Hofheim i. UFr.
Bildung

Die Realschule Hofheim wird saniert

Der Kreistag-Bauausschuss billigte die Planungen für die Erneuerung des Schulhauses in Hofheim. Es ist ein weiteres Millionenprojekt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Der Kreistag-Ausschuss für Bau und Verkehr besichtigte die Hofheimer Realschule. An dem Gebäude sind Sanierungsarbeiten erforderlich. An den Decken wurde bereits mit den Baumaßnahmen begonnen.  Christian Licha
Der Kreistag-Ausschuss für Bau und Verkehr besichtigte die Hofheimer Realschule. An dem Gebäude sind Sanierungsarbeiten erforderlich. An den Decken wurde bereits mit den Baumaßnahmen begonnen. Christian Licha
+2 Bilder

Der Ausschuss für Bau und Verkehr des Kreistages Haßberge tagte am Donnerstagnachmittag in der Jacob-Curio-Realschule in Hofheim. Die Sanierung des Gebäudes war auch der einzige Tagsordnungspunkt in der öffentlichen Sitzung.

Zuvor führte Schulleiter Stefan Wittmann das Gremium durch das Schulhaus und erläuterte dabei, dass die Hofheimer Realschule eine der kleinsten in ganz Bayern sei, aber mit die besten Absolventen hervorbringe. Auch die digitale Vernetzung sei schon stark vorangeschritten. So gebe es in jedem Klassenzimmer eine Internetverbindung und die grünen Schultafeln aus früheren Zeiten haben seit zehn Jahren ausgedient. Heute werde mit einer Multimedia-Tafel unterrichtet, die man sich quasi wie ein 2,2 Meter breites Smartphone vorstellen könne.

Einen Wunsch äußerte Wittmann gegenüber den Kreisräten. Da es in der Schule keinen Veranstaltungsraum gebe und sich im Eingangsbereich ein nutzloser Innenhof befinde, wäre es eine Möglichkeit, diesen baulich mit einzubeziehen, so der Schulleiter. Landrat Wilhelm Schneider (CSU) musste aber dem Ansinnen eine Absage erteilen: "Wir haben kein Geld für eine Kür, denn wir investieren momentan 75 Millionen Euro in die Schulen im Landkreis." Außerdem gebe es für solche Maßnahmen wahrscheinlich keine Förderung, deren Investition dann der Landkreis alleine zu stemmen hätte, so Schneider.

In der eigentlichen Sitzung im Zeichensaal der Realschule erläuterten die Leiterin des Kreishochbauamtes, Eva Mangold, und Architekt Jürgen Bergmann die energetische Sanierung der Dachflächen und der Heizzentrale sowie die brandschutztechnische Ertüchtigung. Die flach geneigten Satteldächer der Bauteile A und B besitzen aktuell eine Bitumeneindeckung, die durch eine wärmegedämmte Trapezblecheindeckung ersetzt wird. Die betroffenen Flachdachbereiche des Bauteils D und der Verwaltung werden mit Wärmedämmung durch Mineralwolle und einem Kunststoff-Abdichtungssystem neu aufgebaut. Abschließend werden die sanierten Dachflächen mit einem Blitzschutzsystem ausgerüstet und an das bestehende System angebunden.

Die Heizzentrale im Untergeschoss des Gebäudes wird vollständig demontiert. Anschließend wird durch den Einbau eines Wärmeerzeugers mit Brennwerttechnik, drehzahlgeregelte Hocheffizienzpumpen und den Aufbau eines neuen Wärmeverteilsystems die Heizzentrale neu errichtet. Nach dem Einbau einer neuen Mess-, Steuer- und Regeltechnik und der Anpassung der Elektroinstallationen folgen die Anbindung an das bestehende Heizungsnetz und die Inbetriebnahme der Anlage.

Die bestehenden Gipskartondecken mit Holzunterkonstruktion in den Fluren der Bauteile B und D entsprechen nicht den brandschutztechnischen Anforderungen. Die betroffenen Bereiche werden abgebrochen und brandschutztechnisch ertüchtigt. Dies betrifft überwiegend die Deckenkonstruktion als solche, aber auch die Brandlasten in den Zwischendecken.

Für die genannten Maßnahmen haben das Architekturbüro Bergmann, das die Objektplanung des Gebäudes übernommen hat, und das Planungsbüro Baur Consult (Fachplanung der technischen Ausrüstung) Gesamtkosten in Höhe von rund 1 067 000 Euro ermittelt. Der Landkreis hat sich erfolgreich um die Förderung durch das Kommunalinvestitionsprogramm Schulinfrastruktur (KIP-S) beworben und erwartet Fördermittel über gut 648 000 Euro. Der Landkreis muss somit 419 000 Euro aus eigenen Mitteln bestreiten. Einstimmig bewilligte der Ausschuss des Kreistages die Kostenberechnung und erteilte den Auftrag, einen Förderantrag zu stellen.

Auch das ehemalige Kreiskrankenhaus in Hofheim erkundeten die Kreisräte bei einem kleinen Rundgang. Im Obergeschoss werden zurzeit Umbaumaßnahmen durchgeführt, so dass voraussichtlich ab Winter 2020 hier einige Fachabteilungen des Landratsamtes untergebracht werden können. Die Lebensmittelüberwachung, das Veterinäramt und die Zulassungsstelle werden hier in Zukunft genauso ihr neues Zuhause haben wie die Geschäftsstelle des Naturparks Haßberge. Landrat Wilhelm Schneider betonte, dass er diese Lösung sehr begrüße, werden doch damit die internen Wege erheblich verkürzt.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren