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Ebelsbach
Gemeinderat

Ebelsbacher Räte packen es an

Was ist denn da passiert? In der konstituierenden Gemeinderatssitzung in Ebelsbach wurde der Zweite Bürgermeister Helmut Zirnsak (BNL) nicht mehr aufgestellt. Ebenfalls eine Überraschung: Sein Nachfolger ist Martin Horn (SPD). Eigentlich war Helmut Schöpplein (CSU) vorgeschlagen worden.
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Bei der konstituierenden Sitzung in Ebelsbach machten sich die neuen Gemeinderatsmitglieder schon eifrig Notizen. Foto: Katja Kölbl
Bei der konstituierenden Sitzung in Ebelsbach machten sich die neuen Gemeinderatsmitglieder schon eifrig Notizen. Foto: Katja Kölbl
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Wer befürchtet hat, dass mit der Wiederwahl des Ersten Bürgermeisters Walter Ziegler (BNL) Innovationen ausbleiben, der wird sich freuen. Denn dem Gemeindeoberhaupt stehen in seiner dritten Amtsperiode zwei neue Stellvertreter zur Seite: Martin Horn (SPD) und Andreas Hoch (BNL).

Überraschungskandidat

Bevor es zur Wahl kam, schlug Martin Wasser (CSU) vor, nur einen statt zwei Bürgermeister-Stellvertreter zu ernennen. Tatsächlich war Martin Hemmerich in seiner Legislaturperiode als Dritter Bürgermeister nur selten in der Öffentlichkeit in Erscheinung getreten. Bürgermeister Walter Ziegler wollte aber lieber beim bisherigen Procedere bleiben und ließ die neuen Gemeinderäte als erste Amtshandlung über die Zahl der weiteren Bürgermeister abstimmen.
Martin Wassers Antrag wurde mit zehn zu sieben Stimmen abgelehnt.

Bei der Wahl des Zweiten Bürgermeisters musste die CSU eine erste Niederlage verkraften. Helmut Schöpplein wurde als einziger Kandidat von Parteikollege Martin Wasser nominiert, fiel bei der geheimen Wahl aber mit nur sechs Stimmen durch. Zehn Stimmen entfielen auf Martin Horn (SPD) der damit überraschend zum Stellvertreter Zieglers gewählt wurde. Ein Stimmzettel war ungültig. Horn war nicht vorgeschlagen worden.

Der Posten als dritter Bürgermeister ging an Andreas Hoch von der Bürgernahen Liste (BNL). Damit folgte der Gemeinderat der Empfehlung von Helmut Zirnsak (BNL) - dem bisherigen Stellvertreter Zieglers. Zehn Stimmen entfielen auf Andreas Hoch, je eine Stimme auf Martin Wasser und Christian Zehendner (beide CSU), ein Stimmzettel war ungültig. Damit hat Walter Ziegler nun zwei Männer an seiner Seite, die neu (Martin Horn) oder erst seit kurzem (Andreas Hoch) in dem Gremium sind.

Nachdem Walter Ziegler seine beiden Stellvertreter vereidigt hatte, sprach sich der Gemeinderat einstimmig dafür aus, die bisherige Geschäftsordnung bis zum Erlass einer neuen Ordnung zu belassen. Vor der Besetzung der verschiedenen Ausschüsse kam es zu einer Diskussion, die Reinhold Strätz (BNL) mit einer Wortmeldung ins Rollen gebracht hatte. Strätz, selbst Mitglied im Bauausschuss, schlug vor, das Gremium nicht mehr zu besetzen und damit faktisch aufzulösen.

"In letzter Zeit haben wir die Bauanträge ohnehin im Gemeinderat behandelt. Das dauert oft nur 20 Minuten. Das kann sich die Gemeinde sparen", argumentierte er. Helmut Schöpplein (CSU) hielt dagegen, dass es dringend notwendig sei, sich nicht nur auf einem Plan, sondern auch vor Ort ein Bild zu machen. Florian Mayer (BNL) fügte hinzu, dass es ohnehin besser wäre, alle größeren Vorhaben im Gemeinderat zu besprechen. Schließlich einigte man sich auf einen Kompromiss von Hedwig Kraft (CSU), die vorschlug, den Bauausschuss zu belassen und ihn nur bei Bedarf einzuberufen.

Wie Kraft sind auch Roland Metzner (CSU), Martin Horn, Norbert Wippich , Sigrid Rippstein (alle SPD) und Alexander Käb (FW) neu im Gemeinderat.



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