Haßfurt
Haushalt

Die Stadt Haßfurt bleibt auf Investitionskurs

Der Haßfurter Stadtrat verabschiedete den Etat für 2018. Klaus Hammelbacher wurde als neues Ratsmitglied vereidigt.
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Bürgermeister Günther Werner (links) nahm dem neuen Stadtrat Klaus Hammelbacher den Eid ab.  Klaus Schmitt
Bürgermeister Günther Werner (links) nahm dem neuen Stadtrat Klaus Hammelbacher den Eid ab. Klaus Schmitt
Der Haßfurter Stadtrat hat ein neues Mitglied. Auf der Liste von CSU/Junger Liste rückte Klaus Hammelbacher in das Gremium nach. Er wurde in der Sitzung am Montagabend in der Stadthalle als neuer Stadtrat von Bürgermeister Günther Werner (Freie Wähler) auf sein Amt vereidigt. Klaus Hammelbacher ist der Nachfolger von Stadträtin Sigrid Lohs, die vor einigen Wochen gestorben war.

Im Blickfeld der Sitzung stand der Haushalt 2018. Der Stadt Haßfurt geht es gut. Das hat die Haushaltsberatung am Montagabend im Stadtrat deutlich gemacht. Das Gremium tagte im kleinen Saal der Stadthalle. Offenbar sehen aber nicht alle Stadträte die Kreisstadt auf dem richtigen Kurs. Es gab zwei Gegenstimmen gegen den Etat 2018, ansonsten große Einmütigkeit mit dem Zahlenwerk, das Kämmerer Wolfgang Hömer dem Stadtrat vorstellte. Der Etat 2018 wurde mit großer Mehrheit verabschiedet.

"Wir haben viel vor", kündigte Bürgermeister Günther Werner (FW) mit Blick auf die Investitionen im laufenden Jahr an. Er sieht im Etat eine "intensive und zielstrebige" Ausrichtung, um Haßfurt nach vorne zu bringen. Werner tritt nach seinen eigenen Worten für eine Finanzpolitik mit Augenmaß ein. "Mir ist es sehr wichtig", sagte er, dass auch in den kommenden Jahren der Haushalt ausgeglichen werden kann.

Der Kämmerer wird das gerne gehört haben. Wolfgang Hömer hat in der Vergangenheit immer wieder den Zeigefinger erhoben und vor allzu forschem Geldausgeben gewarnt. Diesmal eher nicht. Dafür sind die Zahlen zu positiv und vor allem scheint der Stadtrat gemerkt zu haben, dass die Stadt einen Rekordhaushalt mit rekordverdächtigen Investitionen, wie sie 2017 geplant waren, nicht so ohne weiteres stemmen kann. Dass 2017 nicht alles realisiert wurde, was vorgesehen war, hat auch dazu beigetragen, dass Haßfurt 2018 finanziell gut da steht. Und: Die Konjunktur brummt. Das beschert weitere Einnahmen, zum Beispiel bei der Gewerbesteuer. Die erreichte mit 8,4 Millionen im vergangenen Jahr einen Höchststand.

Der Haushalt 2018 hat ein Volumen von rund 39,7 Millionen Euro (2017 waren es knapp 41 Millionen Euro). Die Schulden liegen laut Kämmerer aktuell bei rund 5,13 Millionen Euro. Sie dürften sich im Laufe des Jahres wenig verändern. Den Verbindlichkeiten steht eine Rücklage von über acht Millionen Euro gegenüber. An Investitionen plant Haßfurt 2018 knapp zwölf Millionen Euro einzusetzen.

Folgende Projekte sind vorgesehen: Umbau neues Rathaus für Barrierefreiheit (540 000 Euro), kommunales Wohnraumförderprogramm (1 500 000 Euro), Flächenerwerb Grundstücke (1 186 000 Euro), Ersatz für Unimog Bauhof (190.000 Euro), Fahrzeugbeschaffungen Feuerwehr (398 000 Euro), Umbau Aula der Grundschule Sylbach (300 000 Euro), Neubau Mittagsbetreuung der Grundschule Nassachtal ( 800 000 Euro), Investitionsanteil Zweckverband Schulzentrum (519 100 Euro), Umbau/Sanierung des Gebäudes Hauptstraße 35/Kunsthaus (2 500 000 Euro), Anbau Kindergarten Zwergenhaus (600 000 Euro), Anbau Kindergarten Sankt Barbara (350 000 Euro), Neubau Ballsporthalle am TV-Gelände (3 400 000 Euro), Maßnahmen an der Kläranlage (290 000 Euro), Maßnahmen an Kanälen (1 427 000 Euro), Maßnahmen für den Straßenbau (3 496 000 Euro), Wettbewerb Neugestaltung Bahnhofsumfeld (200 000 Euro), Breitbandausbau (356 000 Euro) und Investitionsanteil für das Freizeitzentrum (490 000 Euro).

Der Kämmerer Wolfgang Hömer fasste den Etat 2018 mit den Worten zusammen: "Unsere Finanzlage ist nicht blendend", sagte er. Aber von der teilweise prekären Lage anderer Kommunen "sind wir weit entfernt". Die Sprecher der vier Stadtratsfraktionen signalisierten ihre Zustimmung zum Etat. Norbert Geier (CSU/Junge Liste) sprach von "machbaren Investitionen". Stephan Schneider (SPD) freute sich, dass "wir viele Projekte zum Abschluss bringen; das ist gut so". Helene Rümer (Grüne) verwies auf viele positive Faktoren wie steigende Einnahmen und Berthold Albert (Freie Wähler) mahnte ein "modernes Personalmanagement" an, damit die Stadt für künftige Anforderungen gewappnet ist.

Der Stadtrat stimmte für den Etat 2018. Nur Jürgen Kehrlein und Sven Schnös (beide CSU/Junge Liste) votierten dagegen. Sie meldeten sich allerdings nicht zu Wort.

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