Eltmann
Bundestagswahl

Die Wähler haben in Gleisenau ihre Kreuzchen gesetzt

Im Zweifelsfall ist immer das Wetter schuld. "Vielleicht liegt's am schönen Wetter", meint Schriftführer Helmuth Appel. "Oder die Leute sind noch vom letzten Sonntag wahlmüde", vermutet Wahlvorsteherin Susanne Langer. Der Wahlraum in der Grundschule in Gleisenau jedenfalls ist leer. Eine Momentaufnahme am Sonntagmittag.
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Kämpfen sich durch die Bürokratie: die Wahlleiterin Petra Felser (links) und Schriftführerin Beatrix Flemming in Eltmann. Foto: Katja Kölbl
Kämpfen sich durch die Bürokratie: die Wahlleiterin Petra Felser (links) und Schriftführerin Beatrix Flemming in Eltmann. Foto: Katja Kölbl
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Nur vereinzelt finden Wähler den Weg zur Urne, um ihre Erst- und Zweitstimme für den Bundestag abzugeben. Michael Zieg ist einer von ihnen. Der 44-Jährige hat seine ganze Familie mitgebracht. Die Töchter Maja und Emma sehen ihren Eltern bei der Erfüllung ihrer "Bürgerpflicht" über die Schultern. Denn als solche sieht Zieg die Wahl. "Ich habe noch keine verpasst", sagt er. "Es kann sich nur etwas ändern, wenn man etwas tut", ergänzt Claudia Zieg.

Ein paar Kilometer weiter, in Eltmann, steht die Rathaustür offen. Komisch, gewählt wird doch in der Stadthalle nebenan. Doch im Erdgeschoss sind drei Frauen in eine rege Diskussion vertieft: Wahlleiterin Simone Schöpplein arbeitet ihre Nachfolgerin Petra Felser ein, und die wiederum erklärt Wahlhelferin Beatrix Flemming das Auszählsystem. Und das ist verflixt kompliziert.

Nach der Schließung der Wahllokale werden die Stimmzettel in fünf Stapel vorsortiert. Stapel a enthält die gültigen Stimmzettel mit Erst- und Zweitstimme für dieselbe Partei. Stapel b die Stimmzettel mit Erst- und Zweitstimme für verschiedene Parteien. Auf Stapel c liegen die leer abgegebenen Wahlscheine. Stapel d und e enthalten die Problemzettel: Wahlscheine, auf denen die Erst- oder Zweitstimme ungültig sein kann oder bei denen Fehler bei der Briefwahl gemacht wurden.

Die Problemzettel machen den Wahlhelfern viel Arbeit. Über jeden einzelnen muss ein Beschluss gefasst werden, der schriftlich festgehalten wird.

Schöpplein und Felser sind schon seit 6.30 Uhr im Rathaus. Bei der Landtags- und Bezirkswahl waren sie bis 0.30 Uhr vor Ort. "Heute geht es schneller", sagt Schöpplein optimistisch.

Auch in Sand herrscht gute Stimmung. In der Schule haben mittags 200 von 600 Wahlberechtigten dieses Wahllokals ihr Kreuzchen gemacht. "Es läuft so gut wie letzten Sonntag", sagt Christian Lorz, stellvertretender Wahlvorsteher. Er verrichtet das Ehrenamt, "damit was läuft". Das tut es in Sand offenbar.

Alle Ergebnisse der fränkischen Stimmkreise für die Bundes- und Landtagswahlen finden Sie unter wahlen.infranken.de. Auch Detailinformationen zu den Kandidaten finden Sie auf dieser Seite.

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