Oberaurach
Wald

Die Nachfrage nach Brennholz schwächelt

Der Gemeinderat Oberaurach befasste sich mit der Forstplanung und legte die Preise für den Einschlag fest.
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Der Gemeinderat Oberaurach genehmigte den Betriebsplan für den Gemeindewald und legte neue Holzpreise für Selbstwerber fest.
Der Gemeinderat Oberaurach genehmigte den Betriebsplan für den Gemeindewald und legte neue Holzpreise für Selbstwerber fest.

Der Gemeindewald war Thema bei der Gemeinderatssitzung in Oberaurach. Förster Albrecht Hartung stellte dem Gremium den Jahresbetriebsplan für das Jahr 2020 vor, der einstimmig genehmigt wurde.

Dieser Plan sieht den Einschlag von 800 Festmetern Holz vor, wofür Kosten in Höhe von voraussichtlich 16 000 Euro anfallen. Zusätzlich werden Ausgaben für die Bestandsgründung, die Jungpflege, den Waldschutz und ähnliche Aufgaben fällig, so dass mit weiteren Kosten von geschätzt 23 631 Euro zu rechnen ist. Der Jahresbetriebsplan 2020 sieht Einnahmen von 55 000 Euro vor. Dem stehen die Gesamtausgaben in Höhe von 39 631 Euro gegenüber, so dass mit einem Ertragsgewinn von 15 369 Euro gerechnet werden kann.

"Durch den Einschlag und Wiederaufforstungen wird der Wald gepflegt und seine Wertigkeit erhalten", sagte Hartung. Gezielte Nachpflanzungen sollen einen gut strukturierten Mischwald entstehen lassen, in dem ein klimaangepasstes und qualitativ hochwertiges Holz heranwachsen kann. Der Trend der letzten Jahre mit schwacher Nachfrage nach Losholz und langem Brennholz setzt sich fort. Selbstwerber werden zu den vom Gemeinderat bestimmten Konditionen bedient. Der Einschlag des Stammholzes und das Rücken erfolgen wie in den letzten Jahren durch Firmen.

Die brisante Lage in den Wäldern wegen anhaltender Trockenheit und der hohe Schädlingsbefall gestalten den Absatz des Holzes allgemein schwierig. Für Schadhölzer besteht nur ein begrenzter Absatz. Die Nachfrage für Eichen- und Buchenstammholz bewegt sich auf Vorjahresniveau.

Der Gemeinderat befasste sich auch mit der Festlegung der Holzpreise für die Einschlagsaison 2019/20. Wie Bürgermeister Thomas Sechser (CSU) mitteilte, hat sich die Verwaltung bei der Gemeinde Rauhenebrach, der Stadtverwaltung Eltmann, der Forstverwaltung Ebrach und bei der Bürgerspitalstiftung Bamberg nach den diesjährigen Holzpreisen erkundigt. Wegen der allgemein niedrigen Holzpreise haben die Nachbargemeinden und -reviere keine Preiserhöhung vorgenommen oder sogar die Verkaufspreise gesenkt.

Obwohl sich die Preise für Gas und Heizöl auf hohem Niveau befinden, verläuft die Nachfrage nach Brennholz sehr schleppend. Brennholz zur Selbstaufarbeitung (Losholz) wird kaum abgefragt, das Interesse für langes Brennholz (Polterholz) ist mäßig. Die Gemeinde Oberaurach folgt dem Trend und beschloss die Senkung der Preise auf 13 Euro für Weichholz, 22 Euro für Hartholz und 59 Euro für langes Brennholz, jeweils zuzüglich 5,5 Prozent Mehrwertsteuer. Vor der nächsten Einschlagsaison werden die Preise erneut geprüft und gegebenenfalls angepasst.

Neben vielen Bauvoranfragen und Bauanträgen stand auch die Bauleitplanung für den Bebauungsplan "Am Hutweg" in Dankenfeld auf der Tagesordnung. Bereits in seiner Sitzung im Februar hatte der Gemeinderat den Aufstellungsbeschluss für dieses Baugebiet als Fortführung der Schillerstraße gefasst. Nachdem sich aber der Umgriff erweitert hat, war ein neuer Beschluss notwendig, den die Gemeinderäte auch fassten. Zuvor hatte Jan-Michael Derra vom Ingenieurbüro Stubenrauch den neuen Plan vorgestellt. Fünf Bauplätze sollen entstehen.

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