Ebern
Richtfest

Ebern investiert mit neuer Kita in die Zukunft

Die Stadt hat einen wichtigen Zwischenschritt beim Bau der neuen Kindertagesstätte erreicht und feierte.
Artikel drucken Artikel einbetten
Der Eberner Bürgermeister Jürgen Hennemann (links) beschrieb beim Richtfest das Konzept  der neuen Kindertagesstätte.  Helmut Will
Der Eberner Bürgermeister Jürgen Hennemann (links) beschrieb beim Richtfest das Konzept der neuen Kindertagesstätte. Helmut Will
+4 Bilder

Voll des Lobes über Architekt und Handwerker war Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) beim Richtfest für die neue Kindertagesstätte (Kita) am Freitag in der Albrecht-Dürrer-Straße in Ebern. Mit guten Absprachen zwischen Stadt Ebern und den am Bau beteiligten Firmen liege die Stadt im Zeitplan, sagte er. Der Bürgermeister freute sich, dass Vertreter der künftigen Betreiber von der Rummelsberger Diakonie sowie Buben und Mädchen - die künftigen Bewohner - anwesend waren.

"Die Bauarbeiten an unserem größten Bauprojekt in diesem Jahr in der Stadt, der Kindertagesstätte, gehen zügig voran. Sie können sehen, hier ist schon viel geleistet worden", sagte das Stadtoberhaupt.

Nach seinen Worten liegen die Gesamtkosten laut Berechnung bei 3 771 000 Euro. "Von der Regierung von Unterfranken haben wir einen bewilligten Zuschuss von zwei Millionen Euro. Der Eigenanteil der Stadt liegt somit bei rund 1,8 Millionen Euro. Wir sehen das als eine Investition in die Zukunft an."

Das Projekt sei für die Stadt Ebern wegen des Gewerbesteuereinbruchs eine große Herausforderung. Jedoch wolle man nicht an Zukunftsausgaben sparen, damit für junge Familien die Betreuung ihrer Kinder sichergestellt sei und Ebern nicht nur als Schulstadt, sondern auch als Betreuungsstandort herausrage. Familien sollten sich auch zukünftig für Ebern als Lebensmittelpunkt entscheiden, wünscht er sich.

"Wir erreichen mit der Fertigstellung der neuen Kindertagesstätte eine hundertprozentige Abdeckung des Bedarfs zur Kinderbetreuung in Ebern. Das ist meines Wissens bisher einmalig sowohl im Haßbergekreis als auch in Unterfranken sowie in ganz Bayern. Viele Städte und Gemeinden sind noch lange nicht so weit und sind froh, dass sie einen Teilbedarf abdecken können." Mit Fertigstellung der Kita stehen nach seinen Worten 50 neue Regelplätze und 24 Krippenplätze zur Verfügung.

Mit der Fertigstellung der neuen Kita kann Ebern, wie Hennemann weiter schilderte, die beiden Notgruppen aus der Berufsschule aufnehmen. Die Stadt Ebern werde dann 309 Kinderbetreuungsplätze anbieten: 225 Kindergarten- und 84 Krippenplätze. Mit der Erweiterungsmöglichkeit in der Einrichtung um zwei Kinderkrippengruppen könne die Stadt Ebern auch in der Zukunft den Bedarf für die Kinderbetreuung decken. Hennemann zeigte sich zuversichtlich, dass zu Beginn des Kindergartenjahrs 2020/21 der Betrieb aufgenommen werden kann.

Das Bauwerk gehe nicht zu sehr in die Höhe, da man eine integrative Einrichtung auf einer Ebene baue. "Wir bauen auch nicht nur ein Dach, sondern mehrere Häuschen, die aneinandergereiht sind und ein ganzes Kinderdorf entstehen lassen." Auch behinderte Kinder sollen laut Hennemann ohne Einschränkung die Einrichtung aufsuchen können. "Ich hoffe, dass wir mit der Einrichtung den Familien mit behinderten Kindern Rechnung tragen." Man sei froh, mit der Rummelsberger Diakonie neue Betreiber gefunden zu haben, die Profis auf dem Gebiet der Inklusion und Behindertenarbeit seien.

Architekt Klaus Gick aus Bamberg zeigte sich erfreut, wie weit man schon nach vier Monaten Bauzeit ist. "Der Rohbau ist fast fertig und man sieht bereits das Volumen des Baus", sagte er.

Da Regen das Richtfest begleitete, verlegte Bürgermeister Jürgen Hennemann die Feierstunde nach dem Richtspruch eines Vertreters der Holzbaufirma Übel aus Walsdorf/Erlau in den Innenbereich der künftigen Kindertagesstätte. Dort hatten die Kinder ihren Auftritt und zeigten mit dem Lied "Wer will fleißige Handwerker sehen?" auf, was die Arbeiter leisten.

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren