Ebern
Planung

Ebern bekommt ein neues Seniorenheim

Das Diakonische Werk Bamberg-Forchheim stellte dem Bürgermeister das Konzept für den Bau im "Mannlehn"-Gebiet vor.
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Wolfgang Streit (links) verdeckt mit seiner Hand den ursprünglich geplanten Winkelanbau. Bürgermeister Jürgen Hennemann erläuterte, dass das die Ansicht vom "Mannlehen" aus gesehen ist. Helmut Will
Wolfgang Streit (links) verdeckt mit seiner Hand den ursprünglich geplanten Winkelanbau. Bürgermeister Jürgen Hennemann erläuterte, dass das die Ansicht vom "Mannlehen" aus gesehen ist. Helmut Will
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Der Neubau eines Seniorenheims im Neubaugebiet "Mannlehn" in Ebern als Ergänzung zum Seniorenzentrum Sankt Elisabeth in der Ritter-von-Schmitt-Straße scheint konkrete Formen anzunehmen. Das erläuterten Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) und Diakon Wolfgang Streit, Leiter der Abteilung Altenhilfe des Diakonischen Werks Bamberg-Forchheim, am Freitag bei einem Pressegespräch.

"Schön, dass es nun soweit ist, dass wir von der Stadt wieder weitere Schritten unternehmen können", sagte Hennemann. Er bedauerte, dass der Neubau in Kombination mit einen Kindergarten nicht geklappt habe. Hennemann verwies darauf, dass die Stadt von der Diakonie am 2. Mai die Nachricht erhalten habe, dass die Entscheidungen zur Planung und zum Neubau der Altenpflegeeinrichtung im "Mannlehn" getroffen seien und ein Architekt die Planung der Stadt Ebern vorstellen könne. "Demnächst können wir in die Bauleitplanung einsteigen", so der Bürgermeister.

Wolfgang Streit erinnerte daran, dass die ursprüngliche Planung aufgegeben werden musste und neu nachzudenken war. "Wir überlegten, wie wir uns in Ebern neu aufstellen, wie wir bauen wollen und müssen", sagte er. Das Seniorenzentrum Sankt Elisabeth werde längerfristig den Anforderungen aufgrund geänderter Ansprüche und geänderter Gesetzeslage nicht gerecht. "Eine Erweiterung oder ein Umbau von Sankt Elisabeth war nicht möglich, weshalb für uns das Baugebiet ,Mannlehn' in den Fokus kam", sagte Streit.

In dem Neubau wird es 60 statt, wie ursprünglich geplant, 90 Plätze geben. "Wir legen Wert darauf, ein Seniorenzentrum klassischer Prägung zu schaffen, nicht etwas, wo man sich Pflegeleistungen hinzukaufen kann", so der Leiter der Abteilung Altenhilfe des Diakonischen Werks. Ehrlicher sei, eine stationäre Pflege anzubieten. Die 60 Plätze (in drei Wohngruppen) seien alles Einzelzimmer. "Damit werden wir dem Trend gerecht", so Streit. Bevor der Plan durch das Diakonische Werk vorgelegt werden kann, muss im Baugebiet "Mannlehn" der Bebauungsplan geändert werden.

Hennemann versicherte, den Bebauungsplan nun schnell auf den Weg zu bringen. "Bevor wir das tun konnten, mussten wir das Bauvolumen wissen", sagte er. Ein Planungsbüro sei mittlerweile ins Boot geholt worden, welches die Bebauungsplanänderung vorbereitet. "Ich gehe davon aus, dass wir darüber in einer unserer nächsten Stadtratssitzungen sprechen und einen Beschluss fassen können", sagte der Bürgermeister. Bedarf an Pflegeplätzen sei vorhanden, so Hennemann. Die Lützeleberner Straße sei in den Umgriff einzubeziehen, sagte er.

Wolfgang Streit fände es "schön, wenn wir mit dem Bau im Frühjahr 2020 loslegen könnten". Wenn alles wie geplant klappt, könnten im Herbst 2020 die ersten Bewohner einziehen, sagte er.

Nach den Worten des Diakonievertreters wird in den Bau die Summe von sechs bis acht Millionen Euro investiert. Damit werde man hinkommen, weil wenige Eingriffe in das Gelände erfolgen müssten. Dem Bürgermeister gefällt, dass sich der Neubau gut in die vorhandene Geländestruktur einpasst.

Das Seniorenzentrum Sankt Elisabeth bleibt erhalten. Dort komme es zu einem anderen Angebot, so Streit. "Wir denken an Servicewohnungen, alles wird barrierefrei sein. Geplant ist auch eine Tagespflegeeinrichtung, was wir als ideale Kombination sehen", so Streit. In Kombination mit einer Tagespflege könne man andere Dimensionen eröffnen, was durch einen ambulanten Pflegedienst noch ergänzt werden könne. "Wir wollen für Ebern ein Angebot schaffen, das sich auch auf ganz niederschwellige Leistungen bezieht", sagte Streit. Dazu passt nach sein seiner Ansicht auch der Aufbau eines ambulanten Dienstes.

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