Eltmann
Abschlussfeier

Ein Loblied auf die Wallburg-Realschule Eltmann und ihre Lehrer

Die Wallburg-Realschule verabschiedete ihre Absolventen. Dabei stellten auch die Klassenbesten der Schule und ihren Lehrern ein sehr gutes Zeugnis aus.
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Die Klasse 10 c sang zum Abschluss den Song "99 Luftballons" und ließ dann auch solche in den Himmel aufsteigen.Günther Geiling
Die Klasse 10 c sang zum Abschluss den Song "99 Luftballons" und ließ dann auch solche in den Himmel aufsteigen.Günther Geiling
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"Auf der Einladungskarte steht: Wir heben ab! Einfache Worte mit viel Inhalt für euch. Es gibt viele Arten des Abhebens. Aber durch eure Schulausbildung an unserer Realschule seid ihr bestens vorbereitet, um zielsicher auf neuem Terrain zu landen. Nach zehn Jahren Schule ist es Zeit, euch in die Welt fliegen zu lassen." Dies betonte Direktorin Manuela Küfner bei der feierlichen Verabschiedung der Absolventen der Wallburg-Realschule Eltmann.

Konrektorin Tabinda Plischke griff das Motto vom "Abheben" auf und meinte: "Ob ihr Nesthocker oder Nestflüchter seid - das Nest Schule ist jetzt für euch passè. Ihr dürfte heute die Stunden genießen und eure Lorbeeren - das Abschlusszeugnis - abholen." Damit gehe ein Lebensabschnitt zu Ende, bei dem die Lehrer versucht hätten, die Schüler auch für das Leben außerhalb der Schule vorzubereiten. Plischke: "Macht etwas aus eurem Leben!"


Neues, unbekanntes Kapitel wartet

Stellvertretender Landrat und Bürgermeister Michael Ziegler betonte, dass viele der Abschluss-Schüler lange darauf hingearbeitet hätten, endlich die Schule hinter sich zu lassen und "abzuheben" ins richtige Leben. "Damit schlagt ihr ein neues, ein unbekanntes Kapitel auf." Vielleicht wüssten viele noch gar nicht so genau, was sie alles in dieses Kapitel schreiben möchten. Aber auf jeden Fall könnten sie mit Zuversicht nach vorne blicken, denn das Abschlusszeugnis öffne viele Türen. "An der Realschule habt ihr auf alle Fälle ein gutes Rüstzeug mitbekommen, um euch in unserer Welt zu behaupten und eure Ziele zu erreichen", sagte Ziegler. "Nun liegt es an euch: Macht etwas daraus!"
Elternbeiratsvorsitzender Martin Ullrich schwächte das "endlich geschafft" etwas ab und betonte: "Ihr habt nur einen nächsten Schritt in die Zukunft getätigt. Aber auch dazu gratuliere ich euch." Wer weiter auf die Schule geht, für den ändere sich nicht viel. Aber auch bei der Ausbildung lerne man nie aus, sei aber mehr verantwortlich für sich selbst oder müsse mehr und mehr selbst die Richtung vorgeben. Man stehe nämlich vor vielen Veränderungen: "Digitalisierung und Medien haben uns alle im Griff, aber ihr seid ja damit aufgewachsen."


Ein Wermutstropfen

"Wie im Flug ging die Schule vorbei, und wir heben jetzt ab", meinten die beiden Schülersprecher Paulina Diem und Lucas Bauer. Dabei erinnerten sie an die Höhepunkte der Schulzeit bis hin zu den Abschlussfahrten. Man habe aber auch die Schulsanierung mit Klassenzimmern in Containern von Grund auf mitgemacht. "Jetzt haben wir ein schönes Schulhaus, in dem wir uns alle wohlfühlten." In diese Freude mischte sich aber auch ein bisschen Wehmut durch den Tod eines Mitschülers, den man durch eine Gedenkminute einbezog.
Schulleiterin und Direktorin Manuela Küfner verglich die Entlass-Schüler ansatzweise mit Zugvögeln, da auch sie ihr "Brut-" - in diesem Fall das Lerngebiet - verließen, und dies auch unabhängig von den klimatischen Bedingungen. Ein Großteil werde sicherlich richtig abheben, zuerst vielleicht bei der heutigen Feier oder aber im September, wenn die Lehrzeit beginnt und auch das elterliche "Nest" verlassen wird.
Davor braucht man laut Küfner keine Angst zu haben, "denn die Schüler der Realschulen erwerben fundiertes theoretisches Wissen, das immer Bezug zur Lebenswirklichkeit behält, und deswegen werden unsere Absolventen auch von Firmen und Betreiben sehr gerne eingestellt." Auch die Schüler, die nach Realschulabschluss weiterführende Schulen besuchen, würden die Erfahrung machen, dass auch sie für diese Schularten bestens vorbereitet sind.


