber, dass das Landratsamt vorhabe, das gemeindliche Einvernehmen zu ersetzen. Inzwischen hätten das Staatliche Bauamt (Lage an der Staatsstraße), die Polizei sowie der Immissionsschutz des Landratsamtes Stellung genommen. Da das Grundstück in einem Mischgebiet liegt, gebe es keinen Grund, die Zustimmung zu verweigern, so die Behörde in Haßfurt. Auflagen beziehen sich auf die Beleuchtungsanlage, die bestimmte Immissionsrichtwerte einhalten muss.

Gerade aus dieser Richtung hatten sich die Eltmanner Räte Schützenhilfe erwartet, schließlich liegt der Standort in der Nähe des Altmains. Das Stichwort "Lichtverschmutzung" warf Zweiter Bürgermeister Hans-Georg Häfner (SPD) in die Runde und auch Dritter Bürgermeister Peter Klein (ÜPL) verstand die Zustimmung nicht: "Wir schalten um 23 Uhr die Beleuchtung der Stadtpfarrkirche und der Wallburg ab und für Werbung wird neue Beleuchtung genehmigt."

Der Bau- und Umweltausschuss blieb dabei: Einstimmig wurde die Zustimmung verweigert. "Auch wenn das nicht viel nützen wird, das wissen wir ja beispielsweise aus unserer Nachbargemeinde Oberaurach", seufzte Bürgermeister Michael Ziegler.

Kurzfristig ins Besichtigungsprogramm aufgenommen wurde eine Ortseinsicht am Busparkplatz des Eltmanner Schulzentrums. Günther Hofmann wies auf Absenkungen hin, die dazu führen, dass die Busse beim Ausfahren vom Parkplatz auf die Zufahrtsstraße aufsitzen. Die Straße zeigt deutliche Spuren dieser Zwischenfälle. Einfach "anteeren" geht nicht, weil dann die Entwässerungsrinne nicht mehr funktionieren würde. Deshalb soll die Bauabteilung im Rathaus gemeinsam mit einer Fachfirma eine Lösung suchen.

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