Zeil am Main
Historienspiel

Der Teufel und die Hexen tanzen in Zeil

Der geführte Historische Stadtrundgang zog am Wochenende 350 Zuschauer an. Die Zeiler Altstadt wurde für sie und die über 60 Akteure zu einer riesigen Bühne.
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Eine Schlüsselszene ist der Hexensabbat im Probstenhof.
Eine Schlüsselszene ist der Hexensabbat im Probstenhof.
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Der Historische Stadtrundgang war erneut ein Treffer: Unter blauem Himmel verwandelte sich die Altstadt Zeils in eine herrliche große Bühne, und zehn Szenen legten Schlaglichter auf Ereignisse der Stadtgeschichte.

Da tanzten die Hexen mit dem Teufel im Probstenhof, Johann Langhans las aus seiner Chronik, und in der Stadtpfarrkirche wetterte der Bischof Seinsheim vor dem Maler Herrlein über die "ekle Perversion des Glaubens".

Neu war die Szene mit der Witwe Moritz, die in der Säkularisation die Kreuzkapelle am alten Friedhof vor dem Abriss bewahrte. Der Autor des Historienspiels, Christian Ziegler aus Stettfeld, fügte noch diese Szene hinzu.

Im 1000. Jubiläumsjahr 2018 hatte nicht jeder eine Karte erwischt. Im Nachgang entschlossen sich die über 60 Akteure, das Laienspiel noch einmal vorzuführen. Nachdem in der Generalprobe der Teufel nicht wie geplant aus der Tiefe hervortreten konnte, weil die Türe verriegelt war, klappte am Samstag und Sonntag zu den jeweils vier Vorführungen alles perfekt.

Und sie waren dabei:

In der ersten Szene spielten zum Thema Marktrecht 1450: Maria Egglseder, Petra Schumann, Julia Melchior, Christa Schlegelmilch, Ulrike Steigner, Christa Schlegelmilch (sic!), Elfriede Schneider, Werner Schneider, Niko Zimmermann, David Krüger, Laura Düring, Uschi und Hans Ortmann; den Bettler spielte Laura Düring.

Die fiktive Begegnung von Bischof und Maler, Auftraggeber und Künstler, in der Stadtpfarrkirche spielten: Klaus Diedering, Raimund Erlwein, Thomas Stadelmann und Tobias Müller; an der Orgel spielte Christine Raab.

Die Reformationszeit in der Annakapelle ließen wiederauferstehen: Herbert Deininger, Astrid Popp, Ulrich Dölker, Willi Greubel, Margot Dümler und Karl-Heinz Knoll.

Beim Hexensabbat riefen den Teufel (Monika Schraut): Silke Blakely, Rita Reis, Lisa Langkafel, Silke Dellert, Mark Krüger, Tom Maier, Christopher Schnellbächer, Nik Naumann, Alina Feustel und Emilia Holzause; Jakob Maier und Lilly Dellert tanzten und den musikalischen Hintergrund legten Lena Maier und Sandra Holzause.

Im Keller des Hauses der Familie Winkler spielte Christoph Winkler den Bürgermeister Langhans, unterstützt vom Chor mit Michael und Stefan Minnich, Dietmar Herrnleben, Edgar Popp, Harald Gogger und Reinhard Zehner.

Vater und Sohn Degen spielten Vater und Sohn Oliver und Leo Dellert.

Gabi Leisentritt und Christian Melchior spielten die Zeiler Bürgerin und den räuberischen Soldaten in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges.

In der Pest-Szene spielten im Erlwein-Hof: Christian Ziegler, Georg Klarmann, Monika Stadelmann und Kurt Geis; die Leich" spielte Laura Düring.

Die Rettung der Kreuzkapelle erfolgte durch die Witwe Moritz (Anna Stadelmann) und eine Zeiler Bürgerin (Martina Kneuer).

Die Waschweiber an der Altach waren Michaela Pottler-Zink, Renate Berchtold, Roswitha Hofmann und Katharina Jung.

Die Stadtwache bildeten Karl-Heinz Vogel, Ewald Göpfert, Joachim Groth, Michael Stretz, Christian Frisch, Joachim Gogger und Patrick Bieger

Autor: Das Stück schrieb Christian Ziegler

Regisseure waren Maria Egglseder und Brigitte Krause

Als Stadtführer betätigten sich: Martin Schlegelmilch, Christa Dölker, Christine Straub-Mather und Brigitte Krause

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