Ebelsbach
Berufskarriere

Ebelsbacher Mittelschüler lernen für das Leben

Im Rahmen eines Informationsabends zeigte Schulleiter Raimund Willert die verschiedenen Bildungswege innerhalb des bayerischen Schulsystems auf. Zugangsvoraussetzungen und Aufnahmebedingungen an die anderen weiterführenden Schulen kamen ebenso zur Sprache wie Übertrittsmöglichkeiten in den Mittleren-Reife-Zug.
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Zur Demonstration genügt gewöhnlicher Sand. Draußen in der Praxis muss es Quarzsand sein, denn gewöhnlicher Sand wird aufgrund der gröberen Körnung von Ameisen aufgeworfen. "Die Ameisen tragen den Sand weg", sagt der Fachmann - wie uns Noah erklärte.  Foto: Mittelschule Ebelsbach
Zur Demonstration genügt gewöhnlicher Sand. Draußen in der Praxis muss es Quarzsand sein, denn gewöhnlicher Sand wird aufgrund der gröberen Körnung von Ameisen aufgeworfen. "Die Ameisen tragen den Sand weg", sagt der Fachmann - wie uns Noah erklärte. Foto: Mittelschule Ebelsbach
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Für eine übersichtliche Zusammenfassung verwies er auf die Broschüre "Der beste Bildungsweg für mein Kind", die kostenlos unter www.mittelschule-ebelsbach.de abgerufen werden kann.

Dem Kind muss es gut gehen

"Jedes Schuljahr hält mehrere Übertritts- oder Anschlussmöglichkeit bereit", fasste der Schulleiter seine Ausführungen zusammen, "man kann im Grunde nichts verpassen. Entscheidend ist, dass es dem Kind auf seinem Weg gut geht. Denn mit einem guten Abschluss, egal an welcher Schule, hat jeder auch später bessere Chancen.
Mit einem schlechten Abschluss, egal an welcher Schule, hat jeder auch später schlechtere Chancen."

Beeindruckt zeigten sich Eltern über die in der Aula zusammengestellten Präsentationen, Ausstellungsstücke und Vorführungen rund um den Praxistag. Seit Beginn des Schuljahrs meistern die Achtklässer wöchentlich dienstags einen betrieblichen Praxistag. Begleitet werden sie dabei von dem Klassenleiter Wolfgang Grader und Daniela Häckel, Mitarbeiterin des Beruflichen Förderzentrums Schweinfurt.

Auch die Schüler fanden das alles ganz schön. Ein echter Hingucker war allerdings Noah mit seiner Demonstration: In einem eigens dafür gefertigten Rahmen erläuterte er die Vorgehensweise beim Pflastern. Fast schon berufserfahren klang es, als er erklärte: "Zum Ausfugen nimmt man Quarzsand. Normalen Sand tragen die Ameisen fort."

Schüler werden durch die Praxis hoch motiviert

Der überwiegende Teil der befragten Eltern fanden den Praxistag prinzipiell sehr gut. Dafür ist sicherlich auch das erhöhte Zeitkontingent, das dem Praxistag zugestanden wird, verantwortlich. Dies bestätigte auch der Klassenleiter Wolfgang Grader und erklärte: "Viele Schüler kommen hochmotiviert aus den Praxistagen. Das zeigt mir, wie wichtig diese Einrichtung für die Weiterentwicklung der Mittelschule ist. Jetzt ist es unsere gemeinsame Aufgabe, diese positive Motivationslage der Schülerinnen und Schüler aufzufangen und sie zu einem ordentlichen Schulabschluss zu führen."

Nach den Ferien sind die Schüler wieder dienstags in den Betrieben. Jeder Schüler lernt einen weiteren Beruf intensiv kennen und wird auch darüber im Sommer seinen Mitschülern aus dem siebten Jahrgang berichten, wenn diese vor der Entscheidung stehen: "Was soll ich im Praxistag machen?"

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