Burgpreppach
Exponate

Eine Zeitreise in die Vergangenheit

Zurückversetzt in eine andere Zeit kommt man sich vor, wenn man das Rathaus Burgpreppach betritt: Hier ist das Nostalgiemuseum der 50er Jahre beheimatet.
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Heinz Braunreuther ist stolz auf seine historischen Exponate.C. Licha
Heinz Braunreuther ist stolz auf seine historischen Exponate.C. Licha
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Heinz Braunreuther hat das Nostalgiemuseum der 50er Jahre 1998 mit Unterstützung des damaligen, inzwischen schon verstorbenen Bürgermeister Winfried Elting ins Leben gerufen. Über 1000 Besucher kommen seither jedes Jahr aus einem Umkreis von bis zu 200 Kilometern und bestaunen die historischen Sachen.
Von alten Schreibmaschinen, über Handwerkszeug und Kinderspielzeug, bis hin zu einem Tante-Emma-Laden und 60 Jahre alten Kleidungsstücken, die noch sehr gut erhalten sind: Braunreuther, der gebürtiger Burgpreppacher und ganz nebenbei auch ein eingefleischter Elvis-Fan ist, sammelt einfach alles, was zur damaligen Zeit passt. Oft wird der 71-Jährige auch nach passenden Accessoires gefragt, sei es für Theaterstücke, historische Modenschauen oder Umzüge. Der gelernte Schneidermeister hat fast alle seiner Exponate im Kopf und hilft gerne aus. Auch zur Landesausstellung 2009 in Würzburg hat er mit Museumsstücken beigetragen. Sogar das Bayerische Fernsehen war schon einmal bei ihm zu Gast und hatte mit einer Live-Übertragung aus Burgpreppach berichtet.


Fast das ganze Haus in Beschlag

"Wir wissen sein ehrenamtliches Engagement sehr zu schätzen und danken ihm außerordentlich dafür", sagte Bürgermeister Hermann Niediek bei einem Rundgang durch die Räumlichkeiten. Längst ist es nicht nur ein Zimmer, das im Rathaus dem Museum zur Verfügung steht, sondern fast das ganze Gebäude ist in Beschlag genommen. Daneben hat Braunreuther noch Außenlager, für Dinge, die einfach keinen Platz mehr in dem historischen Gemäuer finden.
Bürgermeister Niediek hob auch hervor, dass Braunreuther so eine Art Fremdenführer in Burgpreppach ist. Denn auch zum Schloss, den anderen Sehenswürdigkeiten und der Ortsgeschichte kann er den Touristen so manch spannende Geschichte erzählen. Und zur Marktgemeinde gehöre einfach auch das Nostalgiemuseum, das unbedingt fortgeführt und in neuen Räumen untergebracht werden müsse, erklärte Niediek.
Zurzeit ist der Bürgermeister auf der Suche nach einem geeigneten Gebäude im Kernort. Er ist zuversichtlich, dass in den kommenden zwei Jahren eine Lösung gefunden werden kann. Wenn dann das Inventar katalogisiert und aussortiert wird, würden wohl auch keine Außenlager mehr benötigt und alles werde zentral den Besuchern zum Anschauen zur Verfügung stehen. Sowohl Niediek als auch Braunreuther haben bereits Kontakte zu den zuständigen Stellen im Bezirk geknüpft, um auszuloten, ob und mit welchen Zuschüssen von staatlicher Seite gerechnet werden kann.
Sehr wichtig ist es auch, einen Menschen zu finden, der sich genauso wie Heinz Braunreuther mit Herzblut für die Sache engagiert und irgendwann mal die Museumsleitung übernehmen würde. "Ideal wäre jemand, der jetzt schon mitarbeitet, um alles genau kennenzulernen", sind sich das Gemeindeoberhaupt und der Museumsleiter einig.
Ein Höhepunkt in diesem Jahr wird am Pfingstmontag (21. Mai) das Museumsfest sein, das anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Einrichtung ausgerichtet wird. Noch steckt Braunreuther voll in der Planung, aber auch der Bürgermeister hat hier seine Unterstützung zugesagt, ein Programm für Jung und Alt auf die Beine zu stellen.
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