Maroldsweisach

Dramatik wie im "Tatort"-Krimi

Zur 900-Jahr-Feier in Maroldsweisach gab es am Gemeindefeuerwehrtag eine großangelegte Übung mit rund 200 Beteiligten und viel Schwung auf der Bühne
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Mit der Drehleiter der Feuerwehr Hofheim wurde eine verletzte Person vom Dach gerettet. Hier muss er Leiterführer Fingerspitzengefühl haben. Foto: Helmut Will
Mit der Drehleiter der Feuerwehr Hofheim wurde eine verletzte Person vom Dach gerettet. Hier muss er Leiterführer Fingerspitzengefühl haben. Foto: Helmut Will
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Der Gemeindefeuerwehrtag fand aus Anlass des 900-jährigen Bestehens des Ortes diesmal direkt in Maroldsweisach statt. Hierzu gab es am Samstag eine Großübung. Angenommenes Einsatzobjekt war die Firma Weiss im Birkenfelder Weg. 171 Feuerwehrleute opferten den gesamten Samstagnachmittag, um an der Übung teil zu nehmen. Das Resümee des zuständigen Kreisbrandinspektors (KBI) Peter Hegemann nach der Übung: "Ich bin zu 100 Prozent zufrieden."


Großes Aufgebot

Den Einsatz der Feuerwehrleute würdigte auch Bürgermeister Wolfram Thein (SPD),. "Ich finde es super, dass ihr alle gekommen seid, um eure Einsatzbereitschaft und eure Fähigkeiten unter Beweis zu stellen", sagte der Bürgermeister. Im Einsatz waren die Wehren aus Maroldsweisach und allen Ortsteilen der Marktgemeinde, aus Sulzdorf a.d. Lederhecke, aus Ermershausen, Pfarrweisach, Hofheim und Hellingen. Die Einsatzleitung hatte Florian Mildenberger, Erster Kommandant der Feuerwehr Maroldsweisach. Er wurde in der Leitung unterstützt von seinem Gruppenführer André Grüner, sowie von den Kreisbrandmeistern (KBM) Alfred Hauck und Berthold Reuß. KBI Hegemann stand mit seinem Einsatzleitwagen "Florian Maro 11/1" etwas abseits, wo er einen guten Überblick über das gesamte Szenario hatte und unterstützend eingreifen konnte. Er hatte zuvor am Bereitstellungsort den verantwortlichen Feuerwehrführern das Einsatzziel erläutert.


Viele Schaulustige


Am Übungsobjekt hatten sich gut 100 Schaulustige eingefunden, um der Einsatzübung beizuwohnen. Zum Objekt selbst wurden zwei Schlauchleitungen mit 200 und 500 Metern gelegt und der Hydrant vor Ort beim ersten Angriff durch die Feuerwehr Maroldsweisach genutzt. Von ihrem Bereitstellungsort am Parkplatz an der Straße "Zur Weisach" fuhren die Wehren nach der Sirenenalarmierung an. Am Brandobjekt wurden sie von Kommandanten Florian Mildenberger empfangen und eingewiesen.
Vorher hatten sich bereits der Kommandant und sein Gruppenführer André Grüner am Objekt ein Lagebild gemacht, sodass sie gemeinsam den Kräften ihre Aufgaben zuteilen konnten.


Sechs Verletzte

Bekannt war, dass sechs Personen, es waren Angehörige der Jugendfeuerwehr Maroldsweisach, bei einem Betriebsunfall in einer Halle verletzt wurden. Durch einen Fehler des Fahrers eines Gabelstaplers waren Paletten umgestürzt und hatten sie getroffen. Wie sich später herausstelle, kam für eine Person jede Hilfe zu spät. Auf einem Dach hatte sich eine Person, wohl als sie nach dem Unfall Hilfe holen wollte, ein Bein gebrochen, sodass sie in luftiger Höhe auf die Rettung warten musste, was durch die Feuerwehr Hofheim per Drehleiter erfolgte.

Da in der Halle auch ein Brand ausgebrochen war, musste schwerer Atemschutz eingesetzt werden. Zuerst waren die Atemschutzträger Lindner und Hutschgau vor Ort, die den ersten Verletzten aus der Halle retteten. Am Einsatzort waren für die Atemschutzüberwachung Herbert Ebert und Dominik Flachsenberger verantwortlich, die alle Atemschutzträger registrierten, die in das Brandobjekt gingen.
Für die Zuschauer gab KBM Andreas Franz entsprechende Erläuterungen über Lautsprecher, damit das Einsatzgeschehen verständlich wurde. Von der Firma Weiss waren Volker Sauerteig, Fachkraft für Arbeitssicherheit und Notfallmanagement und Hans-Jürgen Rausch als Brandschutzbeauftragter vor Ort. Die Rettung der Verletzten hat gut geklappt. Die Feuerwehr Pfarrweisach, unter ihrem Gruppenführer Sebastian Bock, hatte zuletzt die undankbare Aufgabe, einen "Toten" bergen zu müssen.

Bei der "Manöverkritik" nach der Übung gab es nur lobende Worte vom Kommandanten Florian Mildenberger, von Bürgermeister Wolfram Thein und vom KBI Peter Hegemann. Die "Löschmaß", zu welcher der Bürgermeister nach der gut eine Stunde dauernden Übung ins Festzelt einlud, durfte nicht fehlen.


Jugend begeistert mit Tänzen

Nach der großen Einsatzübung kam richtig Leben ins Festzelt. Sieben Showtanzgruppen zeigten, was sie können und für ihren Auftritt an der 900-Jahrfeier einstudiert hatten.
Vom Gesangverein Concordia Maroldsweisach traten die "Concordia-Kids", die "Blue-Concordia", die Jugendgarde und die Prinzengarde Maroldsweisach auf. Mit dabei waren auch die Sulzdorfer Kindergarde, die Jugendgarde Seßlach und die Showtanzgruppe aus Heubach. Die Mädchen, Jugendlichen und jungen Frauen schwangen die Beine, begeisterten durch Tanzeinlagen und anmutige Gesten und waren eine Augenweide für die Feuerwehrleute und sonstigen Besucher. Adrett moderiert wurden die Gruppen von Gemeinderätin Heidi Müller-Gärtner, die auch bei der Concordia Maroldsweisach tätig ist. Ab 20 Uhr waren die Leutenbacher Musikanten auf der Bühne und sorgten mit Blasmusik und Partypower für Stimmung und Unterhaltung.
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