"Die Ärmel hochkrempeln"

"Wenn ihr heute diese Schule verlasst, liegt es an euch, wie ihr die Investition der vergangenen Jahre verwertet und wie ihr an eure Lebensplanung herangeht", meinte Küfner. Sie verdeutlichte dies an einer Parabel aus Indien, die als Ergebnis oder Lebensregel darauf hinwies: "Wie ihr euren Mitmenschen begegnet, so begegnen sie euch." Es liege an jedem selbst, welche Entscheidungen er trifft oder wie er mit Neuem oder Unbekanntem, mit Problemen und schwierigen Situationen umgeht.
Was immer einem widerfahren möge: "Sucht nicht die Schuld bei den anderen, krempelt die Ärmel hoch und sucht einen Weg aus dem Dilemma heraus. Courage, Respekt, Verlässlichkeit, Teamfähigkeit und Mut sind Werte, die wir an unserer Schule als wichtig erachten und die von allen Lehrkräften weitergegeben werden."


Die besten Schüler

Anschließend wurden die besten Schüler und Klassenbesten ausgezeichnet. Schulbester wurde dabei mit einem Notendurchschnitt von 1,35 Felix Zier aus Weisbrunn von der Klasse 10c. Er nimmt eine Ausbildung bei einer Firma in Bayreuth auf und möchte Elektriker für Betriebstechnik werden. Zielstrebig hat er selbst nach dieser Ausbildungsstelle Ausschau gehalten, und die Firma war ihm aufgefallen durch verschiedene Auszeichnungen wie "best place to learn". In der Schule war er schon Vorstandsvorsitzender der Schülerfirma. "Und hierbei habe ich schöne Erfahrungen gemacht", sagte Zier. "In der Abschlussklasse war ich stellvertretender Klassensprecher, und das Kümmern um die Mitschüler hat mir gefallen." Überhaupt habe in der Klasse ein gutes Verhältnis untereinander geherrscht und es habe keinen Lehrer gegeben, mit dem man sich nicht verstanden habe. Mit seiner Ausbildung in Bayreuth verlässt Zier zudem auch das elterliche "Nest", denn er wird ein Zimmer in einem Internat der HWK Oberfranken beziehen. Für seine Hobbys, das Musikspielen bei den "fidelen Weisbrunnern" oder das Angeln, blieb ihm jetzt schon wenig Zeit, und das wird nun wahrscheinlich nicht viel besser werden.


Wie geht es nun weiter?

Übereinstimmend sangen auch die drei übrigen Klassenbesten ein Loblied auf ihre Schule und ihre Lehrer. Niklas Oppelt aus Roßstadt drückte es so aus. "Man sieht sie eigentlich gar nicht richtig als Lehrer, sie sind mehr Wegbegleiter für uns Schüler gewesen." Er wird an die Fachoberschule Bamberg gehen und möchte dann Bauingenieurwesen studieren.
Lukas Rehe aus Oberhaid beginnt seine Ausbildung als Elektriker bei einem Großunternehmen in Erlangen. Dennoch will er auch weiterhin seinem Hobby nachgehen, denn er spielt Basketball in Breitengüßbach.
Julia Kirsche aus Gleisenau nimmt eine Ausbildung zur Kauffrau im Landkreis auf.
Alle vier Schüler meinten: "Die Lehrer gehen gut auf die Schüler ein, und die Klassen sind mit allen modernen Unterrichts- und Lehrmitteln wie Whiteboard, Kamera und sonstiger Technik ausgestattet."
Die Wallburg-Realschule ist auch für ihre musische Arbeit bekannt, und so war die Feier wieder aufgelockert durch tolle Beiträge wie "Ich will fliegen" und einem Medley von Abba, und die Klasse 10c ließ mit dem Song "99 Luftballons" auch solche in die Luft aufsteigen.


Auszeichnungen

Schulbester Felix Zier, Weisbrunn (Klasse 10 c), Notendurchschnitt 1,36

Klassenbeste Lukas Rehe, Oberhaid (Klasse 10 a), 1,45; Niklas Oppelt, Roßstadt (Klasse 10d), 1,5; Julia Kirsche, Gleisenau (Klasse 10 b), 1,67

Einzelfächer Wirtschaft: Xenia Leis, Oberhaid (Klasse 10 b), Preis der Sparkasse; Naturwissenschaften: Lukas Rehe, Oberhaid (Klasse 10a), Preis von Uponor; Kunst: Amelie Bühl, Limbach (Klasse 10 c), Preis Rudi Schmachtenberger; Englisch: Leon Basel, Viereth (Klasse 10 d), Preis der Flessabank: Deutsch: Isabel Hartlieb, Stettfeld (Klasse 10 d), Preis Steuerbüro Witthüser; Französisch: Michelle Barthelmes, Eschenbach (Klasse 10 d), Preis der Raiffeisenbank

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