Maroldsweisach
Fasching

Ein langer närrischer Abend

Der Gesangverein "Concordia" Maroldsweisach präsentierte seinen Gästen ein abwechslungsreiches Programm.
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Ein Hingucker war die Prinzengarde des Gesangvereins "Concordia" Maroldsweisach.Helmut Will und Sabine Jung
Ein Hingucker war die Prinzengarde des Gesangvereins "Concordia" Maroldsweisach.Helmut Will und Sabine Jung
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Ein Blick auf das Programm zeigte es: Es würde ein langer Abend werden! Nicht weniger als 23 Programmpunkte hatte die närrische "Concordia" auf ihrem Plan, als im Saalbau der Gaststätte Hartleb vom Sitzungspräsidenten Hans Meyer der närrische Abend des Gesangvereins eröffnet wurde.
Julia II. und Tobias I., das große Prinzenpaar, nahmen das geplante Neubaugebiet aufs Korn: "Die Marokaner sind schon ganz schön frustriert, weil da oben rein gar nichts passiert." Auch die geplante Stromtrasse wurde angesprochen: "Ihr Marokaner wehrt sie ab, sonst steht sie dort über Nacht." Und auch der Wirt, Gunther Hartleb, bekam sein Fett weg: Statt einen Porsche zu fahren, sollte er lieber seine Preise in der Gastwirtschaft senken.
Die "Eßfelder Jungs" waren beim Bürgermeister zu Gast, ein Vertreter des örtlichen Sportvereins und einer von der Feuerwehr. Sie buhlten bei ihm um Zuschüsse. Der Sportvereinsvertreter wollte in Maroldsweisach eine Arena bauen, der Feuerwehrmann einen Leiterwagen. Um seine "berechtigen Forderungen" dem Bürgermeister klarzumachen, sagte der Feuerwehrmann: "Wenn wir ausrücken bekommt Ihr kostenlos was zu sehen, beim Sportverein muss man Eintritt zahlen." Am Ende kaufte sich der Bürgermeister von dem vorhandenen Geld ein großes Auto.
Ein "Knaller" war Werner Fell, der mit verbundener Hand erschien und dem sein Alter und viele Krankheiten zu schaffen machte. "Wenn meine Frau und ich ins Bett gehen, überlegen wir, was uns morgen wieder weh tun könnte", berichtete er.
Dann tobten junge Tänzerinnen der "BlueCordia" als Indianer-Squaws über die Bühne und brachten den Flair des "Wilden Westens" in den Saal.
"Jetzt muss es ganz still im Saal werden", sagte Sitzungspräsident Hans Meyer und kündigte Markus Hofmann als Pantomimen an. Mit einem pantomimischen Partnertanz mit Personen aus dem Publikum kreierte er eine Choreografie.


Einstimmung auf die Fußball-WM

Die Jugendgarde wirbelte im Anschluss auf der Bühne und stimmte mit einem Showtanz auf die Fußball-WM 2018 ein, bevor Doris Pressel, eine fleißige Kirchgängerin "wie früher die Rosa Geuß", die schon mal in der Kirche einnickte und schiefe Töne sang, auftauchte und über ihre Erfahrungen mit vertauschten Pillen berichtete.
Markus Brehm, singender Metzgermeister aus Dietersdorf, brachte Stimmung mit dem Stück "Andere haben begehbare Kleiderschränke, ich habe einen begehbaren Kühlschrank". Hubert Endreß, Dieter Hepp und Ralf Hartmann präsentierten sich als "anmutige Tänzer", bevor es in die Pause ging. Um die Besucher zurückzuholen, traten die "Concordiavas" und die Tanzgarde Ermershausen auf.
Im Sketch mit den vier Schwangeren, Heidi Müller-Gärtner, Sandra und Tobias Vollert sowie Ralf Hartmann, kam zur Sprache, dass das Buch, das man zuletzt in der Schwangerschaft gelesen hat, über das Kind entscheide: Eine hatte den "Kleinen Prinzen", die andere "Das doppelte Lottchen", eine "Die drei Musketiere" und die vierte "Alibaba und die 40 Räuber" gelesen.
Werner Wunderlich, Heidi Müller-Gärtner und Dieter Hepp stellten ihre Idee vor, in Maroldsweisach eine neue medizinische Praxis zu eröffnen, in der jede Krankheit geheilt werden könne.
Das Männerballet brachte mit bizarren Verrenkungen zum Schluss die Besucher nochmals so richtig zum Lachen.
Der Elferrat verteilte Krapfen. Einer war mit Senf gefüllt, und wer den erwischte, muss eine kurze Büttenrede beim Fasching in Ermershausen halten. Wilhelm Schneider, seines Zeichens Landrat im Haßbergkreis, war der "Pechvogel."
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