Zeil am Main

Die Zeiler Firma Werksitz investiert in die Zukunft

Auf dem Firmengelände in Zeil wurde der Erweiterungsbau offiziell übergeben und eingeweiht. Politiker betonen das Bekenntnis zu Zeil und dem Kreis Haßberge.
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Das neue Bürogebäude der Firma Werksitz im Osten von Zeil hat eine Fläche von 700 Quadratmetern.  Christian Licha
Das neue Bürogebäude der Firma Werksitz im Osten von Zeil hat eine Fläche von 700 Quadratmetern. Christian Licha
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"Auf unseren ergonomischen Arbeitsstühlen lässt es sich ganz ausgezeichnet sitzen - und das seit nahezu 40 Jahren." Das sagte Genoveva Milewski, die Geschäftsführerin der Werksitz GmbH in Zeil, bei der offiziellen Einweihung des neu entstandenen Bürogebäudes. "Diese Erweiterung haben wir letztendlich der fast 40-jährigen Werksitz-Qualität zu verdanken - der Qualität unserer Produkte, aber auch der Qualität unserer Arbeit und Zusammenarbeit mit dem gesamten Werksitz-Team."

Das Bürogebäude wurde vor mehr als zehn Jahren geplant und jetzt nach drei Anläufen fertiggestellt. Für Genoveva Milewski, die zusammen mit ihrem Mann Wolfgang Milewski die Geschäfte führt, aber auch für Juniorchef Stefan Milewski ist es nicht nur ein weiterer Meilenstein auf dem Erfolgsweg von Werksitz, sondern auch in erster Linie eine Investition in die Zukunft.

Auf 700 Quadratmetern wurden in dem zweistöckigen Gebäude auch Schulungs- und Ausstellungsräume untergebracht, die viel Platz für Seminare und Händlertagungen bieten. Die jetzt größeren Büros ermöglichen den Angestellten mehr Ruhe und Konzentration am Arbeitsplatz. Durch die freigewordene Fläche des ehemaligen Büros werden Abläufe in der Produktion verbessert.

Über 100 geladene Gäste kamen zu der Einweihungsfeier, unter ihnen die Mitarbeiter und Vertriebspartner aus ganz Europa, den USA und Russland. Die beiden Zeiler Pfarrer Hans-Christian Neiber und Michael Erhart segneten das Bürogebäude.

"Solche Anlässe sind ein sichtbares Zeichen dafür, dass es sich bei uns im Landkreis Haßberge ganz gut leben, arbeiten und wirtschaften lässt", sagte der stellvertretende Landrat Michael Ziegler in seiner Ansprache. Die Investition in den Standort Zeil sei ein positives Signal für den Wirtschaftsraum Haßberge und eine langfristige Sicherung der Arbeitsplätze. Ziegler dankte der Familie Milewski, dass sie sich für die Beschäftigung behinderter Menschen engagiere, indem sie einen beachtlichen Teil der Zwischenmontage an die Lebenshilfe-Werkstatt in Augsfeld übergeben hat.

Der Zeiler Bürgermeister Thomas Stadelmann freute sich über das klare Bekenntnis zu Zeil, zumal die Werksitz GmbH einer der größten Arbeitgeber in der Fachwerkstadt ist. Aber auch das gesellschaftliche und soziale Engagement der Familie Milewski, zum Beispiel im Rotary-Club, hob Stadelmann dankend hervor.

Ende der 1970er Jahre hatte Wolfgang Milewski zusammen mit einem Geschäftspartner die Idee, einen Arbeitsstuhl für Industrie und Handwerk zu konzipieren, der den rauen Bedingungen an den Arbeitsplätzen standhält und auch die auftretenden Beschwerden durch stundenlanges, nicht körpergerechtes Sitzen lindert.

Es war die Zeit , als das Wort "Ergonomie" zum Schlagwort wurde. Ergonomie wurde zum Synonym für Gesundheit am Arbeitsplatz - wer nicht ergonomisch arbeitet, gefährdet seine Gesundheit. Mit dem ersten Werksitz-Stuhl, der heutigen Classic-Serie, wurde Werksitz diesen Anforderungen gerecht. In fast 40 Jahren, natürlich immer wieder den aktuellen Anforderungen angepasst, wurde der Stuhl mehr als eine halbe Million Mal verkauft.

Durch die Vielfalt der Produkte erweiterte sich nach und nach auch der Kundenkreis, sowohl national wie auch international. Der steigende Auftragseingang und das umfangreiches Produktsortiment hatten zur Folge, dass die Produktionsfläche seit der Firmengründung von 1000 auf heute insgesamt über 5000 Quadratmeter vergrößert werden musste. Im Jahre 2010 wurde ein eigenes Prüflabor zur Sicherung der Qualität eingerichtet. Heute beträgt der Exportanteil über 52 Prozent.

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