Ebern

Die Maler kreuzen sich mit den "Holzwürmern"

In der Eberner Schreiner-Meisterschule läuft der erste Bauabschnitt der Generalsanierung auf Hochtouren und bei vollem Unterrichtsbetrieb.
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Die Maler sind im Foyer der Schreiber aktuell am Werk.Ralf Kestel
Die Maler sind im Foyer der Schreiber aktuell am Werk.Ralf Kestel
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Eigentlich bestimmen Schreiner das Geschehen in der Meisterschule. Derzeit kreuzen sich ihre Wege aber mit Malern und Elektrikern. Die Generalsanierung im Schulgebäude läuft auf vollen Touren, wie den Mitgliedern des Träger-Zweckverbandes bei ihrer Tagung am Freitag deutlich wurde. Und dennoch gab es ein dickes Lob vom Zweckverbandsgeschäftsführer Rainer Klinkert. "Hier ist alles tipptopp und gepflegt."

Auch Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel befand als Vorsitzender: "Hier schmiert keiner Wände voll." Was für die Berufsmaler, die eben das Foyer, wo ein Pausenverkauf entsteht, anpinselten, natürlich nicht galt.

Aber Hauptsache die Handwerker sind überhaupt da. Denn beim nächsten Bauabschnitt gibt's schon Probleme. "Wir haben die Abriss- und Rohbauarbeiten fürs Wohnheim ausgeschrieben, aber es hat sich keine Firma gemeldet. Die haben ihre Auftragsbücher alle voll", klagte der Baureferent des Bezirkes Unterfranken, Ottmar Zipperich. Ein zweiter Versuch, jemanden zu finden, der die Arbeiten für rund 230 000 Euro übernimmt, endet am 21. September.

Wenig Einfluss haben die laufenden Sanierungsarbeiten auf den Schulbetrieb. "Wir sind voll besetzt ins neue Schuljahr gestartet", freute sich der Leiter, Privatdozent und Diplom-Holzwirt Oliver Dünisch. "Für 2018 liegen schon wieder 24 Anmeldungen vor, was zu diesem Zeitpunkt auf eine volle Auslastung schließen lässt."

Und dies, obwohl das Wohnheim vorübergehend nicht zur Verfügung steht, so die Planungen. "Alle Interessenten kommen auf dem privaten Wohnungsmarkt im Einzugsbereich unter", hat Dünisch festgestellt, wobei Landrat Wilhelm Schneider schon auf eine rasche Fertigstellung eines Neubaues drängte. "Die Privatwohnungen werden auch anderweitig benötigt."

Noch liege man im Zeitplan versicherte Architekt Herbert Osel. Und die Prognosen der Kostenentwicklungen weisen eine Steigerung von einem Prozent auf. Baureferent Zipperich: "Das ist ein Wimpernschlag. Aber wir wollen Ihnen auch keinen Sand in die Augen streuen."

Auf die Nachfrage von Landrätin Tamara Bischof, ob denn Firmen aus der Region zum Zuge kämen, sagte Architekt Osel, dass dies der Fall sei, wobei "auch das nahe Thüringen dazu zählt". So stammen die neuen Fenster von einem Schreiner aus Thüringen, der "hier seinen Meistertitel gemacht hat".

Bezirks-Baureferent Zipperich: "Derzeit ist es mehr das Problem, die Firmen überhaupt rechtzeitig auf die Baustelle zu kriegen."

Die perfekte Zusammenarbeit mit dem Kollegium der Meisterschule machte Geschäftsführer Klinkert an Zahlen fest: So schloss das Geschäftsjahr 2016 mit einem kräftigen Plus, was "mit Blick auf die laufenden Baumaßnahmen bestimmt nicht schadet".

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