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Ebern
Altstadtfest

Einstiger Soldat kommt als Bastler immer wieder

Auch das gehört neben Musik und Bier zum Eberner Altstadt: Künsrlermarkl und Kinderland.
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Josef Schottmüller (links) zeigt gerne seine Werke, erklärt und lässt die Kinder ausprobieren, was er da geschaffen hat. Foto: Katharina Becht
Josef Schottmüller (links) zeigt gerne seine Werke, erklärt und lässt die Kinder ausprobieren, was er da geschaffen hat. Foto: Katharina Becht
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"Ich freue mich, Sie hier bereits zum 26. Künstlermarkt begrüßen zu dürfen" mit diesen Worten eröffneten Christian Senff von der Raiffeisen-Volksbank und Corinna Wacker den Künstlermarkt am Altstadtfest.

Im letzten Jahr hatte Corinna Wacker die Organisation von Urgestein Erich Wolfert übernommen, der froh ist, den kleinen, aber feinen Markt in guten Händen zu wissen. Er selbst kommt jedes Jahr wieder gerne her, aber ist auch froh, nicht mehr die große Organisation übernehmen zu müssen.

Ein weiteres Urgestein auf diesem Markt ist Josef Schottmüller aus Ettlingen bei Karlsruhe. Der passionierte Drechsler kommt immer wieder gerne nach Ebern. Zum ersten Mal war er von 1963 bis 1965 in der Stadt. "Als Entwicklungshelfer" schmunzelt er.

Denn er gehörte zu den ersten Soldaten, die in der damals noch neuen, jetzt ehemaligen, Kaserne Quartier bezogen. Am Ende seiner Dienstzeit hier kam er trotzdem immer wieder. "Da hatte ich die Freundin hier", erinnert er sich. Aus der Freundin wurde die Ehefrau, die mit ihm nach Ettlingen kam.

Doch dank vieler Besuche bei der Oma riss die Verbindung nach Ebern nicht ab. Und so kam es, dass Josef Schottmüller auch jetzt noch zu den Ausstellern am Künstlermarkt zum Altstadtfest gehört. "Das ist eine Tradition, die wir gerne aufrecht erhalten", verspricht Schottmüller auch im nächsten Jahr wieder zu kommen. Viele Stammgäste freuen sich schon auf seinen Besuch. Er hat immer wieder interessante und herausfordernde Geduldsspiele dabei, aber auch andere schöne Kleinigkeiten.

Schöne Dinge präsentierten aber auch die anderen Künstler. Und damit die Eltern sich in Ruhe umsehen können, durfte der Basteltisch für die Kinder natürlich nicht fehlen.

Doch nicht nur im Saal der Bank selbst, sondern auch im Hof, zwischen Anlage und Kinderunterhaltung, direkt neben dem Flohmarkt präsentierten zwei Künstler ihre Kunstwerke - draußen für draußen.

Auch Manfred Fausten, als einziger Stadt-Vertreter anwesend bei der Eröffnung, zeigte sich angetan von dem, was die Künstler hier präsentieren. "Es ist immer wieder schön hier zu sein. Schade, dass so wenige meiner Kollegen das auch so sehen" schickte er eine kleine Spitze in Richtung Stadtoberhaupt, das sich zwar angekündigt hatte, aber nicht gekommen war. Den Künstlern und der guten Stimmung im Saal tat dies keinen Abbruch. Die Künstler/Bastler genossen den Tag und die zahlreichen Besucher die ihren Weg die zwei Stockwerke hinauf unters Dach fanden.

Rappelvoll war das Kinderland am Sonntagnachmittag. Und es zeigte sich (wieder einmal), das auch Holzspielzeug seinen Reiz ausübt (und nicht nur Computerspiele). Auch das Kasperltheater. Einige Kinder waren aber enttäuscht, dass es heuer kein Karussell und keinen Zauberer gab, berichten einige Mütter.