Eltmann
Musik

Eine musikalische Sternstunde in Eltmann

Einen besonderen Weihnachtszauber wollte die "Sängerlust" Eltmann mit ihrem Konzert in der Pfarrkirche bieten. Das ist gelungen.
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Um die Zukunft braucht es der "Sängerlust" Eltmann nicht bange zu sein, denn sie kann auf viele  Kinder und Jugendliche bauen -  wie hier beim Kinder- und Jugendchor.  Günther Geiling
Um die Zukunft braucht es der "Sängerlust" Eltmann nicht bange zu sein, denn sie kann auf viele Kinder und Jugendliche bauen - wie hier beim Kinder- und Jugendchor. Günther Geiling
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Als der Kinderchor in weißen Engelsgewändern mit Kerzen durch den langen Raum der Klenze-Kirche schritt und Licht ins Dunkel brachte und am Schluss mehr als 120 Sängerinnen und Sänger mit dem Lied "Wenn wir Gott in der Höhe ehren, kehrt bei uns der Frieden ein" mit einem Klangvolumen aufwarteten, das alles bisherige übertraf, hatten die Gäste eine ganz besondere Stunde erlebt. Die Tür zu Weihnachten in den Herzen der Besucher war weit aufgestoßen.

Stolz blickte Ursula Bauer als Sprecherin der verschiedenen Chöre in den bis auf den letzten Platz gefüllten Kirchenraum. Sie sprach die Hoffnung aus, dass alle Geschenke schon verpackt seien, man die restliche Zeit nutzen und dabei auch etwas zur Ruhe kommen sollte. Das sei bei solch einem Programm möglich.

"Weihnachten steht vor der Tür und unsere Chöre wollen Ihnen eine Art musikalische Sternstunde bereiten", sagte Moderator Lorenz Zettelmeier, der durch das Programm führte. Begeistert von den Kinderstimmen, die zum Auftakt des Konzerts zu hören waren, unterstrich er, dass hier die jüngste Sängerin gerade einmal dreieinhalb Jahre alt ist, aber schon anspruchsvolle Lieder singt. Die "Sängerlust" sei stolz, dass in ihren Reihen sieben Chöre sind, die das Publikum mit weihnachtlichen Liedern und Klängen verzaubern wollen.

Dabei war der Verein, der 1878 gegründet worden war, rund 120 Jahre ein reiner Männergesangverein. Um die Jahrhundertwende kam eine Unterabteilung nach der anderen hinzu: der Frauenchor (1998), der Kinderchor "Wallburgspatzen" (2005), der Jugendchor "Cantarella" (2007), der Teeniechor (2014) und das Quartett "Cantatett" mit vier jungen Damen (2015). Außerdem gibt es einen "Projektchor", der zu besonderen Anlässen als "mixed generations" auftritt. Das Kirchenkonzert war ein solcher Anlass und dazu bot der Projektchor unter der Leitung von Regina Huber das ukrainische Weihnachtslied "Carol of the bells" und weitere Stücke.

Bei so vielen Chören ist die "Sängerlust" auf Chorleiter und Dirigenten angewiesen. Der Frauenchor trat erstmals mit der jungen Dirigentin Clara Viering auf. Damit werden alle Chöre mit großem Erfolg von jungen Frauen geleitet. Sie sind alle musikbegeistert, geben dem traditionellen Männergesangverein den nötigen Schwung und die Aktiven gehen diesen Weg begeistert mit.

Der Frauenchor bot "Sterne ziehen leise ihre Bahn" des Lingenfelder Kirchenmusikers Hermann J. Settelmeyer und zwei Stücke von Lorenz Maierhofer, in dessen Wirken Weihnachtslieder einen besonderen Platz einnehmen. Ramona Hauck, Angelina Oppelt, Sarah Scheuring und Katharina Münch von der Gruppe "Cantatett", die aus dem Jugendchor hervorgegangen ist, stellte ihr gesangliches Können mit "Frosty the Snowman", "Let it snow" und "That's Christmas to me" unter Beweis.

Die Sterne lassen keinen zu Weihnachten los, was man bei dem Lied "Wieder naht der heilige Stern" des Jugendchores unter Leitung von Sonja Wissmüller spürte. Bei den weiteren Vorträgen wurde der Jugendchor am E-Piano/Orgel durch Gisela Leitner und an der Oboe durch Kerstin Keidel unterstützt.

Fehlte nur noch das Urgestein der "Sängerlust", der Männerchor. Der Chor sang unter der Leitung von Regina Huber mehrere Beiträge aus Südtirol. Auf den ersten Blick nicht unbedingt weihnachtlich, aber im Zeichen der Freundschaft trug er die "Hymne" der italienischen Alpinisten vor: "Signore delle Cime". Sie ist einem Freund gewidmet, der beim Bergsteigen verunglückte.

Der Höhepunkt war der große Gemeinschaftschor, der sich mit über 120 Sängerinnen und Sängern im Altarraum versammelte. Er erzeugte ein ungeheures Klangvolumen. Mit großem Beifall und stehenden Ovationen wurde die Leistung der "Sängerlust" belohnt.

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