Ebern

Eberns neues Hallenbad nimmt Konturen an

Dem Eberner Stadtrat wurden erstmals Pläne für das neue Hallenbad vorgestellt. Durch den Neubau auf der Wiese zwischen Realschule und Coburger Straße muss das Kunstrasen-Minispielfeld verschoben werden.
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"Es wird kein Spaßbad, sondern eine Schulschwimmhalle, die aber für Familien mit Kindern nutzbar ist", diese Zielsetzung hat sich Peter Kuhn auf die Fahnen geschrieben und auf einen Plan gezeichnet. Der Architekt von Baur Consult aus Haßfurt stellte am Donnerstagabend im Stadtrat das Konzept für den Hallenbad-Neubau vor.

Das Fünf-Millionen-Projekt, bei dem der Landkreis als Bauherr auftritt, war am Vormittag den Vertretern der Schulen und Vereinen vorgestellt worden. "Das ist ein Vorentwurf, aber die Richtschnur für den Zuschussantrag bei der Regierung von Unterfranken", sagte Ralf Röckelein vom Hochbauamt auf Nachfrage von Thomas Limpert (CSU), ob denn noch Änderungen möglich seien?

Fest steht der Standort. Die Wiese nördlich der Realschule hatten sich alle drei Planungsbüros, die an einem Architektenwettbewerb teilgenommen hatten, als ideale Fläche ausgeguckt.
Baur-Consult-Planer Kuhn: "Am alten Stndort hätte man sich andere Chancen verbaut." Die Lösung an der Coburger Straße sei die bessere Variante, die auch das Stadtbild aufwerte. Dort sei auch noch eine Bushaltestelle möglich.

Pavillon "wandert"

Verschoben wird das Kunstrasen-Minispielfeld und für den Pavillon stellte sich Bürgermeister Robert Herrmann den Garten des einstigen Pfadfinderheimes vor, den die Stadt jüngst erworben hat.

Eine striktere Trennung zwischen Kinder- und Schwimmerbereich wünschte sich Harald Pascher (FDP) aus Sicherheitsüberlegungen heraus, musste sich aber belehren lassen, dass Eltern nicht aus ihrer Aufsichtspflicht entlassen werden können.

Fassade aufpeppen

Froh war Franz Geuß (CSU), dass Pavillon und Kleinspielfeld außerhalb des eingezäunten Bereiches rund um das Hallenbad untergebracht werden, was auch Jürgen Hennemann freute, da das DFB-Feld öffentlich bleibt, was "ein großer Wunsch aus der Bevölkerung ist".

Mit der Fasssadengestaltung mochte sich Thomas Wagner (Freie Wähler) nicht anfreunden. "Ich kann nicht erkennen, was daran nachhaltig sein soll?" Etwas mehr Holz hätte sich Oliver Kröner (EAL) gewünscht.

Warum ein Edelstahlbecken vorgesehen wird, wollte Harald Pascher wissen. "Das ist Stand der Technik, denn ein gefliestes Becken hat einen riesigen Fugenanteil. Kilometer an Fugen, Kilometer an Problemen", stellte Peter Kuhn fest und verwies auf schlechte Erfahrungen im Haßfurter Bad. Bürgermeister Herrmann ergänzte, dass "wir ja ähnliches ja auch in unserem Freibad machen wollen".

Öko-Heizung vorsehen

Jürgen Hennemann regte an, eine regenerative Heizanlage vorzusehen oder ein Blockheizkraftwerk als Gemeinschaftslösung. "Wir sollten energetisch mit der Zeit gehen, damit es ein Vorzeigeprojekt wird."
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