Oberschwappach
Vernissage

Die Natur steht im Schloss Oberschwappach für zehn Wochen im Mittelpunkt

Mit der Ausstellung "flora#kunst" wurde am Samstagabend im Schloss Oberschwappach die neue Saison eröffnet. Vier Künstlerinnen zeigen ihre Werke.
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Die Natur steht im Fokus der künstlerischen Aufarbeitungen, von denen sich die Besucher angetan zeigten. Foto: Christiane Reuther
Die Natur steht im Fokus der künstlerischen Aufarbeitungen, von denen sich die Besucher angetan zeigten. Foto: Christiane Reuther
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Das Galeristenehepaar Eleonore Schmidts-Stumpf und Egon Stumpf griff eines seiner Lieblingsthemen auf und setzte die Natur in den Fokus künstlerischer Aktion. Vier Künstlerinnen aus Thüringen, Regensburg, Hessen und Nürnberg gestalten eine Themenausstellung, die als Fortführung der sehr erfolgreichen Ausstellung "Pflanzenwelten" zu sehen ist.

"Es sind geniale Ideen in den einzelnen Objekten verarbeitet", zeigte sich eine Besucherin angetan von der Ausstellung, bei der ihrer Meinung nach organische Formen Grundlagen für neue organische Formen bilden.

Knetzgaus Bürgermeister Stefan Paulus bemerkte in seinen Grußworten, wie wichtig es sei, für das Leben von allen Menschen die Natur zu schützen. Die künstlerischen Aufbereitungen übernehmen seiner Meinung nach einen besonderen Anteil am Schutz der Natur.

"Die intensive Beschäftigung mit dem umfassenden Thema Natur, insbesondere Pflanzen, prägt die Arbeit in unserer Galerie schon seit vielen Jahren", sagte Egon Stumpf in seiner Laudatio. Begonnen habe alles mit Einzelausstellungen in der Privatgalerie in Eschenau, bei denen Arbeiten von Herman de Vries im Mittelpunkt standen. Seine Haltung zur und in der Natur habe die eigene Haltung des Galeristenehepaars wesentlich geprägt, wie Stumpf erklärte, der auf die Werke der einzelnen Künstler einging.

Die Künstler und ihre Werke

Die Schwarz-Weiß-Fotografien von Susanne Casper-Zielonka, die in der thüringischen Rhön zu Hause ist, sind mit einer alten ausgedienten und von der Künstlerin wiederbelebten Reprokamera analog fotografiert, direkt auf kartonstarkes Barytpapier belichtet. Motive sind Pflanzen vom Wegrand, wie Gräser, Brennnesseln, Moose, Efeublätter und vieles mehr.

Katja Wunderling aus Nürnberg zeigt unter anderem Arbeiten aus ihrer Serie "organische Formen", gestaltet aus diversen Samen und Büttenpapier. Sie wurde von der Künstlerin Karin Blum als "Künstlergärtnerin" bezeichnet, die ihr Werk wie einem wohlgeordneten Garten anlegt - Ordnung als Grundprinzip des Lebens, das aus einem Fundus von ungeordnetem Material heraussprießt und natürliche Strukturen zeigt.

Maria Maier lebt und arbeitet in der Nähe von Regensburg. Ihre Serie "Farbduft" ist eine Begegnung von Fotografie und Farbe auf der gleichen Fläche. Dort greift die Malerei Farbvorgaben aus der Natur, fixiert durch die Fotografie, auf, abstrahiert die Formen und kreiert so ganz eigene Schöpfungen. Inspirationen aus der Natur fließen unmittelbar und für den Betrachter direkt zu sehen in eine freie Malerei ein und greifen eine uralte kunsthistorische Thematik auf.

Waltraud Munz-Heiliger lebt und arbeitet in und bei Frankfurt am Main. Sie zeigt neben einer Bodeninstallation aus rotem Filz mit dem Grundriss von Oberschwappach insbesondere ihre "Mirror Leaves": Präparierte Blätter werden in der natürlichen Umgebung einer Wiese fotografiert und fangen auf diese Weise das Objekt selbst sowie die flüchtigen Spiegelungen des unmittelbaren Umfeldes ein.

Die Öffnungszeiten

Die Ausstellung ist bis Sonntag, 23. Juni, an den Sonn- und Feiertagen von 14 bis 17 Uhr (außer an Karfreitag) sowie nach telefonischer Vereinbarung zu sehen.

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