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Königsberg in Bayern
Weihnachtsoratorium

Einstimmung auf Weihnachten in Königsberg: "Jauchzet, frohlocket"

Sänger der Kantorei Haßberge und des Würzburger Oratorienchors gaben Bachs Weihnachtsoratorium zum Besten.
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Bass Sven Fürst überzeugte mit seiner stimmlichen Darbietung. Er brachte wohltönenden Glanz in seinen Part. Fotos: Gerold Snater
Bass Sven Fürst überzeugte mit seiner stimmlichen Darbietung. Er brachte wohltönenden Glanz in seinen Part. Fotos: Gerold Snater
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In der Marienkirche in Königsberg machte sich am Samstagabend Weihnachtsstimmung breit. Die drei ersten Kantaten des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach wurden dort ungekürzt aufgeführt.

Mit dem furiosen Eingangschor "Jauchzet, frohlocket, auf, preiset die Tage, rühmet, was heute der Höchste getan!" begannen die rund 100 Sänger der Kantorei Haßberge und des Oratorienchors aus Würzburg eindrucksvoll und voll Freude und Begeisterung die Aufführung.

Diese innere und äußere Anteilnahme - die Kantaten beinhalteten vier größere Chorsätze und neun Choräle - zog sich durch die ganze Aufführung. Daran hatte der Dirigent Matthias Göttemann großen Anteil, denn ihm gelang es hervorragend, den Chor zu führen. Ob es nun schnelle, technisch schwierige, laute oder leise, jubelnde oder innige Passagen waren, jederzeit zog der Gesang die Zuhörer in den Bann.

Solisten überzeugten

Ein guter Griff war Göttemann auch bei der Auswahl der Solisten gelungen. Die Sopranistin Johanna Wagner gefiel durch ihre klare, ungekünstelte, schöne Stimme. Es war ein Genuss, ihr zuzuhören. Schön war es auch, die Altsolistin Anna Haase bei ihren Arien erleben zu dürfen. Der Tenor Julian Freibott aus Ebern, der auf der Kanzel stand und von dort das Rezitativ des Evangelisten und seine Arie darbot, gefiel durch seine jugendliche, frische Stimme.

Der Bass Sven Fürst vervollständigte das hervorragende Quartett. Er brachte wohltönenden Glanz in seinen Part. Alle vier Solisten setzten mit ihren Vorträgen weitere i-Tüpfelchen auf ein für viele Besucher wohl noch lange nachwirkendes Musikerlebnis.

Insgesamt besteht das Weihnachtsoratorium aus sechs Kantaten, die von Bach für den Jahreswechsel 1734/35 komponiert wurden. Die Weihnachtsgeschichte ist dabei auf die drei Weihnachtsfeiertage, Neujahr, den Sonntag nach Neujahr und Dreikönig verteilt.

Geburt Christi

Die erste Kantate hat die freudige Erwartung der Geburt Christi und die Geburt selbst zum Inhalt. Die zweite Kantate spielt auf dem Feld vor Bethlehem. In der Dritten kommen die Hirten zum Stall.

Es war eine beeindruckende Aufführung in einer bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche, bei der auch alle Instrumentalmusiker des Orchesters aus Würzburg sowohl bei ihren Solostücken als auch bei der Begleitung der Solisten eine großartige Leistung boten. Viele Zuhörer gingen anschließend in einer wahren Weihnachtsstimmung nach Hause, gut vorbereitet auf die Ereignisse des kommenden Weihnachtsfests.

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