Augsfeld

Ein Leben für den Zirkus

In dieser Woche können Zuschauer die Akrobatinnen, Clowns und viele Tiere im Zirkus Renz in Augsfeld bestaunen. Wir haben mal hinter die Kulissen der Show geblickt und die Künstler gefragt: Wie ist das Leben im Zirkus?
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Gina-Marie Renz schwebt durch die Lüfte. Das Seil und die Akrobatin drehen sich dabei in der Luft.Christoph Wiedemann
Gina-Marie Renz schwebt durch die Lüfte. Das Seil und die Akrobatin drehen sich dabei in der Luft.Christoph Wiedemann
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Manege frei für die Familie Renz in Augsfeld. Der Zirkus gastiert noch bis Samstag, 7. April, im Kreis Haßbergen.

Seit Generationen wird der Zirkus von der Familie Renz betrieben, erklärt Monique Renz am Dienstag, als der Fränkische Tag zu Besuch ist. "Mit drei Jahren stand ich in der Manege", erinnert sich die Artistin. Angefangen hat sie mit Bodenturnen. Bei der Show in Augsfeld hat sie ein größeres Repertoire: Netzakrobatik, Auftritte mit Pudel oder Pferd und eine Hula-Hoop-Darbietung.

Viel Arbeit bis zu einer Show

Doch bis zum Beginn der ersten Zirkusshow um 16 Uhr ist noch einiges zu tun."Die Pferde müssen abgelaufen, danach gewaschen und ihre Mähne geflochten werden", erklärt Monique Renz. Im Zelt muss frisches Sägemehl für die Tiere verstreut werden. "Das brauchen die Tiere, damit sie weicher laufen können", beschreibt die Artistin.

Und im Hintergrund müssen Lichter und Musik geprüft werden. Der Strom kommt aus einem Aggregat, für das noch weiterer Treibstoff besorgt werden muss. Es gibt eben genügend zu tun. "Dieses Leben muss man lieben", sagt die Künstlerin. Der Zirkus ist jede Woche an einem anderen Ort. "Aber wir bleiben immer in einem Umkreis von 20 bis 30 Kilometern, damit die Tiere nicht so weit und so lange fahren müssen", sagt Renz.

Zuerst kommen die Tiere

Das Zelt und die Boxen für die Tiere werden immer zuerst aufgebaut. Erst danach kommen die Wohnwagen der Zirkuskünstler und das große Zirkuszelt. "Wir müssen immer zwölf Mal hin und her fahren bis alles am neuen Ort ist", beschreibt Monique Renz die Abläufe.

Danach dauert es noch mindestens einen Tag, bis der Rest aufgebaut ist. Bis zu zehn Mann seien dafür notwendig.

Alle Zirkusmitglieder gehören zur Familie Renz. Und sie gehen sich keineswegs auf die Nerven: "Wir empfinden das als das größte Glück, wenn wir immer zusammen sein können", sagt Monique Renz.

Los geht es für den Zirkus-Nachwuchs schon in jungen Jahren: Ein fünfjähriges Mitglied der Familie Renz tritt sogar als Clown auf.

Rund 20 Tiere hat der Zirkus Renz zu bieten: Hunde, Pferde, Kamele und sogar zwei Schlangen. Als besonderes Schmankerl "dürfen die Kinder in der Pause auf dem Kamel reiten", sagt Monique Renz.

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