Eltmann
Fest

Die Tradition als Bierstadt bleibt in Eltmann

Eltmann feierte zum 25. Mal die Biertage. Auch wenn es immer weniger Brauereien gibt, hält die Stadt an ihrer Veranstaltung fest. Der Bierprinz machte Mut.
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Die Ehrengäste im Festzug zum Auftakt der Biertage
Die Ehrengäste im Festzug zum Auftakt der Biertage
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Die Eltmanner Biertage sind im Landkreis Haßberge ein Höhepunkt für Bierkenner und Freunde fränkischer Lebensart. Der Marktplatz bietet eine schöne Kulisse für einen "Biergarten" mitten in der Altstadt. So ist es auch am Wochenende beim Jubiläum "25 Jahre Biertage" in Eltmann.

Ursprünglich als Vereins- sowie Bürgerfest gedacht, erinnerte Eltmann bei der Gründung vor 25 Jahren an die Biertradition und Dichte von Brauereien in der Stadt. Sage und schreibe 39 Brauereien gab es in den Jahren 1814/15. Die Zahl schrumpfte später. Mit den Brauereien in den Stadtteilen gehörte Eltmann aber immer noch zu den führenden Bierstädten Bayerns und das war ein Anlass, zu den Biertagen einzuladen, die nun zum 25. Mal stattfanden. Im Stadtgebiet gibt es allerdings nur noch eine Brauerei vor Ort; bei Gründung der Biertage waren es immerhin noch fünf.

Biere aus drei Brauereien wurden am Wochenende ausgeschenkt. Mit der Brauerei Roppelt aus Trossenfurt ist eine Braustätte aus der Nachbarschaft dazugekommen. Die bekannte "Weiss-Rössl-Bräu" aus Roßstadt vertreibt ihre Biere, lässt diese aber beim "großen Bruder" der Kaiser-Bräu in Neuhaus herstellen. Einzig die Privatbrauerei Wagner in Eschenbach schürt ihre Sudkessel vor Ort an.

Alle drei Brauereien boten zu den Festtagen ihre Produkte an, darunter ein Festbier. Am Samstag hielt auch Petrus seine Hand über die Eltmanner und bescherte ein herrliches Sommerwetter bis in die Nachtstunden, während die Organisatoren am Sonntag lieber auf das etwas kühlere Wetter und den Regen am Morgen verzichtet hätten.

Aufgrund des Jubiläums hatte das Fest diesmal schon am Freitagabend mit einer Eröffnungsfeier im Pfarrgarten begonnen, bei dem sich die Kinder und Jugendlichen der Stadtkapelle und der Sängerlust in die Herzen der vielen Besucher sangen und spielten. Für ihre Darbietungen erhielten sie großen Applaus.

Mit dem kleinen, farbenprächtigen Festzug vom alten "Saumarkt" durch die Altstadt hinauf zum Marktplatz wurden dann die Biertage am Samstag offiziell eröffnet. Bürgermeister Michael Ziegler freute sich über die große Anzahl von Ehrengästen. Mit dem Bierprinzen Sebastian Gocker und allen Gästen stieß er auf ein gutes Gelingen der Festtage an. Zweiter Bürgermeister Hans-Georg Häfner, der langjährige Festleiter und Dritte Bürgermeister Peter Klein sowie Diakon Joachim Stapf nahmen unter Assistenz der drei Braumeister den Bieranstich vor.

Bierprinz Sebastian Gocker blickte in seinem Grußwort auf die lange Geschichte und die Biertradition in Eltmann. Die Stadt sei damit ein "Aushängeschild", sagte er. Es sei eine tolle Sache, dass man diese Brautradition aufrechterhalte, auch wenn es nicht mehr so viele Brauereien gebe. Es gibt aber, wie er erkennen ließ, einen Gegentrend: Im Landkreis seien vor allem die Privatbrauereien sowie kommunalen Brauhäuser dabei, stärker ihre eigenen Produkte zu präsentieren. Das "Genussfestival" rund ums Bier, das schon in Ebern und Haßfurt stattfand, solle möglicherweise im nächsten Jahr in Hofheim über die Bühne gehen.

Nach der Stadtkapelle Eltmann heizte am Samstagabend die Band "Party-Fieber" auf dem Marktplatz ein. Es herrschte gute Stimmung. Etwas abgekühlter ging es am Sonntag weiter mit einem Weißwurstfrühstück und Countrymusik von "Loose Moose". Die "Oldtimer Straßenmusikanten" sorgten mittags für Unterhaltung, und am Abend hat die Kultband "Heaven" ein Heimspiel. Auch für die Kinder und Jugendlichen hatte die Festgemeinschaft mit den Aufführungen des "Karfunkel-Theaters" einiges geboten.


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