Zeil am Main
Sport

Die Zeiler F-Jugend und der Fußball: Mehr als nur ein Spiel

Die Team aus Zeil vertritt den Haßbergkreis beim infranken-WM-Tippspiel. Dass die Mannschaft Fußball versteht, zeigt sie aber am liebsten auf dem Platz.
Artikel drucken Artikel einbetten
Auf geht's Zeil! Die Spieler und Spielerinnen der F-Jugend bilden einen Kreis und schwören sich auf das Spiel ein. Sie rufen im Chor: "Eins, zwei, drei, vier! Dieses Spiel gewinnen wir! Fünf, sechs, sieben, acht! Die Gegner werden platt gemacht!"  Fotos: Andreas Lösch
Auf geht's Zeil! Die Spieler und Spielerinnen der F-Jugend bilden einen Kreis und schwören sich auf das Spiel ein. Sie rufen im Chor: "Eins, zwei, drei, vier! Dieses Spiel gewinnen wir! Fünf, sechs, sieben, acht! Die Gegner werden platt gemacht!" Fotos: Andreas Lösch
+13 Bilder

Eine Vorgabe erfüllt die Zeiler F-Jugend schon mal punktgenau. "Elf Freunde müsst ihr sein" lautet ein bekannter Fußballspruch in Anlehnung an den gleichnamigen Jugendroman von Sammy Drechsel aus dem Jahr 1955. Neun Jungs und zwei Mädchen sind es denn derzeit auch, die die jüngste Nachwuchsmannschaft des FC 08 Zeil bilden. Das Wichtigste dabei: "Sie halten zusammen. Da gibt es kein Hänseln und Ausgrenzen", sagt ihr Trainer Stephan Reus. Und: Das musste er ihnen nicht mal beibringen. "Das machen die von sich aus", sagt er und nickt anerkennend.
Was er ihnen dagegen schon beibringen muss: Das Fußballspielen. Denn die Jungs und Mädchen im Alter von sieben und acht Jahren sind eine ziemliche Rasselbande, sie haben viele Flausen im Kopf. Wenn sie einen Ball sehen, ist es schnell vorbei mit Konzentration und Disziplin, da rennen alle der Kugel hinterher. Alle. "An die Absicherung denken!" ruft Reus seinen Schützlingen zu.

Kein Larifari!

Der 41-Jährige schüttelt mit dem Kopf, weil einer im Training immer noch aus der Reihe tanzt und sich nicht an die Anweisung hält. Er läuft mit der Mannschaft eine extra Runde, das Team kapiert dann recht schnell: Der Trainer lässt kein Larifari zu. In einem Nebensatz, an den Reporter gewandt, gibt Stephan Reus schmunzelnd zu: "Ich war früher auch nicht anders." Aber man müsse den jungen Sportlern schon etwas vermitteln, sie "ein bisschen reizen und fördern". Dass es sich lohnt, nicht blindlings und gedankenlos draufloszurennen und zu bolzen, das sollen sie schon lernen, auch wenn der Spaß am Sport und an der Bewegung im Vordergrund steht. In den Spielen gegen andere Teams "kommt jeder zum Einsatz", auch wenn der eine oder andere Spieler vielleicht nicht so technisch versiert ist oder nicht so schnell laufen kann. "Wichtig ist, dass sie ein Team sind", sagt Reus.


Die WM in den Köpfen

Derzeit spielt die Mannschaft in der Frühjahrs- und Sommerrunde regelmäßig gegen andere Jugendmannschaften aus dem Kreis Haßberge. Vor einem Spiel besprechen die Spieler und ihr Trainer was sie im Training gelernt haben. Wenn sie nicht selbst spielen, gibt es diese Tage aber nur ein Thema: Die Fußballweltmeisterschaft in Russland. "Ich versuche, jedes Spiel zu schauen, egal wer spielt", sagt Philipp entschlossen. Seine Kumpels Finn und Veit nicken zustimmend, streben selbiges an. Emma dagegen äußert sich zurückhaltender: "Je nachdem, wie spät es ist. Ich muss meine Mama fragen." Tippen jedenfalls wird die Jugendmannschaft das Turnier über bis zum Finale - die Jungs und Mädels bestreiten das WM-Tippspiel für den Fränkischen Tag Haßberge.

 

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren