Maroldsweisach
Vereinsjubiläum

Dürrenrieder Hobbygärtner feiern ihr Jubiläum

50 Jahre gibt es den Obst- und Gartenbauverein in der Maroldsweisacher Gemeinde Dürrenried. Elisabeth Roth ist nun Ehrenmitglied.
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Rosa Häfner beim Plausch mit Landrat Wilhelm Schneider. Was sie ihm wohl mit erhobenen Zeigefinger mit auf den Weg gibt? Helmut Will
Rosa Häfner beim Plausch mit Landrat Wilhelm Schneider. Was sie ihm wohl mit erhobenen Zeigefinger mit auf den Weg gibt? Helmut Will
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Am Wochenende wurde in Dürrenried gefeiert. Der Obst- und Gartenbauverein (OGV) besteht ein halbes Jahrhundert. Am Samstagabend wurden bei einem Festakt im Zelt am Schützenhaus verdiente Mitglieder geehrt. Elisabeth Roth wurde zum Ehrenmitglied ernannt, weitere vier Frauen für 50-jährige Mitgliedschaft zum Verein geehrt. Am Sonntag fand das Backofenfest im Ort statt.


Der erste Mann als Vorsitzener

Martin Schramm, er ist übrigens der erste männliche Vorsitzende des Vereins, hieß die Gäste willkommen und freute sich, dass neben den Ehrengästen viele Vertreter von Vereinen aus Dürrenried und Umgebung gekommen waren. Eine "Schirmherrn" hatte sich der Verein für sein Fest nicht auserkoren. Aber es sprachen Landes- Kreis- und Kommunalpolitiker.

"Seit einem halben Jahrhundert wird die Liebe zu Garten und Natur hier in Dürrenried bewahrt, sowie Erfahrung und Wissen weiter vermittelt. So tragen der Verein und seine engagierten Mitglieder zur Verbesserung der gesamten Grüngestaltung von Dürrenried bei", sagte Landrat Wilhelm Schneider. Er ging auf die Gründung des Vereins ein, bei dem zuerst Renate Müller die Geschäfte führte, bis ein Vorstand gewählt war.


Jeder Haushalt im Verein vertreten

Aus jedem Haushalt sei jemand im Verein vertreten gewesen, und heute habe das Dorf mit knapp über 70 Einwohnern 30 Mitglieder im Verein. "Nach dem Zweiten Weltkrieg war es für den Ort am Eisernen Vorhang besonders wichtig, für Zusammenhalt zu sorgen. Das hat der OGV erfüllt", sagte Schneider.

In den ersten Jahren hätten die langjährige Vorsitzende Renate Müller und Oskar Dötschel Spuren hinterlassen. An Wettbewerben wurde erfolgreich teilgenommen, und schon kurz nach Gründung des Vereins konnte beim Blumenschmuckwettbewerb der erste Platz errungen werden. Der Landrat ging auf eine Anzahl Verschönerungsmaßnahmen ein, die unter Regie des OGV liefen.

"Sieger wurde der Ort beim Bewerb "Unser Dorf soll schöner werden im Landkreis und erreichte 1969 Platz fünf auf Bezirksebene", so Wilhelm Schneider. Nach kurzem Abstand beteiligte sich die Dorfgemeinschaft 1970 noch einmal auf unterfränkischer Ebene am Wettbewerb und erreichte dann den ersten Platz. Dieser Erfolg berechtigte zur Teilnahme am Landesentscheid, der am 5. November 1971 mit einer Silbermedaille gekrönt wurde. "All diese Aktivitäten und Erfolge haben die Dorfgemeinschaft fest zusammengeschweißt", wusste Schneider, der damals Bürgermeister der Marktgemeinde Maroldsweisach war.

Mit Helga Weckel, ab 1997 viele Jahre an der Spitze des Vereins, bewegte sich einiges im Dorf, es wurde rundum aufgewertet. "Dadurch wurde Dürrenried insgesamt lebendiger und attraktiver, lebenswerter und liebenswerter", so Schneider. Auf Weckel folgten Elke Höhn und nun Martin Schramm als Vorsitzende. "Der Gartenbauverein in Dürrenried ist eine starke Institution mit wichtigen Aufgaben im öffentlichen Leben des Dorfes. Der Verein bildet das ,grüne Gewissen‘, das sich genauso um soziale Belange, wie um die Verschönerung ihres Dorfes und unserer Heimat kümmert", schloss Schneider. Der Verein würde eine gute Rolle im Kreise der 78 Gartenbauvereine im Landkreis spielen.


Oasen der Ruhe

Auch Bürgermeister Wolfram Thein hatte nur Lob für den OGV in seine Rede gepackt. Die Mitglieder des OGV hätten ihre Gärten zu "Oasen der Ruhe" gemacht und vieles getan, um ihr Heimatdorf Dürrenried optisch aufzuwerten. "Früher diente Gartenbau eher der Ernährung, auch heute noch, aber die Zeit habe sich gewandelt und es steht auch die Ortsverschönerung im Vordergrund", sagte Thein.

Wenn man durch den Ort fahre könne man feststellen, dass alles gut gepflegt ist und die Arbeit des Vereins komme der Allgemeinheit zu Gute. MdL Steffen Vogel, er hat seine Kind- und Jugendzeit im Nachbarort Wasmuthhausen verbracht, durfte nicht fehlen. "Ich wurde hier immer gut behandelt und deshalb bin ich auch gerne gekommen", sagte der Landtagsabgeordnete.

Dass der OGV sein 50-jähriges Bestehen feiern könne, habe er Generationen vorher zu verdanken. "Ich freue mich, dass hier fünf Damen sitzen, die Maßgebliches seit der Gründung des Vereins geleistet haben", sagte Vogel. Hier säßen keine Besserwisser, sondern Macher. "Gartenbauvereine haben für unsere Gesellschaft einen unschätzbaren Wert und Bedeutung für ihr Dorf und die Allgemeinheit", sagte Vogel. Grußworte sprachen noch Vertreter örtlicher und umliegender Vereine.

Landrat Wilhelm Schneider ehrte sodann Rosa Häfner, Renate Dötschel, Renate Müller und Helga Weckel für den Kreisverband Haßberge für 50-jährige Mitgliedschaft im Verein. Alle vier hatten im Laufe der Jahre Aufgaben beim Obst- und Gartenbauverein Dürrenried übernommen. Diese Ehrungen werden an Grete Hofmann und Gunda Och nachgereicht, die nicht anwesend sein konnten. Eine besondere Ehre erfuhr Elisabeth Roth, Witwe des ehemaligen Kreisfachberaters Willibald Roth, der, wie auch Elisabeth, Spuren in Dürrenried hinterlassen hat. Elisabeth Roth wurde durch Vorsitzenden Martin Schramm und seinem Vertreter Mathias Weckel zum Ehrenmitglied ernannt. Zur Unterhaltung gab es Böhmische Blasmusik mit Dieter und seinen Musikanten.


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