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Ebern
Zweckverbandssitzung

Eberns Schreinern werkeln an Holzhaus mit

Die Schreiner aus Ebern werkeln an einem Projekt für alle unterfränkischen Radwege mit. Hellwach waren die Mitglieder des Schulverbandes, als es in der Meisterschule für das Schreinerhandwerk um Übernachtungsmöglichkeiten ging.
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So soll das Rad-Wander-Haus ausschaue
So soll das Rad-Wander-Haus ausschaue
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So bei der Modernisierung des Wohnheimes an der Nikolaus-Fey-Straße und bei einer Rad-Wander-Hütte, die in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Würzburg konzipiert worden ist und in ganz Unterfranken aufgestellt werden soll. Begonnen wird damit in Hammelburg, wo ein Hotelbetreiber zwei der 40 000 Euro teuren Stücke bestellt hat.

Die Hütte soll an gut frequentierten Radwegen aufgebaut und Radfahrergruppen mit bis zu vier Leuten Übernachtungs- und Kochmöglichkeiten bieten. Ein Ansatz, der nicht überall auf Gegenliebe stößt, wie Bezirksrat Bernhard Ruß (SPD) bei einer Tagung im Steigerwald erfuhr. "Da herrschte große Aufregung, weil Übernachtungsbetriebe Konkurrenz fürchten." Schulleiter Dr. Oliver Dünisch wie auch der Verbandsvorsitzende und Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel (CSU) beruhigten den Sander Bürgermeister.
"Das ist eher als Ergänzung zu bestehenden Betrieben gedacht."

Auch die Wohnheim-Sanierung sorgte für Nachfragen. "Brauchen wir das überhaupt?" Oliver Dünisch betonte, dass die 19 zur Verfügung stehenden Plätze komplett vermietet seien, der Zustand aber nicht mehr zeitgemäß sei. Die Monatsmiete liege bei 170 Euro. Das Wohnheim werde oft als Argument genannt, nach Ebern zu kommen. Außerdem stärke es den Zusammenhalt unter den 60 Schülern. So sei die Schule für die nächsten zwei Semester wieder komplett ausgebucht.

Die Wohnheim-Sanierung ist aber nur ein Punkt auf der Wunschliste des Schulleiters. Auch eine energetische Sanierung wäre notwendig. Ebenso eine Umgestaltung der Klassenräume, die bislang auf Frontalunterricht ausgelegt sind und Arbeiten in kleinen Gruppen kaum zulassen. Auch Arbeitsplätze für Chemie und Physik wären wünschenswert.

Praxisnahe Projekte

Was notwendig ist, will der Verbandsgeschäftsführer Rainer Klingert in den nächsten Tagen mit dem Bezirks-Baureferenten Zipperich abklären. Und danach geht's an die Finanzierung. Zuschüsse erhofft sich der Zweckverband von der Regierung von Unterfranken. "Das wird ein Millionending", ist sich Erwin Dotzel schon sicher und kündigte eine Anhebung der Umlage an, die seit 2006 konstant war. "Unsere Rücklagen sind aufgebraucht und erstmals musste der Zweckverband Schulden aufnehmen." Darüber soll im Rahmen der Haushaltsberatung für 2015 gesprochen werden.

Positiv fand Dotzel die Ideen des Schulleiters zu praxisnahen Projekten. So sollen Sitzmöglichkeiten für das Eberner Freibad und ein Raumkonzept für den Awo-Jugendtreff entworfen werden.

Dotzel unterstrich die Bedeutung der Eberner Meisterschule, auch wenn es sich dabei um eine freiwillige Leistung des Bezirkes handele. "Wir wollen, dass unsere Schreiner in Unterfranken die bestmögliche Weiterbildung bekommen." Robert Herrmann erwiderte. "Ich kenne keine so geordnete kommunale Einrichtung wie diesen Zweckverband, der ein Segen für Ebern ist."

